{"id":411,"date":"2020-09-05T12:44:00","date_gmt":"2020-09-05T12:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/r-isfort.de\/?page_id=411"},"modified":"2020-09-08T17:34:30","modified_gmt":"2020-09-08T17:34:30","slug":"schwerer-als-der-blutbefehl-des-herodes-die-bottroper-sammelschulen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/r-isfort.de\/?page_id=411","title":{"rendered":"\u2026 schwerer als der Blutbefehl des Herodes: Die Bottroper Sammelschulen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table><tbody><tr><td>[Rudolf Isfort] 12.2011<\/td><td>Erstver\u00f6ffentlichung: Vestischer Kalender 83(2012); S. 117 &#8211; 139<\/td><td><a href=\"http:\/\/r-isfort.de\/?attachment_id=545\">PDF-Download<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 5.1.1924 best\u00e4tigte die Stadt Bottrop der Regierung in M\u00fcnster die am 13.9.1923 erfolgte Gr\u00fcndung der Sammelschule-Eigen und \u2013 Boy. Sammelschulen wurden eingerichtet f\u00fcr die vom Religionsunterricht befreiten Kinder; sie hie\u00dfen darum auch <em>Freie Schulen<\/em>, was, je nach Betrachter, ein Markenzeichen oder eine Beschimpfung war. Au\u00dfer den beiden Sammelschulen waren alle Bottroper Volksschulen katholische oder evangelische Schulen.<a href=\"#_edn1\">[1]<\/a> Sammelschulen waren die Nachwehen der November-Revolution 1918. Ehe sich in Bottrop Eltern f\u00fcr eine weltliche Schule einsetzten, hatte es in der Umgebung schon langwierige und harte K\u00e4mpfe von Dissidenten um die Einheitsschule gegeben.<a href=\"#_edn2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>1. Die Vorgeschichte<br>Die November-Revolution der Arbeiter und Soldaten<a href=\"#_edn3\">[3]<\/a> versickerte noch 1918, weil die F\u00fchrer der SPD<a href=\"#_edn4\">[4]<\/a> sie nicht wollten und alles daransetzten, sie zu ersticken. Friedrich Ebert hatte mit General Groener einen gegenseitigen Beistandspakt geschlossen, der aber nur wirkte, wenn es gegen die Revolution ging. Das f\u00fchrte dazu, dass die SPD zwar ihr wichtigstes Projekt realisieren konnte: die Einf\u00fchrung allgemeiner, gleicher und direkter Wahlen im Reich und in Preu\u00dfen; eine Demokratisierung der Gesellschaft aber erreichte sie nicht ansatzweise. Sie versuchte es auch kaum. In der stark dezimierten Reichswehr blieben die alten Strukturen.<br>Schon am 15.11.1918 wurden die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te vom Innenminister verpflichtet, die Beamten und ihre Gesch\u00e4fte nicht anzutasten. Der Verband katholischer Beamtenvereine Deutschlands wagte darum die Revolution als <em>Schmach <\/em>und die Revolutionsregierung als <em>nichts Gerechtes und nichts Gesetzm\u00e4\u00dfiges<a href=\"#_edn5\">[5]<\/a><\/em> zu verunglimpfen; er sprach damit aus, was nicht nur die katholischen Bisch\u00f6fe, sondern auch das Zentrum und alle anderen rechten Parteien meinten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15.11.1918 erlaubte ein Erlass des preu\u00dfischen Kultusministers Hoffmann die Abmeldung der Kinder vom Religionsunterricht und verlangte von den Lehrern einen demokratischen Geschichtsunterricht. Dem folgte am 27.11. die Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht und am 29.11. das Verbot des Schulgebets und der verpflichtenden Teilnahme am Religionsunterricht oder Gottesdienst f\u00fcr Lehrer und Sch\u00fcler.<a href=\"#_edn6\">[6]<\/a> Damit erkl\u00e4rte die Staatsregierung &#8211; in der Beurteilung nicht nur der Katholiken &#8211; einen neuen Kultur- und Schulkampf. Dem Erzbischof von M\u00fcnchen und Freising wogen entsprechende bayerische Verordnungen <em>vor dem Richterstuhl Gottes &#8230; schwerer als der Blutbefehl des Herodes.<a href=\"#_edn7\">[7]<\/a><\/em> Darum machten die Bisch\u00f6fe und <em>alle katholischen Kr\u00e4fte mobil, und im Handumdrehen<\/em> <em>[war] eine Volksbewegung im Gange, die jeden Widerstand hinwegfegt[e]. Es [war] das die<\/em> <em>alte Kreuzzugsbegeisterung, die unter dem Feldgeschrei \u201aGott will es\u2019 die katholischen<\/em> <em>Massen zum Kampfe gegen den Unglauben, den traditionellen Erbfeind der Christenheit in<\/em> <em>die Schranken [wies].<\/em><a href=\"#_edn8\">[8]<\/a> Haenisch, der andere Kultusminister,<a href=\"#_edn9\">[9]<\/a> h\u00f6rte das <em>Feldgeschrei <\/em>und nahm den Erlass vom 29.11. einen Monat sp\u00e4ter &#8211; bedingt \u2013 zur\u00fcck. Die Aufhebung der geistlichen Schulaufsicht kassierte er Anfang Januar 1919, obwohl selbst die katholischen Lehrer sie abgeschafft wissen wollten, denn die geistliche Ortsschulaufsicht stellte nicht nur den Unterricht aller F\u00e4cher der Volksschule unter die Aufsicht eines Geistlichen, sondern auch den Lebenswandel der Volksschullehrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten demokratischen Wahlen (19.1.1919: Nationalversammlung) bescherten der SPD 37,9% aller g\u00fcltigen Stimmen und mit weitem Abstand die Spitzenposition unter den Parteien im Reichstag; f\u00fcr eine sozialistische Mehrheit reichte es aber deutlich nicht. Geradezu d\u00fcrftig wirkten die 37,9%, ma\u00df man sie an dem Potential der <em>Arbeitermassen, den 80 bis 90 Proz. <\/em>des Volkes, die die SPD f\u00fcr sich zu erschlie\u00dfen hoffte.<a href=\"#_edn10\">[10]<\/a> Weil die Sozialisten, SPD, USPD und KPD, die absolute Mehrheit deutlich verfehlten, aber auch weil sie unf\u00e4hig waren, ihre Kr\u00e4fte gegen die Rechten zu b\u00fcndeln, mussten sie seit der ersten Wahl nach Koalitionspartnern suchen. Sie fanden sie in der DDP,<a href=\"#_edn11\">[11]<\/a> die der SPD in Schul- und Kirchenfragen sehr nahe stand, und dem Zentrum, das nur unter der Voraussetzung in die Koalition eintrat, dass die Belange der katholischen Kirche voll verwirklicht w\u00fcrden. Die \u00fcberm\u00e4\u00dfige R\u00fccksichtnahme auf das Zentrum f\u00fchrte innerhalb kurzer Zeit zu immer gr\u00f6\u00dferer Entt\u00e4uschung unter den Sozialisten.<a href=\"#_edn12\">[12]<\/a> Ern\u00fcchtert stellte SPD-Wirtschaftsminister Wissell im Juni 1919 fest: <em>Trotz der<\/em> <em>Revolution sieht sich das Volk in seinen Erwartungen entt\u00e4uscht. Es ist nicht das geschehen,<\/em> <em>was das Volk von der Regierung erwartet hat. Wir haben die formale politische Demokratie<\/em> <em>aufgebaut. Gewiss! &#8230; Neuen Geist haben wir diesen Formen nur wenig einhauchen k\u00f6nnen.<\/em> <em>&#8230; Ich glaube, die Geschichte wird \u00fcber die Nationalversammlung [und] auch \u00fcber uns in der<\/em> <em>Regierung hart und bitter urteilen.<\/em><a href=\"#_edn13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Bastion der Sozialisten, Religion zur Privatsache machen und Staat von Kirche trennen zu wollen, fiel mit der Weimarer Verfassung (WRV) vom 19.8.1919. Statt der Trennung von Kirche und Staat entstand <em>ein System kompetenzieller Bereichsscheidung von<\/em> <em>Staat und Kirche als zwei zur Zusammenarbeit bef\u00e4higte[r] Eigenbereiche.<a href=\"#_edn14\">[14]<\/a><\/em> Und statt der weltlichen Einheitsschule machte die Verfassung die Simultanschule zur Regelschule; erg\u00e4nzt durch Antragsschulen, die konfessionell, weltanschaulich oder weltlich sein konnten \u2013 je nach Wahl der Eltern (Artikel 146 WRV). Auf diese als Weimarer Schulkompromiss bezeichnete Regelung hatten die katholischen Bisch\u00f6fe<a href=\"#_edn15\">[15]<\/a> und das Zentrum nur gewartet, denn sie besa\u00dfen seit 1911 mit der Katholischen Schulorganisation,<a href=\"#_edn16\">[16]<\/a> die noch kurzfristig durch die katholischen Elternvereinigungen verst\u00e4rkt wurde, eine Organisation, deren Struktur die kirchlichen Gliederungen abbildete, und die \u00fcber den Gemeindepfarrer den direkten Weg zu den katholischen Eltern hatte. Zudem belie\u00df der Sperrparagraph (Artikel 174 WRV) alles beim Alten, bis ein Reichsschulgesetz Artikel 146 WRV neu regeln w\u00fcrde. So hatte die Verfassung dem Geiste nach die Simultanschule, faktisch aber die Konfessionsschule in Preu\u00dfen<a href=\"#_edn17\">[17]<\/a> zur Regelschule gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte 1919 gingen alle am Schulkompromiss Beteiligten noch davon aus, dass innerhalb eines Jahres ein Reichsschulgesetz w\u00fcrde verabschiedet werden k\u00f6nnen. Reichs- und L\u00e4nderregierungen aber verhinderten wechselseitig ein solches Gesetz bis zum Ende der Weimarer Republik. Die Kultusminister mussten daher zwischen Geist und Wortlaut der Verfassung balancieren: Artikel 149,2 WRV bot den Eltern die M\u00f6glichkeit, ihre Kinder vom Religionsunterricht abzumelden; warum sollten solche Kinder, wenn in ausreichender Zahl vorhanden, nicht in Sammelklassen oder Sammelschulen zusammengefasst werden?<a href=\"#_edn18\">[18]<\/a> Dieses von Haenisch zugelassenen Verfahren, die vom Religionsunterricht abgemeldeten Kinder in eigenen Klassen und Schulsystemen zusammenzufassen, machte die Bildung von Sammelschulen zu einem reinen Verwaltungsakt in den Gemeinden und gab so den gemeindlichen Schuldeputationen<a href=\"#_edn19\">[19]<\/a> eine gewichtige Stimme bei deren Einrichtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Weimarer Schulkompromiss wollten sich viele sozialistische und religionslose Eltern nicht abfinden. Als sie in ihren Gemeinden weltliche Schulen f\u00fcr ihre Kinder forderten, trafen sie auf Stadtverordnete und Schuldeputierte, die auf die formale Gesetzeslage verwiesen \u2013 die sie zudem noch sehr einseitig auslegten -, und die sich zus\u00e4tzlich noch verabredet hatten, dass <em>der christliche Gemeindevertreter [aus Gewissensgr\u00fcnden] &#8230;<br>niemals, auch nicht im geringsten mitwirken [kann] an der Errichtung weltlicher Schulen<\/em>. Falls aber doch kein Weg an der weltlichen Schule vorbeif\u00fchrte, dann <em>m\u00fcsste aber die<\/em> <em>r\u00e4umliche Trennung der verschiedenen Schulsysteme unter allen Umst\u00e4nden erzwungen<\/em> <em>werden.<a href=\"#_edn20\">[20]<\/a><\/em> Konsequent versprach das Kommunalprogramm der Deutschen Zentrumspartei, <em>einen entschlossenen Kampf gegen alle aus religionsfeindlichem Geiste hervorgehenden<\/em> <em>Bestrebungen.