{"id":47,"date":"2020-05-30T12:19:49","date_gmt":"2020-05-30T12:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/r-isfort.de\/?page_id=47"},"modified":"2020-12-06T10:59:32","modified_gmt":"2020-12-06T10:59:32","slug":"aus-dem-recht-des-staerkeren-die-bvz-und-der-krieg-3-2014","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/r-isfort.de\/?page_id=47","title":{"rendered":"\u2026 aus dem Recht des St\u00e4rkeren: Die BVZ und der Krieg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><em>\u2026 aus dem Recht des St\u00e4rkeren<\/em>:<a href=\"#_edn1\">[1]<\/a> Die BVZ<a href=\"#_edn2\">[2]<\/a> und der Krieg.<a href=\"#_edn3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">[Rudolf Isfort] 3.2014<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Erstver\u00f6ffentlichung im Vestischen Kalender 86(2015); S. 60-75.<\/td><td><\/td><td><a href=\"http:\/\/r-isfort.de\/?attachment_id=451\">PDF-Download<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Es ist kein Zufall, dass der Nationalsozialismus im gro\u00dfen Kriege<a href=\"#_edn4\"><strong>[4]<\/strong><\/a> gezeugt wurde. Denn er ist nichts anderes als die Durchdringung unseres gesamten Lebens mit dem Geist eines wahrhaften K\u00e4mpfertums f\u00fcr Volk und Reich<\/em>. Die Politik muss darum erreichen, <em>grunds\u00e4tzlich die ganze Nation soldatisch zu erziehen und zu einer soldatischen Haltung zu bringen<\/em>.<a href=\"#_edn5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S1_1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"58\" height=\"34\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eines der <em>Gr\u00e4uelm\u00e4rchen<\/em> des Auslandes war die Behauptung, dass Hitler den Krieg bringen werde.<a href=\"#_edn6\">[6]<\/a> Aber nicht nur die ausl\u00e4ndischen Zeitungen und die Bl\u00e4tter deutscher geflohener Sozialisten sprachen vom Krieg, auch in den verbliebenen Tageszeitungen des Dritten Reiches war der Krieg vom Anfang der Nazi-Diktatur an ein Dauerthema. Zwar behaupteten Hitler und die anderen NS-Gr\u00f6\u00dfen st\u00e4ndig, den Krieg zu hassen und beteuerten stattdessen ihren Friedenswillen, aber ihre aggressiven Verlautbarungen zum Versailler Vertrag machten klar,<a href=\"#_edn7\">[7]<\/a> dass sie an einer einvernehmlichen Regelung der strittigen Fragen kaum interessiert waren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S1_2-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"395\" height=\"105\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst allerdings begn\u00fcgte sich Hitler-Deutschland damit, aus dem V\u00f6lkerbund auszutreten und verlie\u00df das Gremium, das nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen worden war, um strittige Probleme von Staaten auf dem Verhandlungswege zu l\u00f6sen, damit nicht wieder ein Krieg wie der Erste Weltkrieg w\u00fcrde ausbrechen k\u00f6nnen. Der Pr\u00e4sident der Abr\u00fcstungskonferenz nannte den deutschen Austrittsgrund <em>nicht stichhaltig<\/em>;<a href=\"#_edn8\">[8]<\/a> manche verlangten Sanktionen. Die BVZ aber feierte den Schritt der deutschen Regierung als <em>Fehdeerkl\u00e4rung gegen den Geist und das System von Versailles<\/em>, der <em>in sich unehrlich<\/em> war, w\u00e4hrend <em>Hitler an das Volk und an die Welt<\/em> (16.10.) <em>eine gro\u00dfe Friedensrede<\/em> hielt, in der uns <em>diese Welt \u2026mit einer Flut von L\u00fcgen und Verleumdungen<\/em> verfolgte. Au\u00dferdem hatte sie nicht erkannt, dass <em>Deutschland der Schutzwall gegen den Bolschewismus<\/em> war,<a href=\"#_edn9\">[9]<\/a> f\u00fcr den <em>die ganze alte Kulturwelt<\/em> ihm dankbar sein sollte.<a href=\"#_edn10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ihn schon die Welt nicht verstand, wollte Hitler wenigstens, dass der Austritt aus dem V\u00f6lkerbund und der R\u00fcckzug aus der Abr\u00fcstungskonferenz <em>Nicht Parteisache, sondern Sache des ganzen Volkes<\/em> (22.10.) sein sollten, schlie\u00dflich focht die Regierung hier den <em>Kampf um unsere Ehre, unsere Gleichberechtigung und um den Frieden der Welt<\/em>.<a href=\"#_edn11\">[11]<\/a>&nbsp; F\u00fcr Bisch\u00f6fe war es darum kein Problem, ihre Di\u00f6zesanen zu mobilisieren, den Volksentscheid vom 12.11.1933 \u00fcber die Politik Hitlers mit zu tragen und ihn <em>in machtvoller Geschlossenheit<\/em> als Forderung f\u00fcr <em>Gleichberechtigung und Frieden<\/em> gegen\u00fcber den <em>\u00fcbrigen V\u00f6lkern<\/em> zu verstehen &#8211; sie wussten sich im Einklang mit <em>dem christlichen Sittengesetz und V\u00f6lkerrecht<\/em>.<a href=\"#_edn12\">[12]<\/a> Die Bev\u00f6lkerung billigte mit 93,5% Hitlers Politik; in Bottrop waren es 91%.<\/p>\n\n\n\n<p>Goebbels bescheinigte der Presse, <em>die so genannte \u00f6ffentliche Meinung wieder auf das Ma\u00df zur\u00fcckgef\u00fchrt zu haben<\/em>, das den Staat nicht gef\u00e4hrdet.<a href=\"#_edn13\">[13]<\/a> Die BVZ hatte ihre Leser in ihren Artikeln so ausf\u00fchrlich \u00fcber die ehrenvollen und friedlichen Absichten unterrichtet, die die Nazi-Regierung mit dem Austritt aus V\u00f6lkerbund und Abr\u00fcstungskonferenz verbanden, wie die Nazis das erwarteten \u2013 sie wollten ja nur <em>gleiche Sicherheit<\/em> und volle <em>Gleichberechtigung<\/em>.<a href=\"#_edn14\">[14]<\/a> Und Konkordat<a href=\"#_edn15\">[15]<\/a> und&nbsp; Vierm\u00e4chteabkommen<a href=\"#_edn16\">[16]<\/a> &#8211; bald darauf auch der <em>Verst\u00e4ndigungspakt zwischen Deutschland und Polen<\/em> (28.1.34) &#8211; hatten doch international Hitlers Friedenswillen bewiesen. Als aber <em>Die Krise der Abr\u00fcstungskonferenz auf dem H\u00f6hepunkt<\/em> (12.5.) war, meldete die BVZ, <em>England droht<\/em> (12.5.) <em>\u2026 mit Sanktionsma\u00dfnahmen des Versailler Vertrags<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S2_1.jpg\" alt=\"\" width=\"64\" height=\"30\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>In der Folgezeit ging Hitler immer gr\u00f6\u00dfere Risiken ein, um den Versailler Vertrag zu revidieren und Deutschland als <em>Weltmacht<\/em> zu etablieren. Begleitet wurde das von innerdeutschen Ereignissen, die das Ausland mit bangen Blicken verfolgte.<a href=\"#_edn17\">[17]<\/a> Kaum hatte der V\u00f6lkerbund das Saarland an Deutschland zur\u00fcckgegeben, verk\u00fcndete der F\u00fchrer den Aufbau der Luftwaffe und die Einf\u00fchrung der allgemeinen Wehrpflicht,<a href=\"#_edn18\">[18]<\/a> beides eklatante Verst\u00f6\u00dfe gegen den Versailler Vertrag. Die K\u00fcndigung des Locarno-Paktes<a href=\"#_edn19\">[19]<\/a> begleitete der Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland. Diesem ersten milit\u00e4rgest\u00fctzten Vertragsbruch Hitler-Deutschlands folgte die feierliche R\u00fccknahme der deutschen Unterschrift<a href=\"#_edn20\">[20]<\/a> unter dem Versailler Vertrag. Kurz darauf holte der neue Oberbefehlshaber der Wehrmacht<a href=\"#_edn21\">[21]<\/a> mit ihr \u00d6sterreich heim ins Reich.<a href=\"#_edn22\">[22]<\/a> Im M\u00fcnchener Abkommen ertrotzte Hitler von England und Frankreich das Sudetenland.<a href=\"#_edn23\">[23]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S2_2-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"94\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Auf jeden Vertragsbruch folgten deutsche Friedensbeteuerungen,<a href=\"#_edn24\">[24]<\/a> die das Ausland beruhigen und die Volksgenossen von den friedlichen und gleichzeitig nur zu berechtigten Forderungen Hitlers \u00fcberzeugen sollten. Aber selbst das wurde nach der Annexion \u00d6sterreichs anders: Hitler gab <em>Eine letzte Warnung an die Tschechen<\/em> (13.9.38). Die war so deutlich, dass es dem franz\u00f6sischen Ministerrat <em>&nbsp;unm\u00f6glich [war], \u2026 den Sinn einer solchen Erkl\u00e4rung nicht zu verstehen<\/em>;<a href=\"#_edn25\">[25]<\/a> der hatte vor allem den Hitlersatz geh\u00f6rt, <em>dass, wenn die Sudetendeutschen nicht ihre Rechte und die Hilfe, auf die sie Anspruch haben k\u00f6nnen, erhalten, sie beides von uns erhalten werden<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Friedensrhetorik nicht zu fest in den K\u00f6pfen der Volksgenossen einzunisten, folgten den Friedensbeteuerungen sofort Drohgeb\u00e4rden.<a href=\"#_edn26\">[26]<\/a> Hitler wollte <em>die schimmernde Wehr<\/em> doch nur, um <em>die Achtung vor Deutschland<\/em> wieder herzustellen; <em>keinen Deutschen f\u00fcr einen neuen Krieg, aber f\u00fcr die Verteidigung des Vaterlandes das ganze Volk<\/em>.<a href=\"#_edn27\">[27]<\/a> <em>15 Jahre lang waren wir das willen- und hilflose Objekt einer internationalen Vergewaltigung<\/em>.<a href=\"#_edn28\">[28]<\/a> Damit war nun Schluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig fand eine Militarisierung der Zeitung in Wort und Bild statt. H\u00f6hepunkte im Zeitungs-Jahr waren die Reichsparteitage, verst\u00e4rkt um die Gautreffen, die auch im Ausland als viel beachtete Selbstdarstellungen des faschistischen Staates begriffen wurden. Ab 1936 fehlte das Milit\u00e4r bei keinem staatlichen Feiertag. <em>H\u00f6hepunkt und Schluss des Parteitages<\/em> (15.9.36) war <em>Der Tag der Wehrmacht<\/em> (15.9.36). Die BVZ k\u00e4mpfte den Ersten Weltkrieg erneut und korrigierte die Kriegsschuld des Deutschen Reichs, gratulierte jedem alten Milit\u00e4r zum Geburtstag oder beging seinen Todestag, berichtete von allen neuen Kriegsschiffen und gab dem gro\u00dfen Herbstman\u00f6ver nahezu unbeschr\u00e4nkten Raum. Artig bedankte sich der oberste Soldat, Generalfeldmarschall von Blomberg: <em>Ein guter Soldat muss auch ein guter Nationalsozialist sein<\/em> (17.11.36). Die Wehrmacht wurde auch durch die BVZ ein integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Alltags &#8211; und Hitler hatte erneut allen Grund, der Presse f\u00fcr ihre Arbeit zu danken;<a href=\"#_edn29\">[29]<\/a> er bescheinigte ihr <em>ein gewaltiges Instrument im Dienste der Selbstbehauptung unseres Volkes geworden<\/em> zu sein.<a href=\"#_edn30\">[30]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Abessinien<a href=\"#_edn31\">[31]<\/a> und Spanien<a href=\"#_edn32\">[32]<\/a> brachten ab 1936 den Krieg in die deutschen Wohnzimmer. Beide Kriege zeigten zudem, dass gut ger\u00fcstete Aggressoren alles durchsetzen konnten und, Vertrag hin oder her, nicht mit dem Eingreifen Dritter zu rechnen hatten. Der Abessinienkrieg deckte au\u00dferdem auf, dass Frankreich und England sich nicht einmal auf wirksame Sanktionen unterhalb eines kriegerischen Eingreifens verst\u00e4ndigen konnten, etwa auf ein \u00d6lembargo gegen Italien. Er hatte gezeigt, dass der V\u00f6lkerbund einem Mitglied nicht gegen einen Aggressor helfen konnte \u2013 der V\u00f6lkerbund war am Ende; und alle kleineren europ\u00e4ischen Staaten mussten sich \u00fcberlegen, mit wem sie sich gut stellen sollten. Dar\u00fcber hinaus schmiedete der Krieg die <em>Achse Berlin-Rom<\/em><a href=\"#_edn33\">[33]<\/a> und machte die Mittelm\u00e4chte unangreifbar und unbesiegbar. Hitler musste dazu lediglich das italienische <em>Kaiserreich \u00c4thiopien<\/em> anerkennen.<a href=\"#_edn34\">[34]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der spanische B\u00fcrgerkrieg war der Krieg <em>Sowjetspaniens<\/em> gegen das heldenhafte <em>Nationalspanien<\/em>, der den Deutschen das Untermenschentum des republikanischen, gew\u00e4hlten <em>Rotspanien<\/em> in unz\u00e4hligen Gr\u00e4ueln<a href=\"#_edn35\">[35]<\/a> unterbreitete und so nicht nur \u00fcberdeutlich die Berechtigung der Warnungen vor dem Bolschewismus bewies, sondern auch das Gl\u00fcck der Volksgenossen untermauerte, durch Hitlers Weitsicht vor einem \u00e4hnlichen Schicksal bewahrt worden zu sein. Es zeigte den Deutschen au\u00dferdem, dass Hitler international an einer Friedensordnung f\u00fcr Spanien mitarbeitete; 1939 deckte Hitler dann selbst auf, welch hinterh\u00e4ltig-b\u00f6ses Spiel er dabei gespielt hatte.<a href=\"#_edn36\">[36]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Als Deutschland die R\u00fcckkehr nach Genf ausschloss,<a href=\"#_edn37\">[37]<\/a> reagierte das Ausland mit Anschuldigungen,<a href=\"#_edn38\">[38]<\/a> Aufr\u00fcstung<a href=\"#_edn39\">[39]<\/a> und neuen B\u00fcndnissen,<a href=\"#_edn40\">[40]<\/a> lie\u00df aber die Hoffnung auf neue Vertr\u00e4ge mit Deutschland nicht v\u00f6llig fallen. Insbesondere England kam Hitler bis zur Schmerzgrenze entgegen (Appeasement-Politik). Nach der Annexion \u00d6sterreichs erkl\u00e4rte Chamberlain vor dem Unterhaus, <em>dass nichts diese Handlung Deutschlands aufgehalten haben w\u00fcrde, es sei denn, dass wir und andere bereit gewesen w\u00e4ren, Gewalt anzuwenden, um sie zu verhindern<\/em>.<a href=\"#_edn41\">[41]<\/a> Kurz darauf jedoch merkte er <em>\u2026 \u00fcber die britische Au\u00dfenpolitik <\/em>&nbsp;(25.3.38) vorsorglich an, <em>dass wir durch gewisse Verpflichtungen gebunden [sind], die uns unter Umst\u00e4nden die Notwendigkeit zum K\u00e4mpfen auferlegen<\/em>.<a href=\"#_edn42\">[42]<\/a> Und schon bald machte er <em>V\u00f6llig unbegr\u00fcndete Ger\u00fcchte<\/em> (26.8.38) zur Gewissheit:<a href=\"#_edn43\">[43]<\/a> <em>Gro\u00dfbritannien werde unzweifelhaft eingreifen, falls Frankreich \u2026 [wegen der Tschechoslowakei] in einen Krieg verwickelt w\u00fcrde<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich befand sich die britische Regierung in einem \u00fcblen Dilemma: Ohne Deutschland gab es keine Friedensordnung in Europa, aber Deutschland war an ihr nicht interessiert. Sie wusste, dass Hitler Vertr\u00e4ge nur so lange hielt, wie es ihm zupass kam;<a href=\"#_edn44\">[44]<\/a> dass seine Politik ideologisch gesteuert war,<a href=\"#_edn45\">[45]<\/a> und er eine <em>wieder auf eine starke Wehrmacht gest\u00fctzte Au\u00dfenpolitik<\/em> betrieb;<a href=\"#_edn46\">[46]<\/a> sie durchschaute seine Friedensrhetorik und hielt ihr entgegen, dass nicht <em>Reden heilen<\/em> k\u00f6nnen, sondern nur der <em>unmissverst\u00e4ndliche Wille zur Zusammenarbeit<\/em>;<a href=\"#_edn47\">[47]<\/a> sie beklagte die Wirkung der deutschen Vertragsbr\u00fcche <em>auf die Regierung und die britische \u00f6ffentliche Meinung<\/em> und sah das <em>Vertrauen in jede Verpflichtung ersch\u00fcttert, die von der deutschen Regierung vielleicht in Zukunft \u00fcbernommen werden wird<\/em>.<a href=\"#_edn48\">[48]<\/a> Sie erkannte auch sofort den Vierjahresplan von 1936 als ein grandioses Aufr\u00fcstungsprogramm,<a href=\"#_edn49\">[49]<\/a> das Wirtschaft, Wehrmacht und Volksgemeinschaft zur Totalmobilisierung trieb.<a href=\"#_edn50\">[50]<\/a> Was aber sollte sie tun, wenn sie nicht die Konsequenz ziehen wollte, die der belgische Ministerpr\u00e4sident bereits 1934 formulierte, als er <em>Gegen die Illusionen der Sieger von 1919<\/em> (7.3.34) die Realit\u00e4t setzte: Ein <em>Pr\u00e4ventivkrieg ist Wahnsinn und Verbrechen, [obwohl] \u2026 einziges Mittel, die Wiederaufr\u00fcstung Deutschlands zu verhindern<\/em>?<\/p>\n\n\n\n<p>Opposition und Presse hatten es da leichter. Sie konnten <em>den F\u00fchrer Gro\u00dfdeutschlands mit nicht wiederzugebenden Worten schm\u00e4hen<\/em><a href=\"#_edn51\">[51]<\/a> und <em>Deutschland \u2026 mit einer wahren Schmutzflut von Verleumdungen [\u00fcbergie\u00dfen]<\/em>;<a href=\"#_edn52\">[52]<\/a> sie behaupteten, dass es <em>nun keinen Frieden in der Welt mehr g\u00e4be<\/em>,<a href=\"#_edn53\">[53]<\/a> warfen ihrer Regierung schon vor der Hitlerschen Annexion \u00d6sterreichs vor, <em>die Sache des Friedens und der Sicherheit verraten<\/em> zu haben,<a href=\"#_edn54\">[54]<\/a> und fassten die Vereinbarung von M\u00fcnchen als <em>gr\u00f6\u00dfte Niederlage<\/em> ihrer Regierung auf.&nbsp; Deren Erkl\u00e4rung, Deutschland und Italien w\u00e4ren Garantiem\u00e4chte f\u00fcr die neuen tschechoslowakischen Grenzen, quittierten sie im Unterhaus mit h\u00f6hnischem Gel\u00e4chter.<\/p>\n\n\n\n<p>Und obwohl Frankreich Deutschland fundamental misstraute, bekannte sich auch Daladier&nbsp; zum M\u00fcnchener Abkommen, wenngleich er als dessen Begr\u00fcndung mitteilte, es h\u00e4tte nur die M\u00f6glichkeit <em>eines bewaffneten Konflikts<\/em> bestanden, der <em>die Vernichtung der Tschecho-Slowakei zur schnellen Folge gehabt h\u00e4tte<\/em>, oder das Sudetenland her zu gegeben.<a href=\"#_edn55\">[55]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Westm\u00e4chte hatten in M\u00fcnchen alle ihre politischen Grunds\u00e4tze verraten; Daladier und Chamberlain wussten das nur zu gut. Darum war M\u00fcnchen das letzte Zugest\u00e4ndnis, das sie den Erpressungen Hitler-Deutschlands zu machen bereit waren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Dank des F\u00fchrers an die Deutsche Presse<\/em> (11.11.38) f\u00fcr den <em>Kampf um das Lebensrecht des deutschen Volkes [und die] innere Geschlossenheit der deutschen Nation<\/em> war nur zu verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S4_1.jpg\" alt=\"\" width=\"53\" height=\"32\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das Jahr, in dem Nazideutschland den Zweiten Weltkrieg vom Zaune brach, begann mit einer Rede,<a href=\"#_edn56\">[56]<\/a> die so martialisch war, dass selbst die BVZ nur den Untertitel fand, <em>Deutschlands Kampf um seine Lebensrechte<\/em>; sie war aber nur ein Vorgeschmack. Hitler schilderte, wie er die milit\u00e4rische \u00dcbernahme \u00d6sterreichs und des Sudetenlandes<a href=\"#_edn57\">[57]<\/a> befohlen und durchgef\u00fchrt hatte und versprach, <em>auch in Zukunft \u2026 bei nur uns angehenden Angelegenheiten<\/em> genau so vorzugehen. Ausdr\u00fccklich stellte er seine Politik <em>f\u00fcr alle Zukunft auf die Waffen [ab], die wir schmieden<\/em>. Die Idee von der Rassezusammenf\u00fchrung wurde erweitert durch die der Interessengebiete.<a href=\"#_edn58\">[58]<\/a> Dennoch waren Behauptungen \u00fcber <em>Angriffsabsichten unseres Volkes auf fremde V\u00f6lker \u2026 L\u00fcgen<\/em>, die vor allem das <em>internationale Judentum<\/em> ausstreute. <em>Wenn es [allerdings] dem internationalen Finanzjudentum \u2026 gelingen sollte, die V\u00f6lker noch einmal in einen Weltkrieg zu st\u00fcrzen<\/em>, versprach Hitler <em>die Vernichtung der j\u00fcdischen Rasse in Europa<\/em>. Trotzdem bekundete Hitler, er <em>glaube an einen langen Frieden!<\/em> G\u00f6ring fasste die Lage zusammen: <em>Das deutsche Schwert und das kriegsl\u00fcsterne Ausland<\/em> (2.3.).<\/p>\n\n\n\n<p>Der endg\u00fcltigen Zerschlagung der Tschechoslowakei war ein <em>Gef\u00e4hrliches tschechisches Spiel mit dem Feuer<\/em> (11.3.) vorausgegangen. Als dann auch noch der <em>Tschechisch-kommunistische Mob regierte<\/em> (15.3.), so dass <em>Das Leben jedes Deutschen in Gefahr!<\/em> (15.3.) war, legte der tschechoslowakischen Staatspr\u00e4sidenten das <em>Schicksal des tschechischen Volkes und Landes vertrauensvoll in die H\u00e4nde des F\u00fchrers des Deutschen Reiches<\/em>.<a href=\"#_edn59\">[59]<\/a> Und die BVZ wusste auch <em>Die Slowakei unter dem Schutze des Gro\u00dfdeutschen Reiches<\/em> (17.3). Von den <em>gewerbsm\u00e4\u00dfigen V\u00f6lkerverhetzern in der internationalen deutsch-feindlichen L\u00fcgenpresse [abgesehen, lie\u00df sich] keine Stimme von Rang vernehmen \u2026, die auch nur die Absicht verr\u00e4t, irgendwie noch Einspruch zu erheben<\/em>. Immerhin aber verriet Goebbels, dass <em>hier Geschichte gemacht worden ist, \u2026 die die M\u00f6glichkeit zu Krieg und Frieden in sich schloss<\/em>. Nat\u00fcrlich war es nur <em>der Klarheit, dem Mut und der K\u00fchnheit des F\u00fchrers zu verdanken<\/em>, dass es nicht zum Krieg gekommen war.<a href=\"#_edn60\">[60]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die <em>Heimkehr des Memellandes<\/em> (23.3.)<a href=\"#_edn61\">[61]<\/a> wurde durch die <em>freie Vereinbarung zwischen Berlin und Kowno<\/em> erreicht. Zwar glaubte niemand an eine freiwillige <em>Heimkehr<\/em>,<a href=\"#_edn62\">[62]<\/a> dennoch stimmten England und Frankreich der <em>Heimkehr<\/em> stillschweigend zu, w\u00e4hrend ihre Presse nicht so zur\u00fcckhaltend schrieb.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der F\u00fchrer rechnet mit den Auslandshetzern ab<\/em> (3.4.) war die Antwort auf die ausl\u00e4ndischen Reaktionen. Im Hintergrund das Schlachtschiff <em>Tirpitz<\/em>, arbeitete er <em>den gr\u00f6\u00dften Wortbruch der Weltgeschichte<\/em> auf, und meinte damit den Ausgang des Ersten Weltkrieges. Dessen Ergebnisse durch <em>freim\u00fctige Besprechungen und Verhandlungen zu l\u00f6sen<\/em>, lehnte er ab, weil dazu <em>vor unserer Zeit 15 Jahre lang Gelegenheit<\/em> gewesen war. Mitsprache der europ\u00e4ischen Nachbarn \u00fcber <em>deutschen Lebensraum<\/em>, den er nat\u00fcrlich allein definierte, lehnte er ab. Die Tschechoslowakei z. B. war <em>seit einem Jahrtausend \u2026Lebensraum des deutschen Volkes<\/em> gewesen. Da sie au\u00dferdem ein <em>Instrument \u2026 war, im Krieg wirksam zu werden gegen Deutschland<\/em>, hatte er dort das <em>alte deutsche Recht wieder durchgesetzt<\/em> und damit <em>dem Frieden einen gro\u00dfen Dienst erwiesen<\/em>. Und den Demokratien schrieb er ins Stammbuch und meinte das durchaus mit Blick in die Zukunft: <em>Das Deutsche Reich \u2026 [ist] nicht gewillt, Lebensinteressen preiszugeben [oder] \u2026 aufsteigenden Gefahren tatenlos gegen\u00fcber zu stehen!<\/em> Denn <em>wer Macht nicht besitzt, verliert das Recht zum Leben!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am Vorabend zu seinem Geburtstag war <em>Adolf Hitler der Garant der neuen Ordnung in Europa<\/em> (20.4.)<a href=\"#_edn63\">[63]<\/a>, die nicht <em>den Frieden fader, Moral triefender Theorie<\/em> suchte, sondern den <em>der h\u00f6heren, instinktsicheren Einsicht, \u2026 dass nur die Macht einem Volke die M\u00f6glichkeit gibt, f\u00e4llig werdende Probleme einer endg\u00fcltigen L\u00f6sung zuzuf\u00fchren. \u2026 Das Reich steht im Schatten des Schwertes, \u2026 die nationale Sicherheit \u2026 [ist] durch die deutsche Wehrmacht garantiert<\/em>, dieser <em>ungeheuren milit\u00e4rischen Macht<\/em>.<a href=\"#_edn64\">[64]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kurz darauf war <em>Des F\u00fchrers Antwort an die Welt<\/em> (29.4.) <em>dem deutschen Volke aus dem Herzen gesprochen<\/em><a href=\"#_edn65\">[65]<\/a> und begann mit <em>dem\u00fctigem Dank der Vorsehung gegen\u00fcber<\/em>, die ihn hatte die Wege finden lassen, <em>mein deutsches Volk aus seiner Niederlage zu erheben und es aus den Fesseln des schandvollsten Diktats aller Zeiten zu l\u00f6sen, \u2026 [von] satanischer Bosheit oder menschlicher Unvernunft, \u2026 [von einer] Schar d\u00fcmmster \u2026 demokratischer Friedensdiktatoren, \u2026 [von] Versailler Verbrechern, \u2026 [von] Versailler demokratischen V\u00f6lkervergewaltigern<\/em> erdacht. Der Versailler Vertrag musste einfach revidiert werden, das hatte Hitler <em>[immer] in freim\u00fctiger Weise \u2026 offen ausgesprochen<\/em>.<a href=\"#_edn66\">[66]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Mai forderte Hitler, dass <em>wir entweder gemeinsam unseren Lebenskampf beginnen oder alle zusammen zugrunde gehen<\/em>.<a href=\"#_edn67\">[67]<\/a> In dieser Hinsicht blickte er ganz zuversichtlich in die <em>deutsche Zukunft<\/em>, denn <em>daf\u00fcr, dass unser Volk richtig erzogen wird, b\u00fcrgt meine Bewegung!