<a href=\"#_edn21\">[21]<\/a> <\/em>So wollten es nat\u00fcrlich auch die Bisch\u00f6fe;<a href=\"#_edn22\">[22]<\/a> und die evangelischen Christen konnten das ebenfalls gut akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es waren aber nicht die sozialistischen Eltern, die die Idee der Arbeiter- und Soldaten- Revolution von 1918 &#8211; das politische Schicksal in die eigenen H\u00e4nde nehmen zu wollen &#8211; und das dazu n\u00f6tige Instrumentarium &#8211; Streik und \u00f6ffentlicher Ungehorsam &#8211; in die Schulfrage einbrachten, sondern die B\u00fcrgerlich-Konservativen. In Essen<a href=\"#_edn23\">[23]<\/a> <em>baten <\/em>noch die Lehrer katholischer Schulen ihren Oberb\u00fcrgermeister <em>ergebenst<\/em>, den Erlass vom 29.11.1918, durch eine <em>amtliche Erkl\u00e4rung &#8230; au\u00dfer Kraft <\/em>zu setzen. W\u00e4hrend <em>Elternkreise &#8230; des St\u00e4dtische[n]<\/em> <em>Gymnasium[s] zu Essen-Borbeck [sich \u2026] durch die j\u00fcngsten Erlasse &#8230; auf das<\/em> <em>empfindlichste in [ihren] Interessen gesch\u00e4digt<a href=\"#_edn24\">[24]<\/a><\/em> sahen, darum <em>feierlich [erkl\u00e4rten], dass wir<\/em> <em>uns dergleichen Dinge nicht bieten lassen werden<\/em>. Sie eiferten damit ihren Bisch\u00f6fen nach, die forderten und voraussagten: <em>Nie und nimmer wird das katholische Volk &#8230; sich [die<\/em> <em>Entchristlichung der Schule] gefallen lassen.<a href=\"#_edn25\">[25]<\/a><\/em> Einen deutlichen Schritt weiter gingen in Pommern <em>Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen h\u00f6herer Lehranstalten<\/em>. Sie streikten gegen die <em>Entfernung der Kaiserbilder aus den Schulen <\/em>in Greifswald und Stettin.<a href=\"#_edn26\">[26]<\/a> Minister Haenisch schrieb Briefe, musste aber zum Schluss pers\u00f6nlich eingreifen. In Gotha streikten Sch\u00fcler wegen des Verbots von Schulgebeten und \u2013 verpflichtenden &#8211; religi\u00f6sen Feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>In Herne entwickelte sich im April 1920 ein Streik katholischer Eltern, weil ein Volksschullehrer sich weigerte, Religionsunterricht zu erteilen. Zun\u00e4chst lie\u00dfen die Eltern ihre Kinder nicht von diesem Lehrer unterrichten; bald aber ging es gar nicht mehr um den missliebigen Lehrer, sondern um die ultimative Entfernung aller atheistischen Lehrer von Herner Schulen. Der <em>Volksverein f\u00fcr das katholische Deutschland<a href=\"#_edn27\">[27]<\/a><\/em> unterst\u00fctzte die Herner katholischen Eltern, ebenso die Katholiken D\u00fcsseldorfs, Hamms, Bochums und Gelsenkirchens. Seit geraumer Zeit koordinierte die Katholische Schulorganisation den Herner Schulstreik. Auf dessen H\u00f6hepunkt streikten 7 000 katholische Kinder. Als der Herner Schulstreik am 17.7.1920 beendet wurde, waren die katholischen Eltern die atheistischen Lehrer los, da nach Anweisung von Minister Haenisch <em>in Herne sofort Schulklassen errichtet<\/em> <em>[werden], in denen solche Kinder &#8230; zu vereinen sind, die auf Wunsch der Eltern am<\/em> <em>Religionsunterricht nicht teilnehmen.<a href=\"#_edn28\">[28]<\/a><\/em> Im \u00dcbrigen bescheinigte der Minister Lehrern und Eltern, sich legal verhalten zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schulstreik war inzwischen allerdings auf Buer \u00fcbergesprungen. Hier aber hatte sich eine Streikbewegung aus sozialistischen Lehrern und <em>Freier Elternvereinigung <\/em>um etwa 3 000 Kinder gek\u00fcmmert, deren <em>proletarische Eltern <\/em>ihre Kinder <em>auf geistigem Gebiet nicht mehr<\/em> <em>enterbt und entrechtet <\/em>sehen wollten.<a href=\"#_edn29\">[29]<\/a> Das <em>werkt\u00e4tige Proletariat <\/em>Buers beklagte sich beim Minister dar\u00fcber, dass der <em>Schuldezernent der Regierung zu M\u00fcnster, der Zentrumsmann und<\/em> <em>Vorsitzende des katholischen Lehrervereins, Rektor Kamp<\/em>, im Auftrage der Regierung f\u00fcr 3 000 Kinder nur eine Klasse bewilligen wollte. Die <em>Buersche Zeitung <\/em>vom 10.9.1920 berichtete, dass <em>die Freie Elternvereinigung den Schulstreik auf 40 St\u00e4dte und Gemeinden<\/em> <em>aus[zu]dehnen <\/em>drohte. In D\u00fcsseldorf erstreikten Dissidenten-Eltern bis 1921 zehn Sammelschulen f\u00fcr 5 014 Kinder. In Dortmund wurden Ostern 1921 acht Sammelklassen eingerichtet; weitere mussten im Herbst erstreikt werden. Auch Essen und Dorsten<a href=\"#_edn30\">[30]<\/a> richteten Sammelschulen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Der Schulkampf in Bottrop. <br>Der Arbeiter- und Soldatenrat \u00fcbernahm am 9.11.1918 die Macht in Bottrop. Die Tage, in denen sich die b\u00fcrgerliche Gemeindeelite darum sorgte, nichts zu sagen, was <em>die Herren vom<\/em> <em>Arbeiter- und Soldatenrat &#8230; ver\u00fcbeln<\/em><a href=\"#_edn31\">[31]<\/a>mochten, waren umso schneller gez\u00e4hlt, als immer offensichtlicher wurde, dass der von Ebert dominierte Rat der Volksbeauftragten die Revolution m\u00f6glichst schnell beenden wollte. Schon am 2.1.1919 bezichtigten in Bottrop Redner des Zentrums die Revolution, die Schuld am Kriegsausgang und an den unertr\u00e4glichen Waffenstillstandsbedingungen zu tragen;<a href=\"#_edn32\">[32]<\/a> und die Bisch\u00f6fe machten die Revolution f\u00fcr den Sittenverfall in Deutschland verantwortlich.<a href=\"#_edn33\">[33]<\/a> Sp\u00e4testens mit der Wahl zur Gemeindevertretung vom 9. M\u00e4rz 1919 waren die Verh\u00e4ltnisse auf politischer Ebene so, wie vor der Revolution: Das Zentrum beherrschte Bottrop unangefochten. Von 54 Gemeindeverordneten<a href=\"#_edn34\">[34]<\/a> stellte es allein 24; die Polen brachten es auf immerhin noch 17. Die Sozialisten zusammen wurden von 10 Verordneten vertreten; 3 Verordnete geh\u00f6rten der Deutschen Volkspartei (DVP) und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Partei des politischen Katholizismus war das Zentrum nicht nur ideell, sondern auch personell und organisatorisch aufs Engste mit der Kirche verquickt. Pfarr- und Rektoratsbezirke bildeten die selbstverst\u00e4ndlichen Grenzen f\u00fcr die Bezirke des Zentrums und des Zentrumsvereins, dem sich <em>s\u00e4mtliche katholischen Pfarrer und geistlichen Rektoren <\/em>als Beisitzer zur Verf\u00fcgung stellten; <em>f\u00fcr s\u00e4mtliche Pfarr- und Rektoratsbezirke sind inzwischen<\/em> <em>Bezirksvereine des Zentrumsvereins Bottrop eingef\u00fchrt worden.<a href=\"#_edn35\">[35]<\/a><\/em> Die <em>Versammlung der<\/em> <em>Vertrauensleute der Zentrumspartei <\/em>leitete der <em>Bezirksvorsitzende von Cyriakus, Herr Vikar<\/em> <em>Kaup.<a href=\"#_edn36\">[36]<\/a><\/em> Im Rat der Stadt und in der Schuldeputation war Pfarrer Bernhard H\u00fclshorst, bald Bottroper Dechant, ein wichtiger Mann. So f\u00f6rderte die Kirche das Zentrum ideell und personell; die Katholische Schulorganisation wurde von der Kirche mit Kollekten unterst\u00fctzt.<a href=\"#_edn37\">[37]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bev\u00f6lkerung Bottrops z\u00e4hlte sich 1920 zu 78% zu den Katholiken; 20% waren evangelisch.<a href=\"#_edn38\">[38]<\/a> Das Zentrum fand bei den Katholiken seine Stammw\u00e4hler. Besonders aber standen die Bottroper Frauen auf Seiten des Zentrums, das noch im Juli 1918 nur den M\u00e4nnern<a href=\"#_edn39\">[39]<\/a> das Wahlrecht zugestehen wollte. Es erhielt bei der Reichstagswahl 1920 55% seiner Stimmen von Frauen, obwohl deren Anteil an der Gesamtheit der abgegebenen Stimmen nur 46% betrug. Bei den Sozialisten, SPD, USPD und KPD, deren Revolutionsregierung das allgemeine Wahlrecht auch den Frauen<a href=\"#_edn40\">[40]<\/a> verbrieft hatte, machten dagegen die Frauen nur 37% der W\u00e4hlerstimmen aus. Insgesamt bekamen sie sogar nur 33,3% der abgegebenen Frauenstimmen.<a href=\"#_edn41\">[41]<\/a> Hier spiegelte sich wohl wider, was der Episkopat, das Zentrum mit seinen Hauszeitungen und die Kanzeln mit steter Wiederholung verbreiteten. Wurde den Frauen zun\u00e4chst nur die Aufgabe der Integration der <em>heimkehrenden katholischen<\/em> <em>Krieger &#8211; <\/em>ausgezogen <em>zu dem blutigen Werk der Verteidigung des Vaterlandes<a href=\"#_edn42\">[42]<\/a><\/em> &#8211; in das Arbeitsleben<a href=\"#_edn43\">[43]<\/a> auferlegt, und die Integration der heimkehrenden M\u00e4nner &#8211; die <em>hier und da<\/em> <em>noch die rauen Kriegsm\u00e4nner herauskehren<a href=\"#_edn44\">[44]<\/a><\/em> <em>&#8211; <\/em>in die Familien, so sahen sie sich wenig sp\u00e4ter mit der Verantwortung f\u00fcr die Familien, die Unaufl\u00f6slichkeit der Ehe und die <em>Erhaltung der<\/em> <em>Fruchtbarkeit der Ehe <\/em>belegt sowie mit der Verpflichtung, <em>dass nicht eines von diesen<\/em> <em>Kleinen verloren gehe<\/em>. Daraus folgte die <em>heilige Gewissenspflicht, f\u00fcr das hohe Ziel der<\/em> <em>konfessionellen Volksschule mannhaft einzutreten<\/em>. Schlie\u00dflich ging es um <em>die Seele ihrer<\/em> <em>Kinder <\/em>und um die <em>Vergewaltigung der christlichen Kinder, Eltern und Lehrer <\/em>durch die Sozialisten. Die <em>politische Arbeitsgemeinschaft katholischer Frauen-Verb\u00e4nde Deutschlands<\/em> erhob dann auch gleich <em>sch\u00e4rfsten Einspruch <\/em>gegen die Erlasse Hoffmanns und damit gegen das Verhindern der <em>religi\u00f6se[n] Erziehung ihrer Kinder und gegen die Vernichtung des<\/em> <em>Autorit\u00e4tsgedankens<\/em>.<a href=\"#_edn45\">[45]<\/a> Mit einer der Revolution w\u00fcrdigen Unbedingtheit forderten sie die <em>sofortige Entfernung des Mannes, der ungeeignet ist, das Amt eines Kultusministers zu<\/em> <em>verwalten. <\/em>Wenig sp\u00e4ter h\u00f6rten die Frauen, <em>die Sozialisten zerst\u00f6ren die christliche Ehe und<\/em> <em>Familie.<a href=\"#_edn46\">[46]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Bottroper Katholikentag (22.9.1919) referierte Jesuitenpater Professor Schwarz, D\u00fcsseldorf, vor den <em>Frauen und Jungfrauen<\/em>: \u2026 <em>Das religionslose Kind ist ein sehr<\/em> <em>gef\u00e4hrliches Kind. Es ist gef\u00e4hrlich, weil es ist unwissend, es ist gef\u00e4hrlich, weil es ist<\/em> <em>gewissenlos, es ist gef\u00e4hrlich, weil es ist gef\u00fchlsroh, es ist gef\u00e4hrlich, weil es ist unbotm\u00e4\u00dfig<\/em> <em>und schlie\u00dflich unverbesserlich. &#8230; Mit solchen Kindern will ich nicht im Hause leben. Da bin<\/em> <em>ich meiner Ehre, meines Lebens nicht mehr sicher. Solche Menschen untergraben die<\/em> <em>Fundamente des Staates, &#8230; die haben uns das Ungl\u00fcck gebracht. &#8230; Seht nur in die gierigen<\/em> <em>Augen des religionslosen Kindes hinein. Seht nur die modernen Burschen und M\u00e4dchen, wie<\/em> <em>sie herumlaufen. Das religionslose Kind wird gef\u00fchlsroh, frech, gemein. &#8230; Seht die jungen<\/em> <em>Leute, denen das Laster ins Gesicht geschrieben ist. Seht dieses gewissenlose Volk, wie es uns<\/em> <em>zugrunde richtet, dem wir nichts anvertrauen k\u00f6nnen. &#8230; Das religionslose Kind kann sich<\/em> <em>nicht einf\u00fcgen in die menschliche Gesellschaft. Das religionslose Kind kennt [keinen<\/em> <em>Himmel]. Drum kommen aus diesen Kreisen die Revolution\u00e4re, die Hetzer. Aus den Tiefen<\/em> <em>der H\u00f6lle erhebt sich die Revolution.<a href=\"#_edn47\">[47]<\/a><\/em> Und um auch der Letzten klar zu machen, was auf dem Spiele stand, kam der Teufel selbst zu Wort, der erkl\u00e4rte, dass er Abgeordneter werden w\u00fcrde, um <em>kurz den Antrag [zu] stellen, man solle die Schule von der Kirche trennen.<a href=\"#_edn48\">[48]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In Bottrop gab es zwei Zeitungen, die Bottrop im Namen trugen: die <em>Bottroper Volkszeitung<\/em> (BVZ) und den <em>Bottroper Anzeiger <\/em>(BA). Einig Sozialisten bezogen den <em>Volksfreund<\/em>,<a href=\"#_edn49\">[49]<\/a> der in Recklinghausen erschien. Der BA wurde mehrheitlich von evangelischen B\u00fcrgern gelesen; die BVZ war die christlich-katholische Hauszeitung des Zentrums. Ihr Verleger, Postberg, war Schriftf\u00fchrer der Partei<a href=\"#_edn50\">[50]<\/a> und des Bottroper Zentrumsvereins. Den Gemeindeverordneten Haugg, Redakteur der BVZ, w\u00e4hlten die Vertrauensm\u00e4nner des Zentrums zum ersten Vorsitzenden des Zentrumsvereins, nachdem er zun\u00e4chst \u2013 dem Zeitgeist angepasst \u2013 einen Arbeiter f\u00fcr dieses Amt empfohlen hatte.<a href=\"#_edn51\">[51]<\/a> Kurz darauf war er auch erster Vorsitzender des Zentrums,<a href=\"#_edn52\">[52]<\/a> dann noch Schuldeputierter. Sein Nachfolger bei der BVZ, Dr. Wand, geh\u00f6rte zu den Vertrauensm\u00e4nnern der Zentrumspartei.<a href=\"#_edn53\">[53]<\/a> Angesichts dieser intendierten und personellen Konstellation konnte umfassende, neutrale Information nicht das Anliegen des Blattes sein. Insbesondere von den Bem\u00fchungen der Sozialisten und der Freien Elternvereinigung, in Bottrop \u201e<em>freie Schulen\u201c <\/em>zu errichten, erfuhren die BVZ-Leser kaum etwas.<a href=\"#_edn54\">[54]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>2.1. Der Kampf mit der Verwaltung.<br>Anfang April 1919 nutzte der Mehrheitssozialist Gustav Unvericht eine Aussprache \u00fcber die Expansion des Lyzeums dazu, auf die Pl\u00e4ne seiner Fraktion hinzuweisen, <em>sobald als m\u00f6glich<\/em> <em>die Einheitsschule <\/em>zu schaffen; kurze Zeit sp\u00e4ter wies die Gemeinderatsversammlung den Antrag der Sozialisten auf \u00dcberlassung von <em>Schulr\u00e4umen f\u00fcr Unterrichtszwecke <\/em>der Schuldeputation zu. Damit war der Antrag vom Tisch. <\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Jahre nach der Revolution beantragten in einer abgestimmten Aktion die Freie Elternvereinigung Boy (8.\/10.9.1920) und Eigen<a href=\"#_edn55\">[55]<\/a> <em>f\u00fcr den Beginn des Winterhalbjahres die<\/em> <em>vom Religionsunterricht befreiten Kinder zu aufsteigenden religionslosen Klassen <\/em>zusammen zu fassen. Beide zusammen sprachen f\u00fcr 640 Kinder und waren <em>nicht gewillt, &#8230; ihre Kinder<\/em> <em>[weiter] &#8230; in konfessionelle Schulen zu schicken<\/em>, hofften aber auf eine konfliktfreie Regelung. Sie richteten den Antrag an das <em>Stadtverordnetenkollegium und an die<\/em> <em>Schuldeputation<\/em>. Beide Gremien wurden vom Zentrum majorisiert; sie trafen damit auf Stadtverordnete und auf Schuldeputierte, die sich der Verhinderung der religionslosen Schulen verpflichtet f\u00fchlten, und die vom Zentrum<a href=\"#_edn56\">[56]<\/a> und von ihrer Kirche darin stark unterst\u00fctzt wurden.<a href=\"#_edn57\">[57]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In der Bottroper Schuldeputation stellten die Sozialisten zwei <em>\u201eMitglieder aus dem<\/em> <em>Gemeinderat\u201c <\/em>und zwei Elternvertreter.<a href=\"#_edn58\">[58]<\/a> Den Sozialisten fehlte also weitestgehend jede Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Einrichtung weltlicher Schulen. Insbesondere hatten sie es vers\u00e4umt, eine sozialistische Schulorganisation aufzubauen.<a href=\"#_edn59\">[59]<\/a> So wurden auch die Elternbeirats-Wahlen ein Desaster f\u00fcr die weltliche Schule: <em>In Bottrop siegten an s\u00e4mtlichen Schulen die<\/em> <em>christlichen Listen.<a href=\"#_edn60\">[60]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser Voraussetzungen konnte die Freie Elternvereinigung nur wenig Druck entwickeln. Auch in der Bottroper Presse hatten die dissidenten Eltern keinen Widerhall. Am 2. Mai 1922 wurde zum ersten Male ein redaktioneller Artikel ver\u00f6ffentlicht, der vom 1. Mai berichtete und die <em>drei sozialistischen Parteien <\/em>unter <em>ziemlich starker Beteiligung <\/em>den 1. Mai feiern lie\u00df. An dieser Feier beteiligten sich auch <em>einige Hundert schulpflichtige (!) Kinder, die<\/em> <em>ein Schild trugen mit der Aufschrift: \u201aWir fordern die weltliche Schule!\u2019.<a href=\"#_edn61\">[61]<\/a><\/em> <\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nach dem Antrag in Bottrop versuchte die Freie Elternvereinigung auch \u00fcber die Regierung in M\u00fcnster ihr Projekt voran zu treiben und verwies auf den preu\u00dfischen Minister f\u00fcr Wissenschaft, Kunst und Volksbildung und dessen <em>Erlass vom 30. September<\/em>, durch den <em>die dortige [M\u00fcnstersche] Abteilung \u2026angewiesen werde, in Verhandlungen zwecks<\/em> <em>Notregelung der Schulfrage einzutreten<\/em>, was M\u00fcnster aber nicht getan habe. Diese mahnte die Freie Elternvereinigung nun an, <em>lehnte <\/em>aber \u2013 best\u00e4rkt durch die Vorg\u00e4nge in Buer \u2013 <em>die<\/em> <em>Herren Kamp und Kranhold \u2026 als Leiter der Verhandlung ab<\/em>.<a href=\"#_edn62\">[62]<\/a> M\u00fcnster verlangte umgehend (eilt) vom Bottroper Oberb\u00fcrgermeister einen Bericht. Die Bottroper Schuldeputation lehnte den Antrag der Eltern auf ihrer Sitzung am 19.11.1920 mit Hinweis auf die Verfassung ab und informierte M\u00fcnster entsprechend.<a href=\"#_edn63\">[63]<\/a> \u00c4hnlich erging es den Antr\u00e4gen der Freien Elternvereinigung aus dem Jahr 1921, die die Schuldeputation <em>nach<\/em> <em>l\u00e4ngerer und eingehender Aussprache \u2026 vertagt<\/em>.<a href=\"#_edn64\">[64]<\/a> Am 8. Mai 1922 hielt die Schuldeputation den erneuten Antrag der Freien Elternvereinigung zwar f\u00fcr berechtigt, lehnte ihn aber dennoch ab, weil <em>die Einrichtung weltlicher Schulen erst dann erfolgen kann, wenn eine<\/em> <em>gesetzliche Grundlage hierf\u00fcr gegeben ist.<a href=\"#_edn65\">[65]<\/a><\/em> Die Bottroper Schuldeputation stellte sich damit auf den Standpunkt der Bisch\u00f6fe und der Kommunalpolitischen Bl\u00e4tter, die sich am 16.6.1921 im <em>Kampf um die \u201afreie\u2019 Schule <\/em>positioniert und insbesondere mit der <em>ministeriellen<\/em> <em>Anordnung <\/em>auseinandergesetzt hatten, nach der <em>Kinder, die nicht mehr am<\/em> <em>Religionsunterricht teilnehmen sollen, in besonderen Schulklassen gesammelt werden<\/em> konnten, obwohl, wie sie urteilten, <em>die Errichtung bekenntnisfreier Schulen mit der<\/em> <em>Verfassung nicht in Einklang zu bringen <\/em>war. Auch ein <em>Erlass des[neuen] Ministers [Becker]<\/em> <em>vom 14. M\u00e4rz 1921 <\/em>best\u00e4tigte den Charakter der Zusammenfassung von Kindern, die am <em>Religionsunterricht nicht teilnehmen<\/em>, als <em>Notl\u00f6sung<\/em>. Dabei kam den Kommunalpolitischen Bl\u00e4ttern eine Herausnahme von religionslosen Kindern <em>aus unseren christlichen Schulen<\/em> eigentlich sehr gelegen, denn <em>solche Kinder bedeuten eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr jene aus<\/em> <em>religi\u00f6sen Familien; <\/em>dennoch sahen sie in dem pragmatischen Umgang des Ministers Haenisch mit der Verfassung eine Rechtsbeugung. Die Bottroper Schuldeputation stellte damit ihre Rechtsauffassung nicht nur gegen die von Minister Haenisch, sondern auch gegen die seines Nachfolgers, Minister Becker, der in einem Erlass vom 28. Juni 1921 seine Einsch\u00e4tzung wiederholte, <em>dass die Zusammenfassung am Religionsunterricht nicht<\/em> <em>teilnehmender Kinder <\/em>zwar eine <em>Notl\u00f6sung <\/em>und nicht das von der Verfassung (Artikel 146,2 WRV) geforderte Verfahren sei &#8211; aber eine <em>genehmigte Verwaltungsma\u00dfnahme<\/em>.<a href=\"#_edn66\">[66]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erbost \u00fcber die <em>Verschleppung <\/em>durch die Bottroper Schuldeputation, wandte sich die Freie Elternvereinigung an die Regierung M\u00fcnster,<a href=\"#_edn67\">[67]<\/a> der sie ihre bisherigen vergeblichen Versuche schilderte und um Abhilfe bat, ehe <em>weitere Ma\u00dfnahmen ergriffen werden<\/em>. Umgehend antwortete die Regierung dem Bottroper Oberb\u00fcrgermeister und verf\u00fcgte: <em>Nachdem in<\/em> <em>anderen Schulverb\u00e4nden unseres Bezirks die Einrichtung von Sammelklassen f\u00fcr die vom<\/em> <em>Religionsunterricht befreiten Schulkinder bereits durchgef\u00fchrt ist, wird dem Wunsche der<\/em> <em>dortigen freien Elternvereinigung gleichfalls Rechnung getragen werden m\u00fcssen. Wir<\/em> <em>ersuchen daher, zun\u00e4chst eine Stellungnahme der St\u00e4dtischen Schuldeputation herbeizuf\u00fchren<\/em> <em>und demn\u00e4chst die Einrichtung in der Weise zu f\u00f6rdern, dass sie bis zum Beginn des neuen<\/em> <em>Schuljahres Ostern 1923 ins Leben treten kann. Zu den Verhandlungen werden wir auf<\/em> <em>Wunsch Vertreter entsenden. Die Antragsteller bitten wir in unserem Namen mit einem<\/em> <em>Vorbescheid zu versehen.