<\/em>; <em>dass es tapfer verteidigt wird, [daf\u00fcr] b\u00fcrgt mir die deutsche Wehrmacht<\/em>. Kurz darauf wusste Goebbels: <em>Wir sind die Pioniere eines besseren Friedens<\/em> (21.5.) und fest <em>entschlossen, unser Recht als Weltmacht von Rang geltend zu machen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15.5. versprach die BVZ ihren Lesern absolute Sicherheit vor kriegerischen \u00dcberf\u00e4llen mit dem Bericht \u00fcber ein <em>gepanzertes Land<\/em>.<a href=\"#_edn68\">[68]<\/a> Kurz darauf war Deutschland <em>Vor jedem Luftangriff gesch\u00fctzt<\/em> (19.5.). Auch <em>Der F\u00fchrer im Kreis von Partei und Wehrmacht<\/em> (19.5.) glaubte <em>an die Un\u00fcberwindlichkeit des Reiches<\/em>. <em>Wir sind die st\u00e4rkste Milit\u00e4rmacht der Welt, und die Achse, die Rom und Berlin miteinander verbindet, ist unzerbrechlich geworden<\/em>.<a href=\"#_edn69\">[69]<\/a> Und bald schon besa\u00df die BVZ die Gewissheit, <em>dass wir unbesiegbar sind und bleiben werden<\/em>.&nbsp; Geliefert hatte den Beweis die zuerst verleugnete, dann verschwiegene <em>Legion Condor<\/em> im spanischen B\u00fcrgerkrieg:<a href=\"#_edn70\">[70]<\/a> <em>Euer Kampf war ein Kampf f\u00fcr Deutschland<\/em> (7.6.) \u2013 <em>ich [= der F\u00fchrer] bin so stolz auf Euch<\/em>, zumal es <em>f\u00fcr uns schmerzlich war, durch Jahre hindurch \u00fcber Euren Kampf schweigen zu m\u00fcssen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Den 2. August machte <em>der F\u00fchrer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht \u2026 zum Feiertag der Wehrmacht<\/em>, weil 25 Jahre zuvor der Erste Weltkrieg begonnen hatte. Die drei Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile Heer, Marine und Luftwaffe gaben, diesen Tag zu w\u00fcrdigen, Tagesbefehle heraus, die ihre Truppen zu <em>Entschlossenheit, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit wie 1914<\/em> (3.8.) aufriefen \u2013 in ihrer Tendenz einer Mobilmachung nicht un\u00e4hnlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die britische Beistandszusage<a href=\"#_edn71\">[71]<\/a> zu einer <em>gegenseitigen \u2026 Garantie<\/em> mit Polen auszuweiten,<a href=\"#_edn72\">[72]<\/a> machte <em>den deutsch-englische Flottenvertrag hinf\u00e4llig<\/em>. Hinf\u00e4llig war damit auch der deutsch-polnische Freundschaftsvertrag (von 1934); und sein Angebot zu Danzig konnte Hitler nicht l\u00e4nger aufrechterhalten, zumal in seiner Einsch\u00e4tzung der von Versailles eingerichtete Korridor <em>mit Absicht dem deutschen Volk die schwerste Wunde zugef\u00fcgt<\/em> hatte.<a href=\"#_edn73\">[73]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S6_1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"128\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Mit dem <em>Nichtangriffspakt Deutschland \u2013 Sowjetunion<\/em> (22.8.) hatte Hitler einen m\u00f6glichen und gef\u00fcrchteten Zweifronten-Krieg abgewendet, w\u00e4hnte er sich unbesiegbar &#8211; der Krieg konnte beginnen. Am 1.9. schoss Hitlerdeutschland <em>zur\u00fcck<\/em> und \u00fcberrannte Polen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Westm\u00e4chte waren vom Hitler-Stalin-Pakt v\u00f6llig \u00fcberrascht worden. Hitler-Deutschland konnte die Verbindung mit der <em>j\u00fcdisch-bolschewistischen Pest<\/em> noch weniger begreifen. Erst als Russland nicht gegen den deutschen \u00dcberfall auf Polen aufbegehrte; erst als die deutsche Presse das Eingreifen der Sowjets in Polen nicht voll Sorgen betrachtete, sondern freudig begr\u00fc\u00dfte;<a href=\"#_edn74\">[74]<\/a> erst als kurz darauf der Plan bekannt gegeben wurde, Polen einvernehmlich zwischen Deutschland und Russland aufzuteilen,<a href=\"#_edn75\">[75]<\/a> musste es jedem d\u00e4mmern, dass zwischen dem&nbsp; Vertrag vom 21.8. und dem Kriegsbeginn vom 1.9. ein ganz enger Zusammenhang bestehen w\u00fcrde.<a href=\"#_edn76\">[76]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es hatte nicht an Versuchen der Westm\u00e4chte gefehlt, den Krieg, den Hitler unbedingt wollte, zu verhindern. Als am 15.3.39 Hitler das Protektorat <em>B\u00f6hmen und M\u00e4hren<\/em> erzwungen hatte, leitete Chamberlain <em>eine neue Epoche in der britischen Au\u00dfenpolitik<\/em> ein. Mit dem M\u00fcnchener Abkommen habe Hitler ihm versichert, <em>Deutschland habe nur beschr\u00e4nkte Ziele<\/em>, w\u00fcrde nur versuchen, <em>V\u00f6lker deutscher Rasse, die an den Grenzen wohnten, sich einzugliedern<\/em>. Deutschland habe diese Zusage gebrochen und damit <em>das Vertrauen in der Welt \u2026 v\u00f6llig zerst\u00f6rt<\/em>.<a href=\"#_edn77\">[77]<\/a> <em>Gro\u00dfbritannien \u00fcbernehme nunmehr besondere Verpflichtungen<\/em>. Nach dem Einmarsch Italiens in Albanien versprach England, Rum\u00e4nien und Griechenland bei Angriffen zur Hilfe zu kommen.<a href=\"#_edn78\">[78]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Situation Danzigs zu ver\u00e4ndern und dabei die Unabh\u00e4ngigkeit Polens zu bedrohen, w\u00fcrde <em>unvermeidlich einen allgemeinen Konflikt beginnen lassen<\/em>.<a href=\"#_edn79\">[79]<\/a> <em>England m\u00fcsse dem Versuch Widerstand entgegensetzen, sich eine allgemeine Herrschaft durch Gewalt zu sichern<\/em>.<a href=\"#_edn80\">[80]<\/a> Bei friedlichen Absichten versprach der Premier Deutschland <em>gro\u00dfe Aussichten f\u00fcr die Expansion der deutschen Industrie und Arbeit f\u00fcr den deutschen Arbeiter<\/em>;<a href=\"#_edn81\">[81]<\/a> er bestand aber im Unterhaus auf Danzigs Status quo, wenngleich er ihn <em>verbesserungsf\u00e4hig<\/em> nannte.<a href=\"#_edn82\">[82]<\/a>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So waren die Positionen festgelegt, als <em>Der britische Botschafter vom F\u00fchrer empfangen<\/em> (24.8.) wurde: England und mit ihm Frankreich wollten keine gewaltsamen \u00c4nderungen mehr in Europa durch Deutschland hinnehmen \u2013 Hitler aber ignorierte alle Warnungen. Ihn konnte nichts von dem \u00dcberfall auf Polen abhalten. Dennoch versuchte es das Ausland. In einem <em>Briefwechsel zwischen Daladier und Adolf Hitler<\/em> (29.8.) appellierte Daladier von Frontk\u00e4mpfer zu Frontk\u00e4mpfer; mit einem offenen Brief versuchten es die \u201eFriedensschalmeien des Kriegshetzers Roosevelt\u201c (17.4.). Selbst Italien wollte den Krieg verhindern: <em>Graf Ciano zweimal beim F\u00fchrer<\/em> (14.8.). Es war zu sp\u00e4t; Hitler hatte sich zum Krieg entschlossen. Die Mobilisierung der Volksgenossen zum Krieg hatte schon im Fr\u00fchjahr begonnen<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nach der Annexion von B\u00f6hmen und M\u00e4hren meldeten ausl\u00e4ndische Zeitungen<a href=\"#_edn83\">[83]<\/a> <em>deutsche Truppenzusammenziehungen an der polnischen Grenze<\/em> und damit gegen Polen <em>Forderungen \u2026, die sich auf die Androhung von Gewaltanwendung st\u00fctzten<\/em>. Nat\u00fcrlich diente diese Meldung der <em>antideutschen Politik Englands<\/em>. Tats\u00e4chlich war es geradezu umgekehrt: wieder <em>Deutschfeindliche Ausschreitungen an der polnisch Danziger Grenze<\/em> (13.4). Seit Mai mehrten sich dann <em>Anzeichen polnischer Wahnsinnspolitik<\/em> (3.5.); angestachelt durch britische Zeitungen. Das war <em>Das Spiel mit dem Feuer<\/em> (4.5.), das noch angeheizt wurde durch <em>Ausbr\u00fcche blinden Hasses in Oberschlesien<\/em> (5.5.). All das zeigte, dass die <em>polnische \u00d6ffentlichkeit \u2026 den Boden der Realit\u00e4t v\u00f6llig verlassen [habe], weil sie sich durch England gedeckt<\/em> f\u00fchlte.<a href=\"#_edn84\">[84]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die deutsche Presse die Anweisung aus dem Propagandaministerium hatte, <em>so wie in den letzten Monaten eiserne Zur\u00fcckhaltung [zu] \u00fcben<\/em>,<a href=\"#_edn85\">[85]<\/a> fanden die BVZ-Leser im Mai leicht 55 Artikel \u00fcber die <em>polnische Wahnsinnspolitik<\/em>; \u00e4hnlich viele und von gleicher, fehlender Seriosit\u00e4t im Juni. Im Juli gab es etwa 74 Meldungen \u00fcber Polen, deren Bedeutung noch dadurch aufgewertet wurde, dass sie zunehmend auf der ersten Seite zu finden waren. Immer noch aber hatte die Presse die Instruktion, nicht den Eindruck zu erwecken, <em>als st\u00fcnden wir schon kurz vor entscheidenden Ereignissen<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im August beherrschte die publizistische Vorbereitung des bevorstehenden Kriegs gegen Polen<a href=\"#_edn86\">[86]<\/a> die politischen Seiten der BVZ. <em>Polonisierung mit Gewalt und Erpressung<\/em> (2.8.) raubte <em>systematisch<\/em> deutschen Besitz. <em>F\u00fcr einen Polen zehn Deutsche<\/em> (3.8.) zeigte den <em>polnischen Gr\u00f6\u00dfenwahn und den hemmungslosen Ausrottungsfeldzug gegen das Deutschtum<\/em>. <em>Ersch\u00fctternde Beispiele polnischer Brutalit\u00e4t<\/em> (13.8.) listeten <em>204 \u00dcberf\u00e4lle auf Volksdeutsche \u2026 in [nur] f\u00fcnf Wochen<\/em> auf und machten so klar, dass <em>der Krieg, vor dem die Demokratien zittern, bereits angefangen hat durch die Entfesselung der Deutschenverfolgung in Polen<\/em>, die \u00fcbrigens nur durch <em>die R\u00fcckenst\u00e4rkung durch England und Frankreich<\/em> ausbrechen konnte. Grundlose <em>Massenverhaftungen in Ostoberschlesien<\/em> (17.8.) hatten <em>schon 1000 Deutsche ins Gef\u00e4ngnis<\/em> gebracht. <em>Auch Frauen und M\u00e4dchen werden nicht geschont<\/em> (19.8.). Wegen <em>Des himmelschreienden Polenterrors gegen die Volksdeutschen<\/em> (18.8.) spielten sich an der Grenze inzwischen <em>Furchtbare Fl\u00fcchtlingsschicksale<\/em> (21.8) ab. <em>Euch stechen wir die Augen aus<\/em> (24.8.), dazu <em>organisierte Brandstiftungen und \u00dcberf\u00e4lle<\/em>. Allein am 26.8. fanden die BVZ-Leser 12 Meldungen \u00fcber Polenverbrechen in ihrer Zeitung, die von <em>Polnischen Gewehrsalven auf Gefangene<\/em> (26.8.) bis hin zu <em>Ungeheuerlicher polnischer Massenmord<\/em> (26.8.) reichte; zwischendurch wurde mal schnell ein <em>Volksdeutscher zu Tode gemartert<\/em> (26.8.). Die polnischen Untaten steigerten sich dann zum <em>Grauenhaften polnischen Mordterror im Korridor<\/em> (29.8.). Schlie\u00dflich tat sich sogar die H\u00f6lle auf: <em>Das ist die H\u00f6lle!<\/em> (31.8.); und die BVZ meldete <em>66 Todesopfer des Polenterrors seit Mai 1939<\/em> (1.9.).<a href=\"#_edn87\">[87]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Im britischen Unterhaus r\u00fcgte Chamberlain die deutsche Regierung, weil sie die polnische Regierung und ihre Politik <em>wegen der angeblichen (!!) Misshandlungen von Deutschen<\/em> angegangen, obwohl das <em>eine deutsche Kampagne \u00e4hnlich der [in der] Sudetenkrise (!)<\/em> gewesen sei, w\u00e4hrend <em>Polen gro\u00dfe Ruhe und Selbstbeherrschung gezeigt<\/em> habe.<a href=\"#_edn88\">[88]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hitlers Krieg begann, als polnische Freisch\u00e4rler den deutschen Sender Gleiwitz besetzten;<a href=\"#_edn89\">[89]<\/a>&nbsp; das Ma\u00df war voll. Hitler schlug zur\u00fcck, <em>und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!<\/em>.<a href=\"#_edn90\">[90]<\/a> <em>Die Wehrmacht hat den aktiven Schutz des deutschen Volkes \u00fcbernommen<\/em> (2.9.). Auch die Bottroper Bev\u00f6lkerung hatte <em>es satt, sich von Polen weiter schikanieren und ankl\u00e4ffen zu lassen<\/em> und stand <em>aufrecht und stark in kritischen Stunden <\/em>(2.9.) hinter dem F\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>England verlangte ultimativ den R\u00fcckzug der deutschen Truppen aus Polen; da der nicht erfolgte, sah es sich ab dem 3.9. im Kriegszustand mit Deutschland. Frankreich schloss sich an.<a href=\"#_edn91\">[91]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Polen hatte gegen die deutsche Wehrmacht keine Verteidigungschance, zumal England und Frankreich ihm nicht zur Hilfe kamen. Die polnische Luftwaffe wurde schon in den ersten Tagen zerst\u00f6rt.<a href=\"#_edn92\">[92]<\/a> Wie \u00fcber Wilun, das Hitlers Flieger bereits am 1.9. vor Tagesanbruch fl\u00e4chendeckend bombardierten, hatten sie auch \u00fcber Warschau die Lufthoheit. Bahnh\u00f6fe und Br\u00fccken in Warschau standen sogleich in Flammen.<a href=\"#_edn93\">[93]<\/a> Bald wurde Warschau von zur\u00fcckflutenden polnischen Truppen \u00fcberschwemmt; Ausfallstra\u00dfen, Bahnlinien und Br\u00fccken waren zerst\u00f6rt: Warschau war eingeschlossen &#8211; die <em>Entscheidungsschlacht unter den Augen des F\u00fchrers<\/em> (12.9. und 26.9.) konnte beginnen. <em>Polen organisiert Mordbrenner<\/em> (13.9.) war eine Gegenma\u00dfnahme auf Warschauer Seite, eine andere die Aufforderung zum Franktireur- und Bandenkrieg.<a href=\"#_edn94\">[94]<\/a> Deshalb gab das OKW bekannt, dass <em>die deutsche Wehrmacht von jetzt ab mit allen ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln den Widerstand in solchen Orten brechen<\/em> werde.<a href=\"#_edn95\">[95]<\/a> Als Chamberlain das im Unterhaus als Freigabe der Bombardierung auf zivile Ziele deutete, betrieb er nat\u00fcrlich <em>niedertr\u00e4chtige Greuelhetze<\/em>.<a href=\"#_edn96\">[96]<\/a> <em>Das deutsche Ultimatum zur \u00dcbergabe Warschaus<\/em> (18.9.) l\u00e4utete den letzten Akt ein. <em>Deutschland wollte die Zivilbev\u00f6lkerung Warschaus schonen<\/em> (27.9.), aber <em>grausame Gewalthaber wollten es anders<\/em>. Darum zerschossen und zerbombten <em>deutsche Artillerie, darunter Eisenbahngesch\u00fctze und Belagerungsm\u00f6rser,<\/em> und <em>zwei deutsche Luftflotten<\/em> tagelang Polens Hauptstadt:<a href=\"#_edn97\">[97]<\/a> <em>Warschau kapitulierte bedingungslos<\/em> (28.9.) unter <em>der Wucht des deutschen Angriffs<\/em>. Die Kirchen Deutschlands stimmten ein siebent\u00e4giges mitt\u00e4gliches <em>Glockenl\u00e4uten zum Gedenken an den Sieg<\/em> (3.10.) an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Entartung des Krieges<\/em> (12.9.) brachte mit den Soldaten <em>Polizei-Bataillone<\/em> nach Polen, wo sie den Kampf <em>schnell und wenn n\u00f6tig r\u00fccksichtslos zu Ende zu f\u00fchren<\/em>, <em>aufzur\u00e4umen<\/em>, <em>unsch\u00e4dlich zu machen<\/em> hatten. Es waren <em>Formationen der Ordnungspolizei<\/em>, <em>Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei<\/em> und <em>Formationen der SS<\/em>, die den <em>einzelnen Armeeoberkommandos unterstellt<\/em> &#8211; <em>Sonderbefehlshaber der Polizei beim Armeeoberkommando<\/em> war immer ein <em>H\u00f6herer SS-F\u00fchrer<\/em> &#8211; waren, und die gegen \u201a<em>Hy\u00e4nen des Schlachtfeldes\u2019, desertierte polnische Soldaten in Zivilkleidung, aber auch Zivilisten, vom polnischen Milit\u00e4r bewaffnet<\/em>, vorgingen. <em>Mancher Mordbandit, der das Leben von Volksdeutschen auf dem Gewissen hat, erfuhr so sein wohlverdientes Schicksal<\/em>. In <em>erfolgreichen Gro\u00dfrazzien ist es gelungen, die polnischen Henkersknechte \u2026 und Mordbestien aufzusp\u00fcren und ihnen den Prozess zu machen<\/em>. Die Banden, gegen die diese <em>Polizei-Bataillone<\/em> k\u00e4mpften, waren oftmals <em>stark mit Juden durchsetzt<\/em>. <em>Die sicherheitspolitischen Einsatzkommandos<\/em> hatten <em>eine umfassende Bek\u00e4mpfung aller reichs- und deutschenfeindlichen Elemente<\/em> durchzuf\u00fchren \u2013 einschlie\u00dflich des <em>polnischen Judentums<\/em>.<a href=\"#_edn98\">[98]<\/a> Durch die <em>Polizei-Bataillone<\/em> aber bestand die Gewissheit, <em>bald wird man<\/em> <em>diesem alten deutschen Kulturland nicht mehr ansehen k\u00f6nnen, dass es \u2026 [von einem] in der Weltgeschichte einzig dastehenden Vernichtungsfeldzuges heimgesucht wurde<\/em>.<a href=\"#_edn99\">[99]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg \u00e4nderte auch in Deutschland die Lebenssituation deutlich. Die <em>Kriegswirtschaftsverordnung<\/em><a href=\"#_edn100\">[100]<\/a> legte jedem Volksgenossen die <em>notwendigen Einschr\u00e4nkungen in der Lebensf\u00fchrung und Lebenshaltung<\/em> auf. Vorsorglich und <em>nicht [als] Notma\u00dfnahme<\/em> f\u00fchrte Deutschland<a href=\"#_edn101\">[101]<\/a> die <em>Bezugscheinpflicht f\u00fcr lebensnotwendige Verbrauchsg\u00fcter<\/em> (28.8.) ein. <em>Lebensmittel,<\/em><a href=\"#_edn102\">[102]<\/a><em> Seife und Hausbrandkohle<\/em> konnten jetzt nur noch gegen beh\u00f6rdliche Bezugscheine gekauft werden \u2013 sp\u00e4ter sogar Bekleidung. <em>Unumg\u00e4nglich [waren auch] Anpassungen der Vorschriften auf dem Gebiet des Arbeitsrechtes, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbedingungen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S8_1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"329\" height=\"123\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Mit dem Krieg h\u00e4uften sich sprunghaft Berichte der Art, <em>Volkssch\u00e4dling hingerichtet<\/em> (28.10.).&nbsp; <em>Volkssch\u00e4dlinge<\/em> legten Feuer, verrieten Milit\u00e4rgeheimnisse, leisteten t\u00e4tlichen Widerstand, pl\u00fcnderten, raubten, hetzten in Flugbl\u00e4ttern, st\u00f6rten den Betriebsfrieden, betrogen mit Lebensmittelkarten. Viele dieser \u00fcblen Subjekte nutzten bei ihren Schandtaten die Verdunkelung aus oder vergingen sich an Angeh\u00f6rigen von Soldaten. <em>Der Kampf um das Lebensrecht des deutschen Volkes st\u00f6rte diese Halunken absolut nicht<\/em>. Sie alle b\u00fc\u00dften mit ihrem sch\u00e4bigen Leben. Der <em>Versch\u00e4rfte Kampf gegen Gewaltverbrecher<\/em> (12.12.) ging sogar so weit, dass bereits der Versuch einer Straftat, die, ausgef\u00fchrt, mit dem Tode bestraft wird, zum Todesurteil f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Abh\u00f6ren ausl\u00e4ndischer Sender ist verboten<\/em> (3.9.) weil <em>jedes Wort, das der Gegner her\u00fcber sendet, \u2026 selbstverst\u00e4ndlich verlogen und dazu bestimmt [ist], dem deutschen Volke Schaden zuzuf\u00fcgen, [indem es] \u2026 seelisch beeinflusst und zerm\u00fcrbt<\/em> werden soll. <em>Wer dieser nationalen Pflicht nicht Rechnung tr\u00e4gt, st\u00e4rkt die Front der Gegner und wird als Hochverr\u00e4ter bestraft<\/em>. F\u00fcr den Deutschen gelte <em>nur das Wort des F\u00fchrers und die Erf\u00fcllung der Pflichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Den demokratischen Regierungen waren nicht nur Hitler und seine Regierung v\u00f6llig unverst\u00e4ndliche Gegen\u00fcber, auch die Bev\u00f6lkerung Hitler-Deutschlands war ihnen unheimlich. Dass die alles mitmachte, jedenfalls nicht opponierte, wollten sie nicht akzeptieren, konnte in ihrem Selbstverst\u00e4ndnis gar nicht sein. Neben den Warnungen an die Regierung versuchte England darum, direkten Einfluss auf die deutsche \u00d6ffentlichkeit zu nehmen. Etwa durch <em>feindliche Propaganda, die sich von den verlogenen Rundfunktiraden etwas erhofft<\/em>, oder durch die <em>l\u00e4cherlichen Propagandazettel<\/em>, die sie aus Flugzeugen abwarfen.<a href=\"#_edn103\">[103]<\/a> Au\u00dferdem wurde Deutschland <em>von einer Flut scheinbar privater Briefe \u00fcbersch\u00fcttet<\/em>, die versuchten, <em>das deutsche Volk gegen seine F\u00fchrung aufzuhetzen<\/em>, und jedem Deutschen zumuteten, sich ein eigenes Urteil zu bilden.<a href=\"#_edn104\">[104]<\/a> Da mussten die Nazis nat\u00fcrlich reagieren.<a href=\"#_edn105\">[105]<\/a> G\u00f6ring war es, der den BVZ-Lesern berichtete, dass Chamberlain <em>solange k\u00e4mpfen [will], bis das Naziregime verschwunden ist<\/em>; nicht dem Volk, sondern <em>Hitler und dem Naziregime<\/em> hatte er den Krieg erkl\u00e4rt. <em>Und wenn das deutsche Volk sich dieser Regierung entledigt, dann wird England Gnade walten lassen<\/em>.<a href=\"#_edn106\">[106]<\/a> Aber Deutschland konnte gar nicht ohne Hitler leben. <em>Deutschland ist Hitler und Hitler ist Deutschland<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Volksgenossen waren weitgehend immun gegen Warnungen und eigene Einsicht; die Presse hatte dazu ihren Beitrag geleistet.<\/p>\n\n\n\n<p>In den restlichen Monaten deckte die BVZ das Ausma\u00df der polnischen Gr\u00e4uel erst richtig auf;<a href=\"#_edn107\">[107]<\/a> sie lieferte auch stichhaltige Beweise f\u00fcr die englische Kriegsschuld \u2013 und \u00fcberzeugte die Welt erneut von Hitlers friedlichen Absichten.<a href=\"#_edn108\">[108]<\/a> Wie versprochen, verteidigten der F\u00fchrer und seine Wehrmacht Deutschland vor der Hungerblockade der l\u00fcgnerischen<a href=\"#_edn109\">[109]<\/a> Briten, die sich feige gegen wehrlose Frauen und Kinder richtete. Dabei focht Hitler auch f\u00fcr die Rechte der Neutralen.<a href=\"#_edn110\">[110]<\/a> Und Marine und Luftwaffe siegten so nachhaltig,<a href=\"#_edn111\">[111]<\/a> dass London in Reichweite kam,<a href=\"#_edn112\">[112]<\/a> w\u00e4hrend es f\u00fcr G\u00f6rings Luftwaffe ein Leichtes war, britische und franz\u00f6sische Flugzeuge zu verjagen oder abzuschie\u00dfen.<a href=\"#_edn113\">[113]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ende des Jahres f\u00fchrte Deutschland <em>einen totalen Krieg, der Front und Heimat, wenn nicht mit denselben Opfern, so doch mit denselben nationalen Verpflichtungen<\/em>. Vom Frieden wollte Goebbels <em>erst nach dem Siege reden<\/em>.<a href=\"#_edn114\">[114]<\/a> Die Weihnachtsbotschaft war darum die von der <em>Kampfgemeinschaft des Volkes<\/em> (24.12.), vom <em>totalen Krieg<\/em>, an dem alle teilnahmen, und durch den <em>der Lebensraum eines 86-Millionen-Volkes gesichert <\/em><a href=\"#_edn115\">[115]<\/a> werden sollte. <em>F\u00fchrer befiehl, wir folgen!<\/em><a href=\"#_edn116\">[116]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nur einer von 86 Millionen folgte nicht, sondern widerstand: Georg Elser.<a href=\"#_edn117\">[117]<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/3.2014-S9_1.jpg\" alt=\"\" width=\"55\" height=\"28\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am 10. Mai 1940 leitete Hitlers Wehrmacht die Offensive gegen Frankreich ein,<a href=\"#_edn118\">[118]<\/a> nachdem sie zuvor D\u00e4nemark und Norwegen in einem <em>Blitzkrieg<\/em> okkupiert hatte, und eroberte nebenbei &#8211; sie standen ihr auf dem Weg nach Frankreich im Wege &#8211; die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Am 22. Juni 1940 war Frankreich fast vollst\u00e4ndig besetzt; es kam zum Waffenstillstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. August 1940 begannen Hitlers Flugzeuge, England zu erobern; im Oktober mussten die Nazis ihr Vorhaben wieder aufgeben \u2013 sie konnten ihre Bomber nicht sch\u00fctzen.<a href=\"#_edn119\">[119]<\/a> Trotzdem f\u00fchrten sie die Luftangriffe noch bis zum Fr\u00fchjahr 1941 fort. Die BVZ schwelgte geradezu in Leitartikeln wie <em>Englands Waffenschmiede Coventry vernichtet<\/em> (16.11.) oder <em>Starke Br\u00e4nde in London und Southampton<\/em> (8.12.); und nur gelegentlich machte sie einschr\u00e4nkend geltend, dass <em>Neuer Bombenregen auf Sheffield<\/em> (18.12.) lediglich die Vergeltung f\u00fcr die <em>Feige Rache der Nachtpiraten<\/em> (12.9.) war, die einen <em>planm\u00e4\u00dfigen Nachtangriff auf nichtmilit\u00e4rische Ziele in Berlin<\/em> unternommen hatten. Besonders London und die englische Industrie-Stadt Coventry hatten sie in Schutt und Asche gebombt<a href=\"#_edn120\">[120]<\/a> &#8211; so wie sie es vorher mit Guernica, Warschau und Rotterdam getan hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 31. M\u00e4rz 1941 begann der W\u00fcstenkrieg der Nazi-Armee in Nordafrika. Am 22. Juni 1941 \u00fcberfiel Hitlers Deutschland seinen Verb\u00fcndeten, die Sowjetunion, nachdem es im Februar Bulgarien besetzt, im April 1941 Jugoslawien und dann Griechenland erobert hatte. Am 11. Dezember 1941 erkl\u00e4rte Nazi-Deutschland den USA den Krieg.