<a href=\"#_edn68\">[68]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schuldeputation, gleichzeitig der Stadt und M\u00fcnster verantwortlich, widersetzte sich sowohl dem Minister als auch der Regierung, indem sie <em>sich auf den gesetzlichen Standpunkt<\/em> stellte, <em>der auch durch den Erlass des derzeitigen Ministers Haenisch<a href=\"#_edn69\">[69]<\/a> betr. Einrichtung<\/em> <em>sogenannter Sammelklassen&#8230; nicht ge\u00e4ndert werden kann. <\/em>Dar\u00fcber hinaus machte sie geltend, dass die Zusammenlegung der religionslosen Kinder dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass mehrere Jahrg\u00e4nge in einer Klasse zusammengefasst w\u00fcrden, <em>was nicht in Frage kommen<\/em> kann. Sie verwies schlie\u00dflich auf den Bildungsausschuss des Reichstages, nach dessen \u00c4u\u00dferungen es fraglich war, <em>ob \u00fcberhaupt die Einrichtung weltlicher Schulen in Frage<\/em> <em>kommt<\/em>. Unbeeindruckt von der Regierungsanweisung, teilte der Oberb\u00fcrgermeister daher der Regierung mit, dass die Schuldeputation <em>die Angelegenheit hier erneut im Monat Januar 1923<\/em> <em>verhandelt<\/em>. Die gew\u00fcnschte <em>Bescheidung der Antragsteller <\/em>lehnte er zu schreiben ab: <em>Ich gebe<\/em> <em>anheim (handschriftlich zu \u201abitte\u2019 verbessert), diese von dort aus vorzunehmen<\/em>. Die Regierung gab sich damit zun\u00e4chst zufrieden, wies aber den Oberb\u00fcrgermeister darauf hin, dass <em>die Zusammenlegung von mehreren Jahrg\u00e4ngen auch aus verschiedenen Schulen als<\/em> <em>zul\u00e4ssig bezeichnet werden muss<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 2.2.1923 erkl\u00e4rte sich die Bottroper Schuldeputation <em>grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Einrichtung<\/em> <em>weltlicher Schulen<\/em>, sah R\u00e4ume daf\u00fcr aber erst nach Fertigstellung der K\u00f6rnerschule verf\u00fcgbar.<a href=\"#_edn70\">[70]<\/a> Damit gab sich aber die Freie Elternvereinigung nicht zufrieden, sondern verlangte <em>Wanderklassen <\/em>oder <em>Wechselunterricht<\/em>, was die Schuldeputation ablehnte. Daraufhin stellte die SPD in der Stadtverordnetenversammlung (27.3.1923) den Dringlichkeitsantrag, <em>bei Beginn des neuen Schuljahres, zu Ostern 1923, an der<\/em> <em>[evangelischen] Rheinbabenschule die erforderlichen Schulklassen zur Verf\u00fcgung zu stellen<\/em>. Nat\u00fcrlich wurde der Dringlichkeitsantrag abgelehnt.<a href=\"#_edn71\">[71]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am 6.4.1923 k\u00fcndigte die Freie Elternvereinigung Eigen der Regierung in M\u00fcnster den Schulstreik f\u00fcr den 13.4.1923 an \u2013 auch in einem Brief an den Schulrat Engberding -, falls sie die Bottroper <em>Einheitsfront <\/em>nicht doch noch zum Einlenken bringen w\u00fcrde, wie die Eltern und die <em>linksstehenden Fraktionen <\/em>hofften. M\u00fcnster hatte jetzt f\u00fcr <em>jede damit verbundene Folge<\/em> die Verantwortung.<a href=\"#_edn72\">[72]<\/a> Die Regierung forderte darum erneut umgehenden Bericht vom Oberb\u00fcrgermeister, den der mit einer \u00dcbersicht \u00fcber die zum Streik bereiten Kinder erstattete. Daraufhin hielt die Regierung eine Besprechung der Interessenten mit Beauftragten der Regierung f\u00fcr w\u00fcnschenswert &#8211; wegen der Reisebeschr\u00e4nkungen durch die franz\u00f6sischbelgische Besatzung in Haltern und mit kleiner Delegation aus Bottrop. Inzwischen begann der Streik auf dem Eigen und in der Boy. Die Besprechung mit Regierungsvertretern Anfang Mai (9.5.) hatte f\u00fcr die Eltern zu <em>keinem Ergebnis <\/em>gef\u00fchrt. Die Freie Elternvereinigung-Eigen f\u00fchlte sich von der Schuldeputation verh\u00f6hnt, setzte nunmehr der Stadtverwaltung \u00fcber die Regierung eine letzte Frist (1.-18. Juni) und drohte, danach die <em>Rheinbabenschule &#8230; mit<\/em> <em>Gewalt [zu] besetz[en]. Eventuell unter dem Schutz der Besatzung.<a href=\"#_edn73\">[73]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtschuldeputation lie\u00df sich am 11.5.1923 vom Beigeordneten Dr. Krebs und Stadtschulrat Engberding \u00fcber das Treffen mit den Regierungsvertretern berichten; dadurch wurde der Vorsitzende der Schuldeputation angeregt vorzuschlagen, <em>\u201ean der<\/em> <em>Rheinbabenschule durch Zusammenlegung der infolge der Unterbringung von Kindern auf<\/em> <em>dem Lande gering beschulten Klassen einige R\u00e4ume f\u00fcr die weltliche Schule sofort frei zu<\/em> <em>machen. Die L\u00f6sung soll nur Wirkung haben bis zum Beginn der gro\u00dfen Ferien. Danach<\/em> <em>erh\u00e4lt die Bekenntnisschule wieder das Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber s\u00e4mtliche R\u00e4ume, da bis dahin<\/em> <em>die Aufstellung von Baracken erfolgt sein wird<\/em>. SPD-Stadtverordneter Dahlhoff stellte  dann den formellen Antrag auf \u00dcberlassung von Klassenr\u00e4umen der Rheinbabenschule. Der Antrag wurde abgelehnt; es blieb also beim Beschluss vom 2.2.1923. Das teilte der Oberb\u00fcrgermeister auch M\u00fcnster mit.<a href=\"#_edn74\">[74]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am 26.5. brachte die SPD die \u00dcberlassung von R\u00e4umen in der Rheinbabenschule in einem Dringlichkeitsantrag in die Stadtverordnetenversammlung, um die geordneten Verh\u00e4ltnisse zur\u00fcck zu holen, auch um die Nachteile f\u00fcr die streikenden Kinder abzustellen, die w\u00e4hrend des Streiks nat\u00fcrlich nicht die Qu\u00e4kerspeisung<a href=\"#_edn75\">[75]<\/a> und die Verschickung aufs Land beanspruchen konnten. Stadtverordneter Riedel (KPD) deutete auch andere <em>Ungelegenheiten<\/em> an, die Lehrer dissidenten Kindern zuf\u00fcgten. Die Versammlung glaubte das allerdings nicht und <em>nimmt die Lehrer gegen den Vorwurf des Hasses und der Rachsucht gegen\u00fcber Kindern<\/em> <em>in Schutz<\/em>;<a href=\"#_edn76\">[76]<\/a> der Antrag wurde abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte Juni schrieb die Regierung aus M\u00fcnster der Freien Elternvereinigung in Bottrop-Eigen <em>im Auftrage des Herrn Ministers f\u00fcr Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, &#8230; dass der Herr<\/em> <em>Minister sich mit der Einrichtung der Sammelklassen f\u00fcr die vom Religionsunterricht<\/em> <em>befreiten Schulkinder zum Herbst ds. Js. einverstanden erkl\u00e4rt hat. &#8230; Der Herr Minister<\/em> <em>erwartet, dass im Hinblick auf die bestimmte Zusage der Errichtung der Sammelklassen zum<\/em> <em>Herbst ds. Js. der Schulstreik abgebrochen wird. <\/em>Eine Abschrift dieses Briefes ging an den Bottroper Oberb\u00fcrgermeister mit der unmissverst\u00e4ndlichen Aufforderung <em>zur Einrichtung der<\/em> <em>Sammelklassen &#8230; nach den Hauptferien.<a href=\"#_edn77\">[77]<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am 4.7.1923 hatte die Freie Eltervereinigung mit Hilfe des Reichsministers und der Regierung in M\u00fcnster gesiegt. In einer <em>Bekanntmachung <\/em>meldete die Schuldeputation die Einrichtung von <em>Sammelklassen f\u00fcr die vom Religionsunterricht befreiten Schulkinder der<\/em> <em>Stadt<\/em>; deren Eltern hatten bis zum 20.7. Zeit, ihre Kinder daf\u00fcr anzumelden.<a href=\"#_edn78\">[78]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00f6rmliche Genehmigung <em>je einer Sammelschule &#8230; in Boy und Eigen <\/em>schickte die Regierung dem Oberb\u00fcrgermeister am 28.9.1923 mit der Auflage, die R\u00e4ume in der Rheinbabenschule <em>tunlichst bald <\/em>frei zu machen durch Aufstellung von Baracken. <em>Weiterhin<\/em> <em>ist die Errichtung eines eigenen Schulgeb\u00e4udes f\u00fcr die Sammelschule in Aussicht zu nehmen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/12.2011_S_8.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"283\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Rektor Westermann von der Rheinbabenschule bekam am 28.5.1924 den lang ersehnten Brief von der Schuldeputation, die ihm mitteilte, <em>dass die Lehrer und Lehrerinnen der Sammelschule ihre Klassen am Freitag, den 30.5.1924 vormittags um 10 Uhr geschlossen zur<\/em> <em>neuen Schule an der Fischedickstra\u00dfe f\u00fchren und dort fortan den Unterricht erteilen<\/em>. In den Folgejahren mussten die Eltern im Zusammenspiel mit den sozialistischen Fraktionen die Stadt wiederholt an die Auflage zum Bau eines massiven Geb\u00e4udes erinnern und mit der Aufz\u00e4hlung von unhaltbaren Zust\u00e4nden in den Baracken, die im Sommer br\u00fctend hei\u00df, im Winter aber nicht ausreichend beheizbar, die in der nassen Jahreszeit von Wasser untersp\u00fclt und darum gesundheitsgef\u00e4hrdend waren, die &#8211; vorhandene &#8211; Bereitschaft zum Schulbau vergr\u00f6\u00dfern. Am 7.6.1926, nachdem die Schuldeputation den Schulbau f\u00fcr notwendig erachtet hatte, befand der Finanzausschuss, dass mit <em>dem Bau sobald als m\u00f6glich begonnen werden<\/em> soll. <em>Am 22. Februar1927 genehmigte daher die Stadtverordnetenversammlung die<\/em> <em>Errichtung eines massiven Schulgeb\u00e4udes<\/em>, und kurz darauf gab auch die Regierung in M\u00fcnster ihr Placet.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem 5. Jahrbuch konnte die Stadt berichten, dass die <em>Sammelschule Bottrop-Eigen [am]<\/em> <em>5.6.1928 &#8230; in Benutzung genommen <\/em>worden war.<a href=\"#_edn79\">[79]<\/a> In der Rubrik der besonderen Vorkommnisse suchte man allerdings vergebens nach einem Hinweis auf Baubeginn oder \u2013fertigstellung. H\u00e4tte man nach der Herz-Jesu-Kirche, der St.