<a href=\"#_edn121\">[121]<\/a> Mitte des Jahres 1942 reichte das Hitler-Reich vom Nordkap bis Nord-Afrika, von Paris bis (fast) Moskau.<\/p>\n\n\n\n<p>Im August 1941 beschlossen Roosevelt und Churchill die Atlantik-Charta, die eine Welt-Friedensordnung nach dem Krieg enthielt, an der das <em>Nazi-Regime <\/em>allerdings keinen Anteil haben w\u00fcrde. Im gleichen Winter stockte der Blitzkrieg der deutschen Armeen, Moskau schon in greifbarer N\u00e4he. Im Fr\u00fchjahr 1943 war die 6. Armee in Stalingrad <em>Gefallen f\u00fcr die Rettung Europas<\/em> (4.2.43). Am 13.5. stimmte der WB<a href=\"#_edn122\">[122]<\/a> <em>Das tunesische Heldenlied<\/em> (13.5.43) an, denn in Nordafrika waren die Deutschen besiegt worden. Dann waren <em>Die alten Verr\u00e4ter wieder am Werk<\/em> (9.9.43) &#8211; und Italien kapitulierte. Im Juni 1944 er\u00f6ffneten die Alliierten die Front im Westen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 8. Mai 1945 existierte Deutschland als Staat nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschluss<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Masse seiner [= des Nationalsozialismus] Anh\u00e4nger konnte zwar den ihm inh\u00e4renten absoluten Entschluss zum Kriege nicht erkennen, aber das offensichtliche Spiel mit dem Kriege l\u00f6ste keine Abwehrreaktion aus<\/em>.<a href=\"#_edn123\">[123]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser europ\u00e4ische Krieg war <em>eine Verschw\u00f6rung von Demokraten, Juden und Freimaurern<\/em>.<a href=\"#_edn124\">[124]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das hier Zusammengetragene konnte jeder Zeitgenosse wissen, auch wenn die Zitate in riesigen Wellen anders lautender, gegens\u00e4tzlicher Propaganda-Meldungen fast verschwanden. Seine Zeitung pr\u00e4sentierte sie ihm jeden Morgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er las, dass Hitler seit 1933 eine kollektive, also einvernehmliche europ\u00e4ische Friedensordnung ablehnte, sondern ausschlie\u00dflich auf eigene milit\u00e4rische St\u00e4rke setzte; die suchte er seit dem Vierjahresplan von 1936 durch die totale Mobilisierung von Volk, Wirtschaft und Wehrmacht zu einem unerh\u00f6rten Aufr\u00fcstungsprogramm \u00fcberm\u00e4chtig zu machen. Mit dem modernsten, gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Heer und dem bev\u00f6lkerungsst\u00e4rksten Land (ohne Russland) im R\u00fccken und der Nazi-Ideologie als erkl\u00e4rte Handlungsmaxime im Kopf, definierte Hitler deutsche Interessen ohne jede R\u00fccksicht auf bestehende Vertr\u00e4ge oder fremde Forderungen und setzte sie <em>so oder so<\/em> durch. Niemand konnte annehmen, dass Chamberlain 1938 nach M\u00fcnchen gekommen war, um Hitler das Sudetenland aufzudr\u00e4ngen. Niemand konnte nach der einvernehmlichen Teilung Polens davon ausgehen, dass zwischen dem Hitler-Stalin-Pakt und dem \u00dcberfall auf Polen kein innerer Zusammenhang bestehen w\u00fcrde. Jedermann wusste, wen die westliche Welt f\u00fcr den Kriegstreiber hielt; jeder kannte Anfang 1939 die britisch-franz\u00f6sische Bereitschaft, im Falle einer weiteren ungesetzlichen Gebietsaneignung Deutschland mit milit\u00e4rischer Gewalt in die Schranken zu weisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Presse war ausdr\u00fccklich keine Nachrichtenb\u00f6rse, sondern ein entscheidendes Volks-Erziehungsinstrument \u2013 die Nazis waren stolz darauf.<a href=\"#_edn125\">[125]<\/a> Jeder konnte daraus folgern, dass die guten Motive, Taten und Erfolge der deutschen Regierung und die miesen der ausl\u00e4ndischen Regierungen mindestens \u00fcbertrieben wiedergegeben wurden. Niemand konnte annehmen, dass die deutschen Soldaten und die Polizei<a>bataillone<\/a> (in Polen) vor allem ritterlich, die Gegner aber vornehmlich viehische M\u00f6rderbanden waren; und was Vergeltung in Warschau und London bedeutete, wussten die Leser seit dem 1.6.1937, als der Abwurf einer Bombe auf das Schlachtschiff <em>Deutschland<\/em> mit der Beschie\u00dfung Almerias von See durch schwere Schiffsgesch\u00fctze vergolten wurde.<a href=\"#_edn126\">[126]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich hatte Hitler um die Entsendung von Soldaten gebeten, B\u00f6hmen und M\u00e4hren ebenfalls; das Sudetenland wurde freiwillig Hitler \u00fcbergeben, wie auch das Memelland; in D\u00e4nemark und Norwegen, \u00e4hnlich Belgien, Holland und Luxemburg, kam Hitler einer englisch-franz\u00f6sischen Besetzung zuvor; Polen, Jugoslawien und Russland wollten Deutschland angreifen, also machte Hitler den Erstschlag \u2013 kein halbwegs vern\u00fcnftiger Zeitgenosse konnte glauben, dass eine solche H\u00e4ufung von Annexionen und Angriffen Hitler irgendwie aufgezwungen worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder hatte die totale Militarisierung des \u00f6ffentlichen Lebens, der Wirtschaft, seiner eigenen Situation, der Sprache der Nazi-F\u00fchrer und der Zeitungen erlebt; niemand konnte das \u00fcbersehen. Jedes gr\u00f6\u00dfere Ereignis wurde deutlich erkennbar in der Zeitung vor- oder nachbereitet: Austritt aus dem V\u00f6lkerbund, R\u00f6hm-Putsch, \u00d6sterreich, Sudetenland, B\u00f6hmen und M\u00e4hren, der Polen\u00fcberfall gar monatelang \u2013 selbst wenn die Nazis nicht ausdr\u00fccklich \u00fcber die tendenzgeleitete Erziehungsfunktion der Propaganda-Presse geredet h\u00e4tten, h\u00e4tte jeder erkennen k\u00f6nnen, dass es sich hier nicht (nur) um Meldungen, sondern (auch) um Indoktrination handelte. Niemand konnte glauben, <em>die fortschreitende Verdummung ganzer V\u00f6lker durch das verh\u00e4ngnisvolle Wirken einer verantwortungslosen Presse<\/em>,<a href=\"#_edn127\">[127]<\/a> w\u00e4re (nur) eine Beschreibung der ausl\u00e4ndischen Presse gewesen. Und selbst wenn das alles noch nicht reichte, um Hitler als den irren Schurken zu demaskieren, der er war, so h\u00e4tten es seine Reden auf den Parteitagen und vor dem Reichstag tun m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es<a href=\"#_edn128\">[128]<\/a> hat schon apologetischen Anstrich, wenn heute Ki\u00dfener<a href=\"#_edn129\">[129]<\/a> meint, <em>diese<\/em><a href=\"#_edn130\">[130]<\/a> <em>in 60-j\u00e4hriger Forschung herausgearbeiteten Kennzeichen des NS-Staates aber vermochten die meisten Katholiken, vermochten Klerus, Bisch\u00f6fe und Papst 1933<\/em><a href=\"#_edn131\">[131]<\/a> <em>nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Dass ein deutscher Reichskanzler log, dass er Vertr\u00e4ge brechen und Menschheitsverbrechen von ungeahnten Ausma\u00dfen w\u00fcrde anordnen k\u00f6nnen, konnten sich die allermeisten Katholiken nicht einmal vorstellen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie h\u00e4tten nur ihre Zeitungen lesen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Erstver\u00f6ffentlichung im Vestischen Kalender 86(2015); S. 60-75.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Literatur<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Dieser Text ist die Fortsetzung der Analyse <em>\u2026 notwendig wie das t\u00e4gliche Brot \u2013 die Bottroper Presse im Nationalsozialismus<\/em> aus dem Vestischen Kalender 2014, S. 106-124. Die dort genannte Literatur k\u00f6nnte also auch hier aufgelistet werden. Zus\u00e4tzlich:<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Hummel\/Ki\u00dfener, Die Katholiken und das Dritte Reich, Sch\u00f6ningh 2010.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Reichhold, P. Anselm OSB: Die deutsche Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus (1933 \u2013 1945), EOS Verlag 1992.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Steinbach, Peter: Widerstand im Widerstreit, Sch\u00f6ningh 2001.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:12px\">Sywottek, Jutta: \u201eMobilmachung f\u00fcr den totalen Krieg, Opladen 1976.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref1\">[1]<\/a> BVZ vom 4.9.1933: \u201eDas Schlusswort des F\u00fchrers\u201c auf dem N\u00fcrnberger Parteitag.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref2\">[2]<\/a> BVZ (= Bottroper Volkszeitung\/Westf\u00e4lischer Beobachter) war die gro\u00dfe Zeitung Bottrops, ein Zentrumsblatt, solange sie das sein durfte. Die BVZ wurde im Vestischen Kalender 2014, <em>\u2026 &nbsp;notwendig wie das t\u00e4gliche Brot &#8211; die Bottroper Presse im Nationalsozialismus<\/em>, beschrieben. Dieser Text ist die Fortsetzung jener Analyse.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref3\">[3]<\/a> Das hinter dem Thema stehende leitende Interesse war die Frage, was die Zeitgenossen wussten oder wissen konnten. Der Text wurde darum geschrieben aus der Perspektive des kritischen damaligen Zeitungslesers, der alle Meldungen in zeitlicher Reihenfolge bekam. Die im Nachhinein leicht zu erkennenden systematisch-inhaltlichen Str\u00e4nge waren f\u00fcr den Zeitgenossen nicht so einfach zu finden, weil dessen Blick darauf von den unterschiedlichsten Themen abgelenkt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Da in diesem Text die Presse selbst reden soll, wurden oft Artikel\u00fcberschriften in die S\u00e4tze \u00fcbernommen. So zitiert <em>\u2019Das Schlusswort des F\u00fchrers\u2019 (4.9.33)<\/em> eine Artikel\u00fcberschrift der BVZ vom 4.9.1933, die selbst Zitat war.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref4\">[4]<\/a> Der <em>gro\u00dfe Krieg<\/em> war der Erste Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref5\">[5]<\/a> BVZ vom 5.6.1939: <em>Der F\u00fchrer \u00fcber die Abwehr der Einkreisungspolitik<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref6\">[6]<\/a> BA (= Bottroper Anzeiger\/Generalanzeiger) vom 26.3.1933: <em>Hitler demolit la Paix<\/em>, Bild aus Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref7\">[7]<\/a> BVZ vom 18.5.1933: <em>Deutschland bietet der Welt die Friedenshand<\/em> \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref8\">[8]<\/a> BVZ vom 17.10.1933: <em>Antwort an Deutschland<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref9\">[9]<\/a> Dieses Motiv zieht sich durch nahezu alle Reden Hitlers. Ab 1936 sind Bolschewismus und Judentum nahezu identisch. Die bayrischen Bisch\u00f6fe best\u00e4tigten Hitler 1936, obwohl ihre Hirtenbriefe schon nicht mehr in der Tagespresse ver\u00f6ffentlicht werden durften, <em>der F\u00fchrer m\u00f6ge versichert sein, dass wir Bisch\u00f6fe ihn in seinem weltgeschichtlichen Abwehrkampf gegen den Bolschewismus mit moralischen Mitteln in jeder Weise unterst\u00fctzen<\/em>. Und <em>die deutschen Bisch\u00f6fe<\/em> vermuteten, dass <em>auch im Ausland \u2026 man dieses einm\u00fctige Bekenntnis der deutschen Bisch\u00f6fe zum F\u00fchrer und seinem weltgeschichtlichen Werk, seiner Abwehr des Bolschewismus, [wird] nicht \u00fcberh\u00f6ren k\u00f6nnen<\/em> (P. Anselm Reichhold OSB: Die deutsche Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus (1933 \u2013 1945), EOS Verlag 1992; S. 91-92.).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref10\">[10]<\/a> BVZ vom 17.10.1933: <em>Der Wendepunkt<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref11\">[11]<\/a> BVZ vom 22.10.1933: <em>Goebbels\u2019 gro\u00dfe Rede<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref12\">[12]<\/a> BVZ vom 11.11.1933: <em>Bischof Clemens August f\u00fcr Einm\u00fctigkeit am 12.November<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Die Bisch\u00f6fe vertraten die Meinung, durch den Versailler Vertrag sei <em>die Freiheit unseres Volkes<\/em> von den <em>Siegernationen in verblendeter Selbstsucht, die Gerechtigkeit hintanstellend<\/em>, geraubt worden; sie verlangten <em>Gerechtigkeit und Lebensraum im Interesse des allgemeinen Friedens<\/em>, redeten aber &#8211; ausdr\u00fccklich &#8211; <em>nicht einem kommenden Kriege das Wort<\/em> (<em>Die kath. Kirche im neuen Staat<\/em> (11.6.33) \u2013 <em>Hirtenbrief der deutschen Bisch\u00f6fe<\/em>.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Kardinal Faulhaber schaffte m\u00fchelos die Verbindung <em>der Weihenacht von Bethlehem<\/em>, die den <em>Friedensf\u00fcrst<\/em> geboren hatte, zum Frieden, zu dem <em>der F\u00fchrer mit mutigen und m\u00e4chtigen Worten sich bekannte, in schicksalsschweren Stunden, als D\u00e4monenh\u00e4nde am Werke waren,&nbsp; die Motore des Krieges anzukurbeln<\/em>. (<em>Weihnachtsbotschaft und die neue Zeit<\/em> (24.12.34).). Die Bisch\u00f6fe beglaubigten <em>die Erhaltung des europ\u00e4ischen Friedens<\/em> als eines der <em>gro\u00dfen staatsm\u00e4nnischen Ziele<\/em> Hitlers (Stasiewski, Bernhard: Akten deutscher Bisch\u00f6fe \u2026, Bd. 2; S. 372 (Nr. 231\/1 (S. 341-373 vom 25.8.1935)).). Bisch\u00f6fe machten sich um die Saarabstimmung verdient (<em>Kardinal Faulhaber zur Saarabstimmung<\/em> (13.1.35).), und sie gedachten des Einmarsches ins Rheinland <em>mit ergriffener Seele<\/em> (<em>Kardinal Schulte an den Oberbefehlshaber der Wehrmacht<\/em> (9.3.36), (10.3.36), (11.3.36).). Die \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe erkannten in einer <em>feierlichen Erkl\u00e4rung!<\/em> die Annexion \u00d6sterreichs als <em>gro\u00dfe geschichtliche Geschehnisse in Deutsch-\u00d6sterreich<\/em> (<em>Feierliche Erkl\u00e4rung der \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe<\/em> (28.3.38).). Kardinal Bertram dankte dem F\u00fchrer nach M\u00fcnchen <em>f\u00fcr die Gro\u00dftat der Sicherung des V\u00f6lkerfriedens<\/em> (<em>Danktelegramm der Kardin\u00e4le Deutschlands an den F\u00fchrer<\/em> (3.10.38).).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref13\">[13]<\/a> BVZ vom 22.10.1933: <em>Nicht Parteisache, sondern Sache des ganzen Volkes<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref14\">[14]<\/a> BVZ vom 11.10.1933: <em>Das Ausland t\u00e4uscht sich schwer<\/em>; <em>Deutschland bietet der Welt die Friedenshand<\/em> (18.5.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref15\">[15]<\/a> BVZ vom 19.9.1933: <em>Konkordatsabschluss ein Freundschaftsbund<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref16\">[16]<\/a> BVZ vom 8.6.1933: <em>Der Vierm\u00e4chtepakt unterzeichnet<\/em> \u2013 ratifiziert wurde er aber nicht. Er verpflichtete seine Unterzeichner, Italien, Frankreich, England und Deutschland, auf die V\u00f6lkerbundsatzung, den Locarno-Vertrag und auf den Briand-Kellogg-Pakt und schloss die Anwendung von Gewalt aus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref17\">[17]<\/a> BVZ vom 2.7.1934: <em>Die Aufr\u00fchrer vom F\u00fchrer mit einem k\u00fchnen Schlag niedergeworfen<\/em>. Der <em>R\u00f6hm-Putsch<\/em> war eine nachtr\u00e4glich legalisierte, staatliche Mordaktion, bei der sich Hitler potentieller innerpolitischer Gegner entledigte: Er lie\u00df sie einfach erschie\u00dfen. Die Presse stellte das Morden als heroisches Abwenden eines Putsches dar, das Hitler fast im Alleingang bewerkstelligte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref18\">[18]<\/a> BVZ vom 30.3.1935: \u201a<em>Warum Milit\u00e4rdienstpflicht in Deutschland?\u2019<\/em>; <em>Der F\u00fchrer \u00fcber Deutschlands Stellungnahme zu den europ\u00e4ischen Problemen <\/em>&nbsp;(22.5.35) &#8211; u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref19\">[19]<\/a> BVZ vom 9.3.1936: <em>Das deutsche Memorandum<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref20\">[20]<\/a> BVZ vom 31.1.1937: <em>Des F\u00fchrers gro\u00dfe Rede vor dem Reichstag<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref21\">[21]<\/a> BVZ vom 5.2.1938: <em>St\u00e4rkste Konzentration aller politischen, milit\u00e4rischen und wirtschaftlichen Kr\u00e4fte in der Hand des Obersten F\u00fchrers<\/em>. <em>Der F\u00fchrer \u00fcbernimmt den Oberbefehl \u00fcber die gesamte Wehrmacht<\/em> \u2013 was <em>Die Welt stark beeindruckt<\/em> (7.2.38).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref22\">[22]<\/a> BVZ vom 12.3.1938: <em>Regierung Sey\u00df-Inquart bittet den F\u00fchrer um beschleunigte Entsendung deutscher Truppen<\/em>; <em>der Anschluss vollzogen<\/em> (14.3.38) \u2013 u. v. a. Hitler lie\u00df die Annexion \u00d6sterreichs in einer Volksabstimmung legitimieren: <em>Die ganze deutsche Nation tritt am 10. April zu feierlichem Bekenntnis an <\/em>(19.3.38).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref23\">[23]<\/a> BVZ vom 16.7.1938: Eine <em>Neue unversch\u00e4mte Provokation<\/em> Prags l\u00e4utete die publizistische \u00dcbernahme des Sudetenlands ein, gefolgt von <em>Neuer Mordtat feigen Tschechengesindels<\/em> (9.8.38), denn <em>\u2019Das waren nicht Soldaten, sondern Vieh\u2019<\/em> (27.8.38). Angesichts einer <em>Bolschewistischen Agitationszentrale in Prag<\/em> (11.8.38) war es nur zu verst\u00e4ndlich, dass <em>Der satanische Hass der Tschechen<\/em> (2.9.38) ein <em>Blutiges Chaos im Sudetenland<\/em> (16.9.38) provozierte. (Diese Auflistung lie\u00dfe sich beliebig ausweiten. Allein im August und September lassen sich leicht 280 vergleichbare Meldungen finden.) Als dann auch noch die <em>Tschechische Armee in Marsch gesetzt<\/em> (23.9.38) wurde, war die Zeit f\u00fcr einen Krieg reif. <em>Hitler: \u2019Deutschlands Geduld ist jetzt zu Ende!`<\/em> (27.9.38). Er wurde in letzter Sekunde dadurch abgewendet, dass im M\u00fcnchener Abkommen Hitler das Sudetenland abgetreten wurde &#8211; und <em>Die Welt w\u00fcrdigt Hitlers Friedenstat<\/em> (1.10.38).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Im Oktober kostete die BVZ in Leitartikeln die Einvernahme des Sudetenlandes fast t\u00e4glich aus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref24\">[24]<\/a> BVZ vom 18.5.1933: <em>Deutschland bietet der Welt die Friedenshand<\/em> \u2013 u. a.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref25\">[25]<\/a> BVZ vom 14.9.1938: <em>Ruhige Aufnahme der F\u00fchrerrede in Paris<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref26\">[26]<\/a> BVZ vom 23.10.1933: <em>Wir wollen nichts anderes als Frieden und Gerechtigkeit<\/em> \u2013 aber <em>auf die Dauer wird diese ewige Diskriminierung und Entehrung unseres Volkes von uns nicht ertragen<\/em>; <em>Die Regierungserkl\u00e4rung \u00fcber die Paktpl\u00e4ne und die R\u00fcstungsfrage<\/em> (22.5.35) \u2013 <em>Frieden \u2026 weder aus Schw\u00e4che noch aus Feigheit<\/em> und <em>niemand bedrohen, [aber] entschlossen \u2026<\/em> &#8211; u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref27\">[27]<\/a> BVZ vom 1.9.1935: <em>Schutz der Wehrmacht<\/em> (Kommentar).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref28\">[28]<\/a> BVZ vom 21.2.1938: <em>Die gro\u00dfe Reichstagsrede des F\u00fchrers<\/em> \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref29\">[29]<\/a> BVZ vom 2.4.1936: <em>Der F\u00fchrer und der Reichspropagandaminister danken der deutschen Presse<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref30\">[30]<\/a> BVZ vom 31.1.1937: <em>Die gro\u00dfe Reichstagsrede des F\u00fchrers <\/em>\u2013 \u00fcber den Sinn der Gemeinschaftserziehung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref31\">[31]<\/a> BVZ vom 3.10.1935: <em>Darum Marsch, Italien<\/em>; <em>Victor Emanuell III. zum Kaiser von Abessinien ausgerufen<\/em> (11.5.1936). Dazwischen lagen mindestens 124 Berichte auf der ersten Seite der BVZ, die den <em>Italienisch-\u00c4thiopische Krieg<\/em> begleiteten. Nicht einer besch\u00e4ftigte sich kritisch mit Italiens Bruch des V\u00f6lkerrechts. Eine Verurteilung durch den V\u00f6lkerbund lie\u00df Italien kalt. Als es 1939 Albanien besetzte, vernahm es darum auch nur das<em> Gegacker der Demokratien<\/em> (11.4.39).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref32\">[32]<\/a> BVZ vom 20.7.1936: <em>Unruhen breiten sich in Spanien aus<\/em>; <em>Ganz Spanien in der Hand Francos<\/em> (30.3.39). Dazwischen lagen unz\u00e4hlige &#8211; allein \u00fcber 100 Leitartikel 1936\/37 &#8211; Artikel, die neben den Siegen Francos auch gerne die bestialischen Gr\u00e4uel der viehischen Republikaner meldeten, die sogar die Reden Hitlers und Goebbels auf Parteitagen pr\u00e4gten. Im spanischen B\u00fcrgerkrieg k\u00e4mpften vom Juli 1936 bis April 1939 Italien und Deutschland auf der Seite des putschenden Generals Franco, der die gew\u00e4hlte republikanische Regierung und ihre Truppen schlie\u00dflich besiegte. (Diese wenigen Worte m\u00fcssen hier leider gen\u00fcgen.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref33\">[33]<\/a> BVZ vom 18.1.1937: <em>\u2019Wir haben die Achse Berlin-Rom geschmiedet\u2019<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref34\">[34]<\/a> BVZ vom 25.10.1936: <em>Deutschland erkennt Kaiserreich \u00c4thiopien an<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref35\">[35]<\/a> BVZ vom 12.1.1938: <em>Ein Dokument bolschewistischer Bestialit\u00e4t<\/em> \u2013 Bild, das Soldaten zeigte, abgetrennte K\u00f6pfe in den H\u00e4nden haltend. <em>Die Greuel der roten Bestien<\/em> (23.9.36); <em>Kreaturen der H\u00f6lle<\/em> (18.9.36) \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref36\">[36]<\/a> BVZ vom 7.6.1939: <em>\u201aEuer Kampf war ein Kampf f\u00fcr Deutschland\u2019<\/em> \u2013 Hitler zur <em>Legion Condor<\/em>. <em>30 Monate Krieg in Spanien <\/em>(1.6.39) erz\u00e4hlte aus den Anfangstagen der Legion Condor, die es offiziell gar nicht gab.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref37\">[37]<\/a> BVZ vom 28.4.1934: <em>Deutschland bietet die Hand zur Verst\u00e4ndigung<\/em>. Seit Anfang 1934 gab es (fast) jeden zweiten Tag Leitartikel zur Abr\u00fcstungskonferenz, ehe <em>keine R\u00fcckkehr Deutschlands nach Genf vor Verwirklichung der Gleichberechtigung<\/em> (8.6.34) alle Hoffnungen der Westm\u00e4chte, zu denen jetzt noch Italien z\u00e4hlte, zerst\u00f6rte. <em>Deutschland fordert defensive Luftwaffe<\/em> (21.2.34) lie\u00df alle Alarmglocken klingeln. Endg\u00fcltig schloss <em>Eine deutsche Erkl\u00e4rung<\/em> (13.12.37) \u2026 <em>die R\u00fcckkehr Deutschlands in den V\u00f6lkerbund<\/em> aus \u2013 zeitgleich mit Italien.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref38\">[38]<\/a> BVZ vom 13.2.1937: <em>Die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels<\/em>; <em>Politische Brunnenvergiftung<\/em> (15.11.37); <em>Das Antikomintern-Abkommen im Echo der Welt<\/em> (9.11.37) \u2013 u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref39\">[39]<\/a> BVZ vom 13.5.1934: <em>\u2019Frankreich will sein Heer verdoppeln\u2019<\/em>; <em>Baldwin k\u00fcndigt englische Aufr\u00fcstung an<\/em> (19.\/20.5.34) \u2013 vergleichbare Meldungen lie\u00dfen sich leicht vermehren. Tats\u00e4chlich hatten England und Frankreich bis 1940 keine der deutschen ebenb\u00fcrtige R\u00fcstung erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref40\">[40]<\/a> BVZ vom 8.4.1935: <em>Frankreichs Forderungen gegen Deutschland in der Denkschrift an den V\u00f6lkerbund<\/em> lotete die Chancen aus, <em>eine englisch-franz\u00f6sisch-italienische Abwehrfront gegen Deutschland<\/em> herstellen zu k\u00f6nnen, dabei eventuell Russland mit einzubeziehen. Das Abkommen von Stresa wurde am 14.4.1935 zwischen Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Italien vereinbart; England machte es durch ein Flottenabkommen mit Hitler-Deutschland, durch das Hitler zur See aufr\u00fcsten durfte, schon am 18.6.35 zu Makulatur. Gleichzeitig h\u00f6hlte England damit den Versailler Vertrag aus und stellte sich ganz deutlich gegen die franz\u00f6sische Linie.