-Ludgeri-Kirche oder nach einem Anbau an das Gymnasium gesucht, w\u00e4re man f\u00fcndig geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>2.2. Die Eltern der Konfessionsschulen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Vorsitzende der Schuldeputation am 11.5.1923 den Vorschlag machte, Klassen der Rheinbabenschule vor\u00fcbergehend f\u00fcr die <em>weltliche Schule <\/em>frei zu machen, zog er sich damit den Zorn des <em>Superintendenten Meyer als Vertreter der evgl. Gemeinde <\/em>zu, der die <em>Berechtigung der Erf\u00fcllung der Forderung der freien Elternvereinigung <\/em>zwar anerkannte, sich aber die Forderung der Katholiken zu Eigen machte, <em>prinzipiell die weltliche Schule nicht<\/em> <em>mit der Konfessionsschule in einem Geb\u00e4ude <\/em>unterzubringen. Er war auch sicher, dass <em>die<\/em> <em>Eltern sich eine Zusammenlegung nicht gefallen lassen werden<\/em>. Dabei assistierte ihm Rektor Stremmel, der auf einen <em>Schulstreik &#8230; der Anh\u00e4nger der Konfessionsschule <\/em>hinwies, der dann nat\u00fcrlich <em>ganz andere Ausma\u00dfe zeigen [w\u00fcrde]<\/em>. Tats\u00e4chlich traten die Kinder der Rheinbabenschule am 5. September 1923 komplett in den Schulstreik, weil tags zuvor die Sammelschule dort eingezogen war. Dem Streik schlossen sich die beiden anderen evangelischen Ortsgruppen an, sodass die <em>ev. Gesamtschulgemeinde Bottrop &#8230; den Kampf um<\/em> <em>die Erhaltung ihrer evangelischen Rheinbabenschule bis zum vollen Erfolg <\/em>weiterf\u00fchren wollte. Am 1.10. besch\u00e4ftigte der Streik die Stadtverordnetenversammlung.<a href=\"#_edn80\">[80]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Als die Entscheidung gefallen war, die Sammelschule Eigen einzurichten und vor\u00fcbergehend in der evangelischen Rheinbabenschule unterzubringen, suchten die Beteiligten einen Platz, an dem die Baracken f\u00fcr die weltliche Schule aufgestellt werden konnten. Nahe der Overbergschule, an der Tannenstra\u00dfe, hatte die SPD einen Arbeiter-Sportplatz mit einem einfachen Sportheim eingerichtet. Dort stellte sich gelegentlich auch eine Kirmes auf. Sehr schnell wurde dieser Platz als Standort f\u00fcr die Baracken der Sammelschule erkannt. <em>Ein<\/em> <em>anderes geeignetes Grundst\u00fcck konnte nicht angeboten werden<\/em>, teilte die Verwaltung der Schuldeputation mit. Allerdings kamen <em>aus der Versammlung heraus &#8230; Bedenken gegen die<\/em> <em>Aufstellung der Baracken auf dem in unmittelbarer N\u00e4he der Overbergschule gelegenen<\/em> <em>Sportplatz.<a href=\"#_edn81\">[81]<\/a><\/em> Dadurch sah die evangelische Schulgemeinde Eigen ihre Hoffnung auf baldige Ausgliederung der Sammelschule durch Dechant H\u00fclshorst, der die Bedenken <em>aus der<\/em> <em>Versammlung heraus <\/em>erhoben hatte, schwinden und schrieb der Schuldeputation einen geharnischten <em>Protest &#8230; gegen den letzten Einspruch von Seiten des Herrn Dechanten<\/em> <em>H\u00fclshorst<\/em>, dem sie unterstellte, nichts gegen die Sammelschule in der Rheinbabenschule zu haben, aber <em>eine weltliche Schule in der N\u00e4he einer kath. Schule <\/em>nicht zu dulden.<a href=\"#_edn82\">[82]<\/a> Da sie in <em>H\u00fclshorst jetzt die hemmende Person in der Schulfrage <\/em>ausgemacht hatten und als <em>Minderheit<\/em> <em>[in der Schuldeputation] gar keine Aussicht auf eine rein evgl. Rheinbabenschule <\/em>sahen, obwohl von der <em>Regierung M\u00fcnster, sowie vom Herrn Stadtschulrat Engberding zugesagt<\/em>, drohten sie mit Schulstreik, wenn bis zum 15.2.1924 der Einspruch des Dechanten nicht beseitigt und mit dem Aufstellen der Baracken begonnen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitgleich machten die Eltern und Lehrer der Overbergschule gegen die weltliche Schule in ihrer N\u00e4he mobil, von der sie <em>dem Vernehmen nach <\/em>geh\u00f6rt hatten. Ihr entscheidender Einwand war, dass <em>die Schule f\u00fcr religionslose Sammelklassen in unmittelbarer N\u00e4he der<\/em> <em>katholischen Overbergschule erbaut werden <\/em>w\u00fcrde, sie aber von ihren Kindern <em>jede<\/em> <em>unreligi\u00f6se Einwirkung ferngehalten wissen <\/em>wollten. Insbesondere machte sie besorgt, dass <em>der Zugang zum Sportplatze, zur geplanten freien Schule, &#8230; zugleich der Zugang der Kinder<\/em> <em>zur Overbergschule <\/em>sein w\u00fcrde. So w\u00e4re es unvermeidlich, dass <em>sich kennende Kinder, die<\/em> <em>fr\u00fcher dieselbe Klasse bzw. Schule besuchten, &#8230; denselben Weg [benutzen], um zu ihren<\/em> <em>Bildungsst\u00e4tten, in denen verschiedene Weltanschauungen gepflegt werden, zu gelangen<\/em>. Die christlich-katholischen Eltern trieb nicht nur die Sorge um das Seelenheil ihrer Kinder an, nicht nur die voraus zu sehenden <em>Reiberei[en] \u2013 entsprungen aus den entgegengesetzten<\/em> <em>Anschauungen<\/em>, nicht nur die postulierte Gef\u00e4hrlichkeit der konfessionslosen Kinder, sondern auch das Kirchenrecht, das, wenn man Schule auf den Schulweg ausdehnte, verlangte, <em>alle<\/em> <em>Gl\u00e4ubigen &#8230; von Kindheit auf so zu unterrichten, dass ihnen &#8230; nichts gelehrt wird, was der<\/em> <em>katholischen Religion und Sittenlehre widerspricht.<a href=\"#_edn83\">[83]<\/a><\/em> Sie schlugen stattdessen den <em>f\u00fcr die<\/em> <em>Entwicklung der freien Schule &#8230; g\u00fcnstiger gelegenen Platz an der Trappenstra\u00dfe<a href=\"#_edn84\">[84]<\/a><\/em> vor, so w\u00e4re der weltlichen Schule geholfen und <em>uns katholischen Eltern w\u00e4re die Besorgnis<\/em> <em>genommen.<a href=\"#_edn85\">[85]<\/a><\/em> Das Lehrerkollegium der Overbergschule schloss sich diesem Protest an.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Elterngemeinde Eigen mischte sich ein. Da schlie\u00dflich <em>das Mitglied Riedel (KPD)<\/em> <em>&#8230; f\u00fcr die freie Elternvereinigung Eigen &#8230; den Sportplatz an der Tannenstra\u00dfe als ungeeignet f\u00fcr die Schulbaracken ablehnt<\/em>, hielt auch die Schuldeputation nicht mehr an diesem Standort fest.<a href=\"#_edn86\">[86]<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtschulrat musste also erneut auf die Suche gehen; diesmal nach einem Standort, der auch f\u00fcr den sp\u00e4teren Massivbau der Sammelschule geeignet sein w\u00fcrde. Kurze Zeit sp\u00e4ter fanden Preu\u00dfische <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/12.2011_S_10_1.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"421\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Berginspektion und Stadt einen geeigneten Standort f\u00fcr die Sammelschule; in seiner N\u00e4he wurde dann 1927 mit dem Massivbau der Sammelschule begonnen. In ihrem 5. Jahrbuch konnte die Stadt berichten, dass die <em>Sammelschule Bottrop-Eigen [am] 5.6.1928 &#8230; in Benutzung genommen <\/em>worden war.<a href=\"#_edn87\">[87]<\/a> Im Durchschnitt lernten 509 Kinder in den beiden Sammelschulen; die niedrigste Zahl betrug 443 (1925), die h\u00f6chste 625 (1932). Einzugsgebiet war das ganze Stadtgebiet, d. h. einige Eltern muteten ihren Kindern schon einen sehr weiten Schulweg zu: Damals gingen die Kinder noch zu Fu\u00df zur Schule.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Das Ende der Sammelschulen<br>1933 tasteten die Nationalsozialisten die Konfessionsschulen noch nicht an \u2013 im Gegenteil. Anl\u00e4sslich der <em>erste[n] Sitzung der am 12.3.1933 neu gew\u00e4hlten Stadtverordneten [fand] am<\/em> <em>Morgen des 7.4.1933 &#8230; in der Cyriakus- und Martinskirche ein feierlicher Gottesdienst statt,<\/em> <em>an dem die SA und SS zum ersten Male in geschlossener Formation mit Fahnen teilnahmen.<a href=\"#_edn88\">[88]<\/a><\/em> Und <em>der Kreisleiter der N.S.D.A.P., [Franz] Kunz<\/em>, Fraktionsf\u00fchrer, hoffte noch, <em>der<\/em> <em>allm\u00e4chtige Gott gebe uns Kraft und seinen Segen zu unserer harten Arbeit und zu unserem<\/em> <em>ehrlichen Wollen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/r-isfort.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/12.2011_S_10_2.jpg\" alt=\"\" width=\"451\" height=\"303\"\/><figcaption>12.2011_S_10: Bestand Annelise Wobedo\/Gerlinger (1928\/29), Aufnahmejahrgang 1928 der Sammelschule-Eigen mit Frl. Hohel\u00f6chter\/ Wilczok, Tante des sp\u00e4teren Bottroper Oberb\u00fcrgermeisters.<br>Die Klasse wurde 1933 auf die Konfessionsschulen aufgeteilt. In der Bildmitte steht &#8211; unmittelbar \u00fcber dem sitzenden Jungen &#8211; die J\u00fcdin Anne Wigdorowicz, deren Eltern 1938 &#8222;in den Osten&#8220; deportiert wurden.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nazi-Oberb\u00fcrgermeister Irrgang, am 7.9.1933 von der <em>Stadtverordnetenversammlung durch<\/em> <em>Zuruf einstimmig zum Oberb\u00fcrgermeister auf die Dauer von 12 Jahren <\/em>gew\u00e4hlt, versprach bei seiner Antrittsrede, <em>die beiden gottlosen Schulen [- gemeint sind die Sammelschulen -] &#8230;<\/em> <em>aufzuheben; denn wer unseren Kindern die Religion nimmt oder sie ihnen vorenth\u00e4lt, ist ein<\/em> <em>Verbrecher am deutschen Volke<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1.10.1933 wurden die Sammelschulen aufgel\u00f6st und <em>die Kinder den Schulen ihres fr\u00fcheren Bekenntnisses wieder zugef\u00fchrt<\/em>. Damit <em>wurden wichtig Zellen marxistischer Weltanschauung und Propaganda aufgehoben. Von den an den Sammelschulen t\u00e4tigen Lehrkr\u00e4ften wurden drei auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entlassen. Die \u00fcbrigen konnten an Bekenntnisschulen untergebracht<\/em> <em>werden<a href=\"#_edn89\">[89]<\/a><\/em> \u2013 zum gr\u00f6\u00dften Entsetzen katholischer Eltern und evangelischer; ein \u00f6ffentlicher Protest gegen die Lehrerzuweisung erhob sich aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen und Literatur<\/p>\n\n\n\n<p>Archiv der Stadt Bottrop.<\/p>\n\n\n\n<p>Sammelschule unter:<\/p>\n\n\n\n<p>A.II.1. \u2013 Nr.: 19, 35, 38, 42.<\/p>\n\n\n\n<p>A.II.3. \u2013 Nr.: 61, 86, 102, 112, 114.<\/p>\n\n\n\n<p>A.II.5. \u2013 Nr.: 7. (Die Briefe, Ausz\u00fcge aus Schuldeputations-Sitzungen und gesammelten<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitungsausschnitte haben keine eigene Signatur; die in diesem Text zitierten Dokumente<\/p>\n\n\n\n<p>befinden sich alle in der Akte A.II.3 \u2013 Nr. 112. Dort bewahrt das Bottroper Archiv auch<\/p>\n\n\n\n<p>einige einschl\u00e4gige Zeitungsartikel zur Sammelschule auf:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Buersche Zeitung <\/em>vom 10.9.1920.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Recklingh\u00e4user Zeitung <\/em>vom 26(?).10.1920 und vom 12.4.1921.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Volksfreund <\/em>(Recklinghausen) vom 11.11.1920.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kommunalpolitische Bl\u00e4tter <\/em>vom 16. Juni 1921.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Essener Volkszeitung <\/em>vom 31.1.1922.<\/p>\n\n\n\n<p>Archiv der Arbeiterjugendbewegung (AAJB), Oer-Erkenschick.