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Einen Ostpakt lehnte Hitler wegen der <em>gegenseitigen Beistandsverpflichtungen<\/em> ab (<em>Die Regierungserkl\u00e4rung \u00fcber die Paktpl\u00e4ne und die R\u00fcstungsfrage<\/em> (22.5.35).).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref41\">[41]<\/a> BVZ vom 15.3.1938: <em>Chamberlain \u00fcber den Anschluss \u00d6sterreichs<\/em> \u2013 \u00e4hnlich: Halifax im Oberhaus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref42\">[42]<\/a> BVZ vom 14.7.1938: <em>Daladier vertraut auf die Mithilfe der Gutwilligen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref43\">[43]<\/a> BVZ vom 29.8.1938: <em>Sir John Simon zur tschecho-slowakischen Frage<\/em>, <em>ein Appell Englands<\/em> und <em>Die Erkl\u00e4rung Chamberlains im M\u00e4rz<\/em> (29.8.38), die er jetzt mit dem Hinweis erg\u00e4nzte, dass, <em>wo Krieg und Frieden betroffen werden, es nicht allein um legale Verpflichtungen<\/em> gehe. Eine offizielle Warnung Englands an Deutschland, im Kriegsfalle Frankreich zur Seite zu stehen, gab es aber erst mit <em>Sir Horace Wilson beim F\u00fchrer<\/em> (27.9.38). Die BVZ meldete aber nur den Besuch und einen Brief, nicht den Inhalt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref44\">[44]<\/a> BVZ vom 18.5.1933: <em>Deutschland bietet der Welt die Friedenshand<\/em> \u2013 <em>dieses Bekenntnis zum Rechtscharakter eines solchen Vertrages kann nur ein allgemeines sein<\/em>; <em>Die gro\u00dfe Reichstagsrede des F\u00fchrers<\/em> (21.2.38) \u2013 <em>Interessen \u2026 sind st\u00e4rker als formalistische Erw\u00e4gungen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref45\">[45]<\/a> BVZ vom 31.1.1937: <em>Weg und Ziel der nationalsozialistischen Staatsf\u00fchrung<\/em>: <em>Alle Grunds\u00e4tze und Prinzipien des neuen Reiches waren die Grunds\u00e4tze, Gedanken und Prinzipien der nationalsozialistischen Partei<\/em>. Die legten als <em>erhabenste Aufgabe \u2026 die Erhaltung der von Gott gegebenen blutgebundenen Art<\/em> (= Rasse) fest. Eden fragte besorgt, <em>wohin diese Doktrin Deutschland, wohin sie alle anderen f\u00fchren w\u00fcrde<\/em> (<em>Die internationale Lage \u2013 von England gesehen<\/em> (22.1.37).).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref46\">[46]<\/a> BVZ vom 31.12.1937: <em>An der Schwelle des neuen Jahres<\/em> (Kommentar); <em>Weg und Ziel der nationalsozialistischen Staatsf\u00fchrung<\/em> (31.1.37) \u2013 <em>Partei und Wehrmacht<\/em> als <em>Garanten \u2026 des Lebens unseres Volkes<\/em> &#8211; u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref47\">[47]<\/a> BVZ vom 22.1.1937: <em>Die internationale Lage- von England aus gesehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref48\">[48]<\/a> BVZ vom 10.3.1936: <em>Edens Erkl\u00e4rung zum Memorandum<\/em> \u2013 vor dem Unterhaus zur Rheinlandbesetzung.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref49\">[49]<\/a> BVZ vom 21.2.1938: <em>Die gro\u00dfe Reichstagsrede des F\u00fchrers \u2013 Ein gewaltiger Rechenschaftsbericht \u2013 Drei stunden h\u00f6rte die Welt zu<\/em>; <em>Deutschland heute st\u00e4rker denn je<\/em> (12.9.38).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref50\">[50]<\/a> BVZ vom 2.3.1938: <em>\u2019Das st\u00e4rkste Kriegsinstrument, das wir uns zu bilden vermochten\u2019<\/em> \u2013 G\u00f6ring \u00fcber Luftwaffe und erfolgte <em>geistige Aufr\u00fcstung des Volkes<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref51\">[51]<\/a> BVZ vom 5.10.1938: <em>Lord Halifax verteidigt Chamberlains Politik<\/em> \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref52\">[52]<\/a> BVZ vom 31.3.1938: <em>Goebbels begeistert Wien. Die Wiener umjubeln Goebbels.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref53\">[53]<\/a> BVZ vom 22.12.1937: <em>Chamberlain \u00fcber die weltpolitischen Fragen &#8211;<\/em> im Unterhaus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref54\">[54]<\/a> BVZ vom 23.2.1938: <em>Ungeheurer L\u00e4rm im Unterhaus<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref55\">[55]<\/a> BVZ vom 5.10.1938: \u201a<em>Ich habe Ja gesagt, und ich bedaure nichts!\u2019<\/em> &#8211; Daladier vor der franz\u00f6sischen Kammer.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref56\">[56]<\/a> BVZ vom 31.1.1939: <em>Der F\u00fchrer an die Nation und an die Welt<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref57\">[57]<\/a> <em>Ich [= Hitler] gab am 20. Mai \u2026 den Befehl zur Vorbereitung des milit\u00e4rischen Einschreitens gegen diesen Staat<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref58\">[58]<\/a> BVZ vom 31.1.1939: <em>Macht und Friede<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref59\">[59]<\/a> BVZ vom 16.3.1939: <em>B\u00f6hmen und M\u00e4hren unter dem Schutz des Reiches<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref60\">[60]<\/a> BVZ vom 19.3.1939: <em>Dr. Goebbels \u00fcber unsere gro\u00dfe Zeit<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref61\">[61]<\/a> Das Memelland wurde mit dem Versailler Vertrag von Ostpreu\u00dfen abgetrennt, dem V\u00f6lkerbund unterstellt und 1923 von Litauen besetzt. 1924 gab der V\u00f6lkerbund das Memelland als autonomes Gebiet unter litauische Staatshoheit.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref62\">[62]<\/a> BVZ vom 24.3.1939: <em>Neue Verd\u00e4chtigungen und L\u00fcgen<\/em>. Der britische Innenminister sprach im Unterhaus von der deutschen Drohung, die <em>Angelegenheit \u2026 [sonst] in milit\u00e4rischer Weise erledigen<\/em> zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref63\">[63]<\/a> BVZ vom 11.4.1939: <em>Die Besetzung Albaniens<\/em> und<em> Italiens Lebensrecht und die neue Hetze der Westm\u00e4chte<\/em> (11.4.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref64\">[64]<\/a> Die Milit\u00e4rparade, die hier angesprochen wurde, war auch in der Auslandspresse f\u00fcr viele Meldungen gut.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref65\">[65]<\/a> BVZ vom 29.4.1939: <em>Des F\u00fchrers Antwort an die Welt<\/em> &#8211; vor dem Reichstag.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref66\">[66]<\/a> BVZ vom 29.4.1939: <em>Die gro\u00dfe Rede des F\u00fchrers im Reichstag<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref67\">[67]<\/a> BVZ vom 2.5.1939: <em>Rede des F\u00fchrers an die Schaffenden<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref68\">[68]<\/a> BVZ vom 15.5.1939: <em>Der F\u00fchrer pr\u00fcft Deutschlands Sicherheit<\/em> und <em>Schutzw\u00e4lle im Osten und Westen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref69\">[69]<\/a> BVZ vom 21.5.1939: \u201a<em>Wir sind die Pioniere eines besseren Friedens\u2019<\/em>; <em>Einig in Krieg und Frieden<\/em> (23.5.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref70\">[70]<\/a> BVZ vom 1.6.1939: <em>30 Monate Krieg in Spanien<\/em> erz\u00e4hlte aus den Anfangstagen der <em>Legion Condor<\/em>. <em>Spanien dankt den Freiwilligen<\/em> (27.\/28.5.), mit denen <em>Gott \u2026 uns die besten Flieger der Welt als Helfer [schenkte]<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref71\">[71]<\/a> BVZ vom 4.4.1939: <em>Der polnische Au\u00dfenminister in London<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref72\">[72]<\/a> BVZ vom 4.4.1939: <em>Rohstoffe von Londons Gnaden<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref73\">[73]<\/a> BVZ vom 29.4.1939: <em>Die gro\u00dfe Rede des F\u00fchrers im Reichstag<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref74\">[74]<\/a> BVZ vom 18.9.1939: <em>Die Rote Armee marschiert<\/em>; <em>Die Sowjetnote an die ausl\u00e4ndischen Missionen<\/em> und <em>Molotow \u00fcber den Einmarsch der Roten Armee in Polen<\/em>; <em>Volles Einvernehmen mit Russland<\/em> (19.9.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref75\">[75]<\/a> BVZ vom 30.9.1939: <em>Deutsch-russische Friedensbem\u00fchungen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref76\">[76]<\/a> Die \u00f6ffentlich erst am 29.9. vereinbarte Aufteilung Polens wurde im Grundsatz in einem geheimen Zusatz am 21.8. bereits beschlossen. Damit waren alle deutschen Friedensbem\u00fchungen nach dem 21.8. reine Spiegelfechterei.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref77\">[77]<\/a> BVZ vom 4.4.1939: <em>Chamberlains Au\u00dfenpolitische Rede vor dem Unterhaus<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref78\">[78]<\/a> BVZ vom 14.4.1939: <em>England setzt Einkreisungspolitik fort<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref79\">[79]<\/a> BVZ vom 12.5.1939: <em>Rede Chamberlains vor einer Frauenversammlung<\/em> \u2013 auch vor dem Unterhaus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref80\">[80]<\/a> BVZ vom 11.6.1939: <em>London \u00fcber deutsches Echo entt\u00e4uscht<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref81\">[81]<\/a> BVZ vom 26.6.1939: <em>Chamberlain redet weiter sch\u00f6ne Worte<\/em>, <em>Sirenenkl\u00e4nge<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref82\">[82]<\/a> BVZ vom 11.7.1939: <em>Englands Schuld versch\u00e4rft die Lage<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref83\">[83]<\/a> BVZ vom 1.4.1939: <em>Neues englisches L\u00fcgenman\u00f6ver<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref84\">[84]<\/a> BVZ vom 21.5.1939: <em>\u2019Wir sind die Pioniere eines besseren Friedens\u2019<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref85\">[85]<\/a> Fischer, Peter: Die deutsche Publizistik als Faktor \u2026; Wiesbaden 1991; S. 214. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref86\">[86]<\/a> Dass die meisten Deutschen die Schilderungen der polnischen Gr\u00e4uel in vollem Umfange geglaubt haben, mag man nicht annehmen; sicher ist aber, dass die Deutschen die Polen hassten oder verachteten. Polen hatte von den mit dem Versailler Vertrag verlorenen ehemaligen deutschen Gebieten den L\u00f6wenanteil bekommen. Das hatte in Deutschland niemand vergessen. (Fischer, Peter: Die deutsche Publizistik als Faktor der deutsch-polnischen Beziehungen 1919-1939, Wiesbaden 1991; S. 23-27.) <em>Polen war der \u201a\u00f6ffentliche Feind\u2019<\/em>. Die Zeitungsmeldungen fielen also mindestens auf einen aufnahmebereiten Boden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref87\">[87]<\/a> Die polnischen Terrormeldungen mussten Aufmacher der Zeitungen bleiben, gleichg\u00fcltig, was von diesen Meldungen geglaubt wird oder nicht (Hagemann, Walter: \u2026; S. 409).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref88\">[88]<\/a> BVZ vom 25.8.1939: <em>England kann nicht mehr mit!<\/em> \u2013 wegen Chamberlains <em>Gipfelpunkt der Intransigenz<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref89\">[89]<\/a> BVZ vom 1.9.1939: <em>Blutige Angriffe auf deutsches Reichsgebiet<\/em>. Einer davon war der \u00dcberfall auf den Sender; er war die sorgf\u00e4ltig geplante Tat von SS und SD (Runzheimer, J\u00fcrgen: Der \u00dcberfall auf den Sender Gleiwitz in Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte 10(1962)4; S. 408-427).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref90\">[90]<\/a> BVZ vom 2.9.1939: <em>Die Rede des F\u00fchrers vor dem Reichstag<\/em>. Hitler sprach auch von Giftgas.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref91\">[91]<\/a> BVZ vom 7.9.1939: <em>Englands Schuld am Krieg<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref92\">[92]<\/a> BVZ vom 5.9.1939: <em>Der siegreiche Vormarsch<\/em>; <em>Wieder elf Flugzeuge abgeschossen<\/em> (6.9.); <em>18 polnische Flugzeuge vernichtet<\/em> (8.9.) und 15 am 11.9. \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref93\">[93]<\/a> BVZ vom 8.9.1939: <em>Wieder zwei Divisionen vernichtet<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref94\">[94]<\/a> BVZ vom 18.9.1939: <em>Abwehr von Hungerblockade und Franktireurkrieg<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref95\">[95]<\/a> BVZ vom 14.9.1939: <em>Scharfe Ma\u00dfnahmen gegen den Franktireurkrieg<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref96\">[96]<\/a> BVZ vom 16.9.1939: <em>Herr Chamberlain, was Sie sagen ist gelogen!<\/em> \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref97\">[97]<\/a> Kurze Zusammenfassung von http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlacht_um_Warschau_(1939). <em>Was zu tun unbedingt erforderlich ist, geschieht ohne R\u00fccksicht auf Opfer. Was aber vermieden werden kann, unterbleibt<\/em> (<em>Die gro\u00dfe Rede des F\u00fchrers<\/em> (7.10.).).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref98\">[98]<\/a> BVZ vom 8.10.1939: <em>Die deutsche Polizei in Polen<\/em>. Die gefundenen Mitgliederlisten des <em>Westmarkenvereins<\/em> und anderer <em>Aufst\u00e4ndischenverb\u00e4nde<\/em> lieferten die Namenslisten, die die Schergen zu ihren Opfern f\u00fchrten; sie verf\u00fcgten aber auch \u00fcber <em>mitgebrachte Unterlagen<\/em>. Ausdr\u00fccklich best\u00e4tigte der Bericht, dass die <em>Sicherheitspolizei<\/em> f\u00fcr ihre Arbeit bereits in <em>Ostmark, Sudetenland, B\u00f6hmen und M\u00e4hren ihre Feuertaufe \u2026 bew\u00e4ltigt<\/em> hatte.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref99\">[99]<\/a> BVZ vom 23.9.1939: <em>Polizei-Bataillone im Bandenkrieg<\/em>; <em>Die deutsche Polizei in Polen<\/em> (8.10.). Der <em>Vernichtungsfeldzug<\/em> war nat\u00fcrlich nicht die Arbeit der <em>Polizei-Bataillone<\/em> oder der deutsche \u00dcberfall, sondern das, was die Polen gemacht hatten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref100\">[100]<\/a> BVZ vom 5.9.1939: <em>Der Wortlaut der Kriegswirtschaftsordnung<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref101\">[101]<\/a> BVZ vom 21.5.1939: <em>Wir sind die Pioniere eines besseren Friedens<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref102\">[102]<\/a> Ausdr\u00fccklich ausgenommen von dieser Anordnung waren <em>Brot, Mehl, Kartoffeln, Gem\u00fcse, Obst u. a<\/em>. Pro Kopf gab es z. B. je Woche 500 Gramm Fleisch und 2400 Gramm Brot\/Mehl.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref103\">[103]<\/a> BVZ vom 11.9.1939: <em>\u2019Wir alle sind Frontk\u00e4mpfer!\u2019<\/em> und <em>Englands sinnloser \u201aPapierkrieg\u2019<\/em> (17.9.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref104\">[104]<\/a> BVZ vom 14.7.1939: <em>Bauernf\u00e4ngerei unter Mithilfe von Lord Halifax<\/em>; <em>King-Hall in neuer Auflage<\/em> (17.7.).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref105\">[105]<\/a> BVZ vom 14.7.1939: <em>Eine schlagkr\u00e4ftige Antwort<\/em>. Goebbels antwortete mit einer Aufz\u00e4hlung aller Schandtaten der Engl\u00e4nder seit dem Sklavenhandel von 1771 bis zu Pal\u00e4stina.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref106\">[106]<\/a> BVZ vom 11.9.1939: \u201a<em>Wir alle sind Frontk\u00e4mpfer\u2019<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref107\">[107]<\/a> BVZ vom 6.9.1939: <em>\u201eGrauenhafte polnische Bestialit\u00e4ten<\/em>; <em>Am Scheunentor gekreuzigt<\/em> (7.9.); <em>Bromberg \u2013 Stadt des Grauens<\/em> (8.9. und 9.9.); <em>Entsetzliche Mordtaten auch im Kreise Ple\u00df und Bielitz<\/em> (10.9.); <em>Die Blutschuld Englands<\/em> (11.9.) an Blomberg; <em>T\u00e4glich neue St\u00e4tten des Grauens entdeckt<\/em> (13.9.); <em>Verst\u00fcmmelte Leichen aus Teichen, W\u00e4ldern und Gruben geborgen<\/em> (14.9.); <em>Posen ein zweites Bromberg<\/em> (15.9.); <em>Deutsche D\u00f6rfer v\u00f6llig ausgerottet<\/em> (23.9.); <em>Grausige Funde ohne Ende<\/em> (11.10.); <em>Gr\u00e4ber des Grauens klagen England an<\/em> (14.10.); <em>Englands Blutschuld w\u00e4chst<\/em> (17.10.); <em>Wieder ein Massengrab ausgehoben<\/em> (18.10.); <em>Viehische Morde unter den Kl\u00e4ngen der englischen Hymne<\/em> (21.11.) in Polen; <em>Englands Blutschuld\u201c<\/em> (8.12.); <em>Schauerliches Anklagematerial<\/em> (30.12.) \u2013 u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref108\">[108]<\/a> BVZ vom 30.9.1939: <em>Deutsch-russische Friedensbem\u00fchungen<\/em>; <em>Das solide Fundament eines lang dauernden Friedens<\/em> (31.9.); <em>Ma\u00dfvoll auf der H\u00f6he des Erfolges wie kein Sieger zuvor<\/em> (7.10.) machte Hitler&nbsp; das Angebot, auf der Basis des aktuellen Status Quo eine Europ\u00e4ische Friedensordnung auszuhandeln, an deren Ende gar eine kollektive Garantie stehen k\u00f6nne: <em>Der Friede ist gesichert, wenn England will<\/em> (9.10.) \u2013 England traute Hitler nicht mehr, so dass <em>Ein unerbittlicher Kampf beginnt<\/em> (26.10.) \u2013&nbsp; u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref109\">[109]<\/a> BVZ vom 26.9.1939: <em>Churchill im eigenen Netz gefangen<\/em>; <em>Der Angeklagte Churchill hat das Wort<\/em> (23.10.); <em>Der L\u00fcgenlord f\u00fchlt sich unbehaglich<\/em> (9.11.); <em>Churchill gibt seine L\u00fcgen zu<\/em> (7.12.); <em>Churchills Niedertracht durch Washingtoner Regierung best\u00e4tigt<\/em> (30.12.) &#8211; u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref110\">[110]<\/a> BVZ vom 14.9.1939: <em>England vergewaltigt die neutralen Staaten<\/em>; <em>Die Neutralen gegen Englands Hungerblockade<\/em> (15.9.); <em>Der Kaperkrieg gegen die Neutralen<\/em> (17.9.); <em>England vernichtet die Wirtschaft der Neutralen<\/em> (23.12.) \u2013 u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref111\">[111]<\/a> BVZ vom 19.9.1939: <em>Englische Flugzeugtr\u00e4ger versenkt<\/em>; <em>Wiederum Schl\u00e4ge f\u00fcr Englands Flotte<\/em> (17.10.); <em>Der siegreiche Angriff des deutschen U-Bootes in Scapa Flow<\/em> (19.10.); <em>Schwere Schl\u00e4ge f\u00fcr Englands Flotte<\/em> (27.11.) \u2013 u. v. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref112\">[112]<\/a> BVZ vom 8.12.1939: <em>Wieder deutscher Flieger \u00fcber London<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref113\">[113]<\/a> BVZ vom 16.12.1939: <em>Feindliche \u201aSperrfl\u00fcge\u2019 im deutschen Luftraum aussichtslos<\/em>; <em>Britische Luftangriffe erneut gescheitert<\/em> (18.12.); <em>\u00dcberlegener Sieg der deutschen Luftwaffe<\/em> (19.12.) \u2013 u. a.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref114\">[114]<\/a> BVZ vom 23.12.1939: <em>Weihnachtsansprache Dr. Goebbels\u2019<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref115\">[115]<\/a> BVZ vom 27.12.1939: <em>Heiligabend am Westwall<\/em> &#8211; <em>von Brauchitsch sprach zum deutschen Heer<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref116\">[116]<\/a> BVZ vom 31.12.1939: <em>Hermann G\u00f6ring zur Jahreswende<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref117\">[117]<\/a> BVZ vom 9.11.1939: <em>Sprengstoffattentat auf den B\u00fcrgerbr\u00e4ukeller in M\u00fcnchen<\/em>; und mindestens 10 weitere Artikel; viele davon Leitartikel. Georg Elser war ein <em>einsamer Attent\u00e4ter<\/em>; er geh\u00f6rte <em>unbestreitbar der unteren Schicht der Bev\u00f6lkerung an<\/em>. Sein Motiv war, Hitler am Krieg zu hindern. Die Nazis machten ihn zu einem Agenten der Briten. Einigen Historikern ist er auch heute der Erw\u00e4hnung nicht wert. Anders Steinbach, Peter: Widerstand im Widerstreit, Sch\u00f6ningh 2001; S. 197-214.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref118\">[118]<\/a> BVZ vom 11.5.1940: <em>Der deutsche Gro\u00dfangriff \u00fcber die Westgrenze<\/em> beherrschte die ganze Zeitung. <em>Die deutschen Truppen in Paris<\/em> (15.6.40) waren die Vorboten der <em>Waffenruhe im Westen<\/em> (25.6.40). <em>Der Eintritt Italiens in den Krieg<\/em> (11.6.40) war dagegen nur eine Randnotiz.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref119\">[119]<\/a> M\u00fcller, Helmut M.: Schlaglichter der deutschen Geschichte; Bonn 1987; S.285-286.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref120\">[120]<\/a> Aber auch Birmingham, Southampton, Plymouth, Liverpool, Sheffield, Dover und allgemein <em>Von S\u00fcdengland bis Schottland<\/em> (4.10.) erlebten <em>Bombenregen ohne Pause<\/em> (10.10.).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref121\">[121]<\/a> WB vom 12.12.1941: <em>Im Kampf und Sieg vereint<\/em>. <em>Deutschland, Italien und Japan zur restlosen Abrechnung mit Roosevelt bereit<\/em>; darum waren sie <em>Im Kriegszustand mit den USA<\/em> (12.12.41).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref122\">[122]<\/a> Die BVZ hie\u00df ab Juli 1940 Westf\u00e4lischer Beobachter (WB).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref123\">[123]<\/a> Nipperdey, Thomas: Nachdenken \u00fcber die deutsche Geschichte, dtv 1990; S.&nbsp; 233.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref124\">[124]<\/a> WB vom 4.10.1941: <em>Im Namen der k\u00e4mpfenden Millionen<\/em> (Hitlerrede).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref125\">[125]<\/a> BVZ vom 7.9.1934: <em>Propaganda \u2013 die sch\u00e4rfste Waffe<\/em> \u2013 Goebbels meinte auch die Zeitungen, als er <em>die politische Propaganda als Prinzip<\/em> verk\u00fcndete.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref126\">[126]<\/a> BVZ vom 1.6.1937: <em>Deutsche Vergeltungsaktion<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref127\">[127]<\/a> WB vom 14.10.1940: <em>Die j\u00fcdische Hetzpresse \u2013 ein Ungl\u00fcck f\u00fcr ihre V\u00f6lker<\/em>: Reichspressechef <em>Dr. Dietrich \u00fcber den Aufbau einer neuen Pressemoral<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref128\">[128]<\/a> Ausgangspunkt dieser Untersuchung war die Zentrumszeitung BVZ; darum sollte kurz auf die Einsch\u00e4tzung&nbsp; des Krieges\/der NS-Zeit aus katholisch-historischer Sicht eingegangen werden, auch wenn die g\u00e4ngige Meinung der Bisch\u00f6fe zum Krieg, (Mertens, Annette: Deutsche Katholiken im Zweiten Weltkrieg; S. 199 in Hummel\/Ki\u00dfener, Die Katholiken und das Dritte Reich, Sch\u00f6ningh.) &#8211; <em>in dieser entscheidungsvollen Stunde ermuntern und ermahnen wir unsere katholischen Soldaten im Gehorsam gegen den F\u00fchrer, opferwillig, unter Hingabe ihrer ganzen Pers\u00f6nlichkeit ihre Pflicht zu tun &#8211;<\/em>, gar nicht mehr in der Tagespresse ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref129\">[129]<\/a> Hummel, Karl-Joseph\/ Ki\u00dfener, Michael: Die Katholiken und das Dritte Reich, Sch\u00f6ningh 2006; S. 17.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref130\">[130]<\/a> <em>Diese <\/em>meinte<em> Hitlers verbrecherische Politik, [die nicht] vor L\u00fcge und Betrug zur\u00fcck[schreckte] und skrupellos nationales wie internationales Recht [missachtete]<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref131\">[131]<\/a> Die Nazis hatten sich nie versteckt. Ende 1933 war schon vieles erkennbar. Bis sp\u00e4testens 1939 aber konnte jedermann die Barbarei des Nazi-Regimes sehen. (Die Fokussierung auf 1933 ist tricky.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 aus dem Recht des St\u00e4rkeren:[1] Die BVZ[2] und der Krieg.[3] [Rudolf Isfort] 3.2014 Erstver\u00f6ffentlichung im Vestischen Kalender 86(2015); S. 60-75. PDF-Download Es ist kein Zufall, dass der Nationalsozialismus im gro\u00dfen Kriege[4] gezeugt wurde. 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