<\/p>\n\n\n\n<p>Sammlung \u2013 ohne Signaturen \u2013 zur weltlichen Schule von Dr. Bodo Br\u00fccher. Die Sammlung<\/p>\n\n\n\n<p>umfasst auch eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Zeitungsausschnitten zum Herner Schulstreik.<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur<\/p>\n\n\n\n<p>Bajohr, Frank\/Behrens-Cobet, Heidi\/Schmidt, Ernst: Freie Schulen, Klartext Verlag 1986 .<\/p>\n\n\n\n<p>Beetz, K. O.: Der F\u00fchrer im Lehramt, Osterwieck\/Harz und Leipzig 1914.<\/p>\n\n\n\n<p>Bohusch, Florian: Verfassungsrechtlichen Grundlagen der Glaubensfreiheit, Dissertation an<\/p>\n\n\n\n<p>der Universit\u00e4t Konstanz 2002. (Abrufbar im Internet.)<\/p>\n\n\n\n<p>Bracher, Karl Dietrich\/Funke, Manfred\/Jacobsen, Hans-Adolf (Hg.): Die Weimarer Republik<\/p>\n\n\n\n<p>1918-1933, D\u00fcsseldorf 1987.<\/p>\n\n\n\n<p>Braune, Peter: Die versp\u00e4tete Reichsschulkonferenz 1920, Dissertation der Universit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p>Berlin 2003, (abrufbar im Internet.)<\/p>\n\n\n\n<p>Breitgoff, Hans u. a.: Theorie und Praxis der \u201eArbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer<\/p>\n\n\n\n<p>Lehrer und Lehrerinnen\u201c (AsL) 1919-1922; S. 25-78 in Krause-Vilmar, Dietrich (Hg.):<\/p>\n\n\n\n<p>Lehrerschaft, Republik und Faschismus \u2026, Pahl-Rugenstein 1978.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebert, Nele: Zur Entwicklung der Volksschule in Berlin in den Jahren 1920 \u2013 1933 &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>(Diss.) 1990.<\/p>\n\n\n\n<p>Erdmann, Karl Dietrich: Die Weimarer Republik, Kapitel 20 Schulpolitik, dtv 1999; S. 262-<\/p>\n\n\n\n<p>270<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchr, Christoph: Zur Schulpolitik der Weimarer Republik, Beltz 1972.<\/p>\n\n\n\n<p>Giesecke, Hermann: Zur Schulpolitik der Sozialdemokraten in Preu\u00dfen und im Reich<\/p>\n\n\n\n<p>1918\/1919 in Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte, (1965)2, M\u00fcnchen; S. 162-177<\/p>\n\n\n\n<p>Grebing, Helga: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, dtv 1970.<\/p>\n\n\n\n<p>Hehl von, Ulrich: Staatsverst\u00e4ndnis und Strategie des politischen Katholizismus in der<\/p>\n\n\n\n<p>Weimarer Republik; S. 238-253. In Bracher, Karl u. a. (Hg.): Die Weimarer Republik 1918-<\/p>\n\n\n\n<p>1933, D\u00fcsseldorf 1987.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohendorf, Gerd: Die p\u00e4dagogische Bewegung in den ersten Jahren nach der Weimarer<\/p>\n\n\n\n<p>Republik, Berlin 1954.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00fcrten, Heinz: Die Kirchen in der Novemberrevolution, Regensburg 1984.<\/p>\n\n\n\n<p>Krause-Vilmar, Dietrich (Hg.): Lehrerschaft, Republik und Faschismus \u2026, Pahl-Rugenstein<\/p>\n\n\n\n<p>1978.<\/p>\n\n\n\n<p>Kolb, Eberhard: Die Weimarer Republik, Oldenbourg 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>Krockow, Christian Graf von: Die Deutschen in ihrem Jahrhundert 1890-1990, Rowohlt 1990.<\/p>\n\n\n\n<p>Longerich, Peter: Die erste Republik, Piper 1992.<\/p>\n\n\n\n<p>Luban, Ottokar: Das Geschichtsbild der deutschen Novemberrevolution 1918 bei Eberhard<\/p>\n\n\n\n<p>Kolb, Susanne Miller, Heinrich August Winkler und Helga Grebing in Die ungeliebte<\/p>\n\n\n\n<p>Revolution und die Linke, Berlin 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>Miller, Susanne: Die B\u00fcrde der Macht. Die deutsche Sozialdemokratie 1918-1920, Droste<\/p>\n\n\n\n<p>1978.<\/p>\n\n\n\n<p>Nowack, Kurt: Protestantismus und Weimarer Republik; S. 218 \u2013237. In Bracher, Karl u. a.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hg.): Die Weimarer Republik 1918-1933, D\u00fcsseldorf 1987.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuner, Ingrid: Der Bund entschiedener Schulreformer 1919-1933, Klinkhardt 1980.<\/p>\n\n\n\n<p>Plener, Ulla (Hg.): Die Novemberrevolution 1918\/ 1919 in Deutschland, Berlin 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>Reichling, Norbert: \u201e\u2026 absolute Trennung der beiden Systeme durch Aufstellung von<\/p>\n\n\n\n<p>Bretterw\u00e4nden\u2026\u201c Der Kampf um die freie weltliche Schule in Holsterhausen und Hervest-<\/p>\n\n\n\n<p>Dorsten 1920-1933, Vestische Zeitschrift 84\/85(1985\/1986); S. 317-336.<\/p>\n\n\n\n<p>Sallw\u00fcrk, Ernst v.: Die deutsche Einheitsschule und ihre p\u00e4dagogische Bedeutung,<\/p>\n\n\n\n<p>Langensalza 1920.<\/p>\n\n\n\n<p>Schulz, Heinrich: Die Schulreform der Sozialdemokratie, Berlin 1919.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollbach, Gerhard E.: Das Dortmunder Schulwesen im 19. und 20. Jahrhundert, Dortmund<\/p>\n\n\n\n<p>1991 (Zu den Sammelschulen: S. 169-236).<\/p>\n\n\n\n<p>Theegarten, Felix: Sammelklassen und Sammelschulen; Berlin 1927.<\/p>\n\n\n\n<p>Wagner-Winterhager, Luise: Schule und Eltern in der Weimarer Republik (Dissertation) ,<\/p>\n\n\n\n<p>Frankfurt am Main 1978.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitschriften<\/p>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Schule: Zeitschrift f\u00fcr Erziehungswissenschaft und Bildungspolitik und<\/p>\n\n\n\n<p>p\u00e4dagogische Praxis, 22(1918) \u2013 23(1919). Im Internet \u00fcber Bildungsgeschichte Online \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Bibliothek f\u00fcr Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF \u2013 Scripta Paedagogica Online, dann<\/p>\n\n\n\n<p>zur Zeitschrift).<\/p>\n\n\n\n<p>Die freie Schule: Organ des Bundes der freien Schulgesellschaften Deutschlands (hier 1921-<\/p>\n\n\n\n<p>1923) hie\u00df sp\u00e4ter die <em>freie weltliche Schule<\/em>. Die Zeitschrift existiert in den ersten Jahrg\u00e4ngen<\/p>\n\n\n\n<p>nur noch rudiment\u00e4r. Auf Mikrofilm &#8211; z. B. bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Neue Zeit: Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie; Dietz, Stuttgart (div.<\/p>\n\n\n\n<p>Jahrg\u00e4nge ab 1918). Online-Edition der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung.<\/p>\n\n\n\n<p>Schule und Erziehung: Mitteilungen der Vereinigung der Katholiken Deutschlands zur<\/p>\n\n\n\n<p>Verteidigung und F\u00f6rderung der Christlichen Schule und Erziehung (1918-1923) Im Internet:<\/p>\n\n\n\n<p>Bibliothek f\u00fcr bildungsgeschichtliche Forschung\/Zeitschriftenliste (BBF \u2026).<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Bottroper Anzeiger (BA) 1933.<\/p>\n\n\n\n<p>Bottroper Volkszeitung (BVZ) 1918 \u2013 1923; 1933.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonstige Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon: Wilhelm Johannes Br\u00f6hler; Wilhelm Marx;<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph Mausbach (www.bautz.de\/bbkl).<\/p>\n\n\n\n<p>Protokolle der Sozialdemokratischen Parteitage (Parteiprogramme) ab 1869 bis 1924;<\/p>\n\n\n\n<p>elektronisch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung abrufbar.<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref1\">[1]<\/a> 4. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1924; S. 63.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref2\">[2]<\/a> Dissidenten wurden die Menschen genannt, die sich von der Kirche losgesagt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Die Einheitsschule war ein Schulideal, in dem alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden sollten \u2013 vom<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Kindergarten bis zur Hochschule. Sie sollte koedukativ und ohne Religionslehre sein; vor allem aber sollte sie<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">von der p\u00e4dagogischen Idee getragen werden, Schule vom Kind aus zu gestalten. (Dieser d\u00fcrftige Hinweis muss<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">hier leider gen\u00fcgen. Auch im \u00f6rtlichen Kampf um die Sammelschule spielten p\u00e4dagogische Argumente keine<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Rolle.)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref3\">[3]<\/a> Die Revolution 1918 begann am 4.\/5. November und hatte schon am 9.\/10. alle alten Autorit\u00e4ten unblutig weg<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">geschoben.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref4\">[4]<\/a> Die SPD wurde damals h\u00e4ufig Mehrheits-SPD (MSPD) genannt, um sie besser von der USPD (Unabh\u00e4ngige<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Sozialdemokratische Partei Deutschlands) unterscheiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref5\">[5]<\/a> <em>Bottroper Volkszeitung <\/em>(BVZ) vom 27.11.1918: <em>Der Verband kath. Beamtenvereine Deutschlands<\/em>. Die Seiten<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">der BVZ waren nicht nummeriert; darum wird hier die Artikel\u00fcberschrift zum Zitat angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref6\">[6]<\/a> Die drei Erlasse sind abgedruckt in der <em>Bibliothek f\u00fcr Bildungsgeschichtliche Forschung <\/em>(BBF \u2013 Scripta<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Paedagogica Online \u2013 P\u00e4dagogische Zeitschriften) im Zentralblatt f\u00fcr die gesamte Unterrichtsverwaltung in<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Preu\u00dfen, 60(1918)12; S. 708-709, 719-722 und 757-758.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref7\">[7]<\/a> Schule und Erziehung 7(1919)2; S. 23-24. Eltern, die eine <em>Willenserkl\u00e4rung im Sinne der neuen Verordnung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>abgeben, [werden] von den hl. Sakramenten, auch vom \u00f6ffentlichen Empfang der hl. Kommunion, und im Falle des Ablebens von der kirchlichen Einsegnung ausgeschlossen<\/em>. Solche Kinder konnten nat\u00fcrlich auch nicht mit zur Kommunion oder Firmung kommen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref8\">[8]<\/a> Schule und Erziehung 7(1919)1; S. 6-8.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref9\">[9]<\/a>&nbsp; Die Revolutionsregierung hatte die Minister in Preu\u00dfen als Tandem installiert \u2013 einen von der SPD, einen von<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">der USPD.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref10\">[10]<\/a> <em>Protokoll \u00fcber die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>in Weimar am 15. und 16. Juni 1919<\/em>, Berlin 1919; S. 375. \u00c4hnlich auch schon im Eisenacher Programm der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">SPD, Leipzig 1869; S 9. Das Zentrum war sich aber schon 1918 der b\u00fcrgerlichen Mehrheit im Reich sicher. (<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">BVZ vom 27.11.1918: <em>Kirche und Schule im neuen Deutschland<\/em>.)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref11\">[11]<\/a> SPD und DDP (Deutsche Demokratische Partei) hatten zusammen gut 56% der abgegebenen Stimmen<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">bekommen; sie h\u00e4tten ohne das Zentrum regieren k\u00f6nnen. Die innenpolitische und die au\u00dfenpolitische Situation<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">aber verlangte nach einer m\u00f6glichst gro\u00dfen Mehrheit.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref12\">[12]<\/a> &nbsp;In der Republik verlor die SPD, gemessen an der Wahl zur Nationalversammlung, bei der Wahl 1920 fast<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">50% ihrer W\u00e4hler; in Preu\u00dfen betrug der R\u00fcckgang bei vergleichbaren Wahlen \u201anur\u2019 31.6%.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref13\">[13]<\/a> <em>Protokoll \u00fcber die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten in Weimar am 15. und 16. Juni 1919<\/em>, Berlin 1919. Redebeitrag Wissells; S. 363-365. Die heutige mehrheitliche Geschichtsforschung meint \u2013 nicht ganz so hart \u2013, dass die SPD in den ersten Wochen nach Revolutionsbeginn <em>bei st\u00e4rkerem politischen Gestaltungswillen mehr [h\u00e4tte] ver\u00e4ndern k\u00f6nnen und weniger bewahren m\u00fcssen<\/em>, in Kolb, Eberhard: Die Weimarer Republik, Oldenbourg 2009; S. 176. Kolb gibt hier eine \u00dcbersicht \u00fcber den Forschungsstand.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref14\">[14]<\/a> &nbsp;Bohusch, Florian: Verfassungsrechtliche Grundlagen der Glaubensfreiheit, Dissertation Konstanz 2002; S.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">216<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref15\">[15]<\/a> &nbsp;BVZ vom 10.11.1919: <em>Die Fuldaer Bischofskonferenz zur neuen Reichsverfassung<\/em>. Obwohl die Bisch\u00f6fe den<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">guten Willen der Verfassung anerkannten, legten sie <em>feierlichst Verwahrung ein <\/em>etwa gegen Art. 137 WRV, der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">den Religionsgemeinschaften die Regelung ihrer Angelegenheiten nur <em>innerhalb der Schranken des f\u00fcr alle<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>geltenden Gesetzes <\/em>gestattete. Der Episkopat verweigerte zu dieser Zeit der staatlichen Autorit\u00e4t auch die<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Attribute <em>rechtm\u00e4\u00dfig <\/em>und <em>von Gott autorisiert<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref16\">[16]<\/a> Zun\u00e4chst war sie die <em>Organisation der Katholiken Deutschlands zur Verteidigung der Christlichen Schule und Erziehung<\/em>; ihre Vierteljahresschrift hie\u00df <em>Schule und Erziehung<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Auf evangelischer Seite entstand sp\u00e4testens 1920 der <em>Reichsverband Evangelischer Eltern- und Volksb\u00fcnde<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>(Reichselternbund)<\/em>; ein anderer Name war <em>Evangelisches Schulkartell<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref17\">[17]<\/a> &nbsp;Das Preu\u00dfische Schulunterhaltungsgesetz von 1906 machte die Schulen Preu\u00dfens zu Konfessionsschulen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">(http:\/\/www.bbf.dipf.de\/cgi-shl\/digibert.pl?id=BBF0848536;c=631; erste Seite \u00fcber die <em>Konfessionellen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Verh\u00e4ltnisse<\/em>, die das Gesetz festgelegt und die Praxis festgeschrieben hatte.)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref18\">[18]<\/a> Genau das lie\u00dfen die Reichs- (Erkl\u00e4rung des Reichsministers des Innern am 19.9.1920 im Reichstag) und die<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Preu\u00dfische Staatsregierung (Antwort auf die kleine Anfrage Nr. 536 in der Verfassung gebenden Preu\u00dfischen<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Landesversammlung) zu. Beide Dokumente in Theegarten, Felix: Sammelklassen und Sammelschulen \u2026, Berlin<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">1927; S. 9-11.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref19\">[19]<\/a>Beetz, K. O.: Der F\u00fchrer im Lehramte. Ein Ratgeber f\u00fcr Seminaristen, Lehrer und Schulaufsichtsbeamte,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Osterwieck\/Harz und Leipzig 1914, S. 8-12. Die Schuldeputation ist ein <em>Organ des Gemeindevorstandes und als<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>solches verpflichtet \u2026, seinen Anordnungen Folge zu leisten. [Gleichzeitig] \u00fcbt [sie]\u2026 den Gemeinden und<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>deren Organen vorbehaltene Teilnahme an der Schulaufsicht aus. Sie handelt dabei als Organ der<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Schulaufsichtsbeh\u00f6rde und ist verpflichtet, insoweit ihren Anordnungen Folge zu leisten<\/em>. Die Schuldeputierten<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">wurden gew\u00e4hlt; geborene Mitglieder der Schuldeputationen waren der dienst\u00e4lteste katholische und<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">evangelische Pfarrer der Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref20\">[20]<\/a> BVZ vom 2.8.1922: <em>Gemeinde und Schule<\/em>. \u2026 <em>Der Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei und<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Ehrenvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung, Senatspr\u00e4sident Geheimrat Marx<\/em>, Seele der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Katholischen Schulorganisation und sp\u00e4terer Kanzler, schwor seine Kollegen auf der 6. Hauptversammlung der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Kommunalpolitischen Vereinigung auf einen strikten Verweigerungskurs ein.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref21\">[21]<\/a> BVZ vom 23.7.1923: <em>Der Wortlaut des Kommunalprogramms der Deutschen Zentrumspartei<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref22\">[22]<\/a> <em>Hirtenbrief zum Schulsonntag, erlassen von den auf der Fuldaer Bischofskonferenz vereinigten Oberhirten<\/em>,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">M\u00fcnster den 1. M\u00e4rz 1922; abgedruckt in der BVZ vom 27.3.1922. Oder der Bischof von M\u00fcnster am 30. M\u00e4rz<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">1921: <em>Kein treuer Katholik darf f\u00fcr die Einrichtung weltlicher Schulen eintreten <\/em>(abgedruckt in der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Recklingh\u00e4user Zeitung <\/em>vom 18.4.1921). Eltern, die ihre Kinder zur weltlichen Schule schicken, sind<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>selbstverst\u00e4ndlich unw\u00fcrdig des Empfanges der hl. Sakramente<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref23\">[23]<\/a> &nbsp;BVZ vom 2.1.1919: <em>An manchen h\u00f6heren Knaben- und M\u00e4dchenschulen Essens<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref24\">[24]<\/a> BVZ vom 2.1.1919: Ebenda. <em>Mit Ehrerbietung und geziemender Unterw\u00fcrfigkeit steht ein guter Sohn seinen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Eltern gegen\u00fcber. &#8230; Wir sehen [in den Schulgemeinden und Sch\u00fclerr\u00e4ten] geradezu eine Untergrabung auch<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>unserer eigenen elterlichen Autorit\u00e4t.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref25\">[25]<\/a> &nbsp;BVZ vom 18.12.1918: <em>Protest der preu\u00dfischen Bisch\u00f6fe gegen die Entchristlichung der Schule <\/em>vom<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">16.12.1918.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref26\">[26]<\/a> BVZ vom 5.9.1919: <em>Der Kultusminister an streikende Sch\u00fcler<\/em>; aber auch am 11.9.: <em>Sch\u00fclerstreik in Pommern<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">und BVZ vom 23.9.1919: <em>Haenisch reist nach Pommern<\/em>. Bei den Kaiserbildern ging es um den Erlass vom<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">15.11.1918, der einen neuen Geschichtsunterricht verordnete, der <em>einer sachgem\u00e4\u00dfen, kultur-historischen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Belehrung <\/em>zu folgen hatte und nicht <em>der Verherrlichung der Dynastie [des Kaisers] und des bisherigen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Staatsgedankens <\/em>verpflichtet war (BVZ vom 20.9.1919: <em>Ein Schulb\u00fcchererlass des Kultusministers<\/em>). Es gab<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">dar\u00fcber hinaus auch spezielle Erlasse, die die <em>Entfernung von Wahrzeichen der vergangenen Staatshoheit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">anordneten (z. B. Erlass \u00fcber die Entfernung von Wahrzeichen der vergangenen Staatshoheit vom 25.9.1919,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">abgedruckt im <em>Zentralblatt f\u00fcr die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preu\u00dfen<\/em>, in Scripta Paedagogika Online<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">der BBF).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref27\">[27]<\/a> Der Verein k\u00e4mpfte seit 1890 f\u00fcr das katholische Deutschland &#8211; 1920 mit 180 hauptamtlichen Mitarbeitern<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">(BVZ vom 22.10.1920: <em>Drei\u00dfig Jahre Volksverein<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref28\">[28]<\/a> <em>Herner Anzeiger <\/em>vom 12.7.1920. Es entstand eine weltliche Schule mit zun\u00e4chst zwei Klassen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref29\">[29]<\/a> Brief der <em>Freien Elternvereinigung <\/em>Buer an den Minister f\u00fcr Kunst, Wissenschaft und Volksbildung vom<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">3.8.1920. Bei der Aufz\u00e4hlung der Kampschen \u201aVerdienste\u2019 h\u00e4tte auch noch Gr\u00fcndungs- und f\u00fchrendes Mitglied<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">der Katholischen Schulorganisation stehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref30\">[30]<\/a> &nbsp;Reichling, Norbert, \u201a\u2026 absolute Trennung der beiden Systeme durch Aufstellung von Bretterw\u00e4nden \u2026\u2019 in<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Vestische Zeitschrift 84\/85(1985\/1986); S. 317-336.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref31\">[31]<\/a> BVZ vom 18.11.1918: <em>B\u00fcrgerversammlung in Bottrop<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref32\">[32]<\/a> BVZ vom 2.1.1919: <em>Zentrumsversammlungen in Bottrop<\/em>. Die Zeitung gab hier den Landtagsabgeordneten<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Prof. Wildermann wieder, der immerhin den Mut hatte, das vor einer gro\u00dfen Zahl von Spartakusanh\u00e4ngern zu<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">sagen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref33\">[33]<\/a> BVZ vom 19.11.1920: <em>Gegen die \u00f6ffentliche Unzucht<\/em>, Allerheiligen-Hirtenbrief der Bisch\u00f6fe.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref34\">[34]<\/a> Gemeinderatswahl vom 9.3.1919; 1. Jb. der Stadt Bottrop; S. 32. Das Zentrum bekam mehr als doppelt so<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">viele Stimmen wie die Sozialisten zusammen (2. Jb.; S. 37). Bei der Wahl zur Nationalversammlung (19.1.1919) entfielen auf das Zentrum etwa 1000 Stimmen mehr als auf die beiden sozialistischen Parteien zusammen (2. Jb.; S. 35).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref35\">[35]<\/a> BVZ vom 26.11.1918: <em>Zentrumsverein der Gemeinde Bottrop<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref36\">[36]<\/a> BVZ vom 7.11.1922: <em>Versammlung der Vertrauensleute der Zentrumspartei<\/em>. Der Bottroper Zentrums-<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Wahlkampf f\u00fcr die Reichstagswahl 1920 wurde mit der <em>Bezirksversammlung f\u00fcr Cyriakus und Herz Jesu<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">begonnen (BVZ vom 10.5.1920); Stegerwald sprach zu den Vertrauensleuten der <em>Zentrumspartei f\u00fcr den<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Pfarrbezirk Herz-Jesu <\/em>(BVZ vom 26.5.1920 oder Wahlanzeige vom 2.6.1920, die noch die Bezirke Cyriakus,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Herz-Jesu, Michael und Batenbrock nennt)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref37\">[37]<\/a>BVZ vom 27.3.1922: <em>Hirtenbrief zum Schulsonntag erlassen von den auf der Fuldaer Bischofskonferenz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>vereinigten Oberhirten<\/em>. Die Bisch\u00f6fe ordneten in ihrem Brief eine Kollekte f\u00fcr die Katholische<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Schulorganisation am Schulsonntag an.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref38\">[38]<\/a> &nbsp;2. Jb. der Stadt Bottrop, 1920\/23; S.13.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref39\">[39]<\/a> BVZ vom 9.7.1918: <em>Die preu\u00dfische Wahlrechtsreform und das Verhalten der Zentrumsfraktion bei derselben<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Der Landtagsabgeordnete A. Brust, Buer, schilderte die Entstehung des Vorschlages zur Wahlrechtsreform und<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">die Verbindung mit der <em>kulturellen Sicherstellung<\/em>, durch die vor allem die bisherige materielle und rechtliche<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Stellung der Kirchen \u00fcber das Kriegsende und die neuen Mehrheiten in Preu\u00dfen gerettet werden sollte. Am<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">21.11.1918 ver\u00f6ffentlichte die BVZ einen <em>Programmentwurf des Zentrums (Freie deutsche Volkspartei)<\/em>, der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">auch den Frauen das Wahlrecht einr\u00e4umte<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref40\">[40]<\/a> <em>Aufruf des Rates der Volksbeauftragten an das deutsche Volk. Vom 12. November 1918. <\/em>In<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">dokumentArchiv.de.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref41\">[41]<\/a> BVZ vom 7.6.1920: <em>Wahlergebnis in der Stadt Bottrop<\/em>. Die Zahlen wurden aus der abgedruckten Statistik<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">errechnet.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref42\">[42]<\/a>BVZ vom 9.12.1918: <em>Die unterzeichneten Erzbisch\u00f6fe und Bisch\u00f6fe entbieten den heimkehrenden<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>katholischen Kriegern herzlichen Willkommensgru\u00df<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref43\">[43]<\/a> Bereits im Allerheiligen-Hirtenbrief von 1917 erwarteten die Bisch\u00f6fe, <em>freudig und bescheiden sollen die<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Frauen und Jungfrauen von den \u00f6ffentlichen Arbeitsst\u00e4tten und Wirkungskreisen zum h\u00e4uslichen Herd<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>zur\u00fcckkehren<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref44\">[44]<\/a> &nbsp;BVZ vom 4.12.1918: <em>&#8230; an die deutschen Frauen<\/em>. Johanna Weiskirch empfahl darin: <em>Deutsche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Kriegerfrauen, wappnet euch mit Geduld und Sanftmut<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref45\">[45]<\/a> BVZ vom 19.12.1918: <em>Die katholischen Frauen gegen Adolf Hoffmann.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref46\">[46]<\/a>BVZ vom 16.1.1919: <em>Hirtenschreiben der Oberhirten der niederrhein. Kirchenprovinz u. der ihr<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>angeschlossenen Bist\u00fcmer<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref47\">[47]<\/a> BVZ vom 23.9.1919: <em>Katholikentag in Bottrop Die Frauenversammlung im Saalbau Biggemann.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref48\">[48]<\/a> &nbsp;BVZ vom 19.1.1923: <em>Wenn ich der Teufel w\u00e4r\u2019, was t\u00e4t ich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref49\">[49]<\/a> BVZ vom 15.5.1920: <em>Stadtverordnetenversammlung <\/em>machte aktenkundig, dass <em>einige Tausend Bezieher <\/em>aus<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Bottrop den Recklingh\u00e4user <em>Volksfreund <\/em>lasen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref50\">[50]<\/a> &nbsp;BVZ vom 7.11.1922: <em>Versammlung der Vertrauensleute der Zentrumspartei.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref51\">[51]<\/a> BVZ vom 26.11.1918: <em>Zentrumsverein der Gemeinde Bottrop<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref52\">[52]<\/a> BVZ vom 2.1.1919: <em>Zentrumsversammlungen in Bottrop<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref53\">[53]<\/a> BVZ vom 7.11.1922: <em>Versammlung der Vertrauensleute der Zentrumspartei<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref54\">[54]<\/a> Die BVZ berichtete stets \u00fcber die Stadtverordnetenversammlungen. Dabei kamen auch die Sozialisten zu<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Wort. Andere redaktionelle Beitr\u00e4ge berichteten bis Mitte 1923 nur zweimal von solchen Bestrebungen, immer<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">im Zusammenhang mit 1. Mai-Feiern. Die Meldung vom 1. Mai 1923 ist nicht l\u00e4nger als die \u00fcber die<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Namens\u00e4nderung eines Lehrers und zudem noch in Belangloses \u00fcber das Mai-Wetter eingebunden. (BVZ vom<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">2.5.1923: <em>Der 1. Mai<\/em>.) Es kann aber nicht ganz ausgeschlossen werden, dass in fehlenden Ausgaben der Zeitung<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Meldungen gestanden haben.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref55\">[55]<\/a> 1. Vorsitzender Boy war H. Manthey; er war auch Mitglied der Schuldeputation (6.4.1921). 1. Vorsitzender<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Eigen war Albert Assmann, sp\u00e4ter, ab 1922, Wilhelm Weil. Assmann war Stadtverordneter der USPD seit der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Wahl vom 9.3.1919; ein Protokoll der Schuldeputation vom 6.4.1921 wies ihn auch als Schuldeputierten aus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref56\">[56]<\/a> &nbsp;Kommunalpolitische Bl\u00e4tter &#8211; Zeitschrift f\u00fcr die Gemeindevertreter der Zentrumspartei, K\u00f6ln, 12(1921), S. 89-91. Das Organ der Kommunalpolitischen Vereinigung gab eine \u00dcbersicht \u00fcber <em>den Kampf um die \u201afreie\u2019 Schule <\/em>und ihren Verfassungs- und Erlass-Hintergrund: die Verfassung sagt eher nein, die Erlasse eher ja zur \u201afreien\u2019Schule \u2013 die Verfassung gilt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref57\">[57]<\/a>P\u00e4dagogische Woche &#8211; Eigentum des Katholischen Lehrerverbandes, Provinz Westfalen, 17(1921)22. Auch<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">den Katholischen Lehrerverband besch\u00e4ftigte die Rechtslage; selbstverst\u00e4ndlich war f\u00fcr ihn die Sammelschule<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>ein unglaublicher Bluff\u2026, um das Gesetz zu umgehen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref58\">[58]<\/a> BVZ vom 3.4.1919: <em>5. Schuldeputation.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref59\">[59]<\/a> Sozialistische Lehrer hatten sich Ostern 1919 zu der von der SPD gelenkten <em>Arbeitsgemeinschaft<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen <\/em>(AsL) zusammengeschlossen, die aber keine<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">au\u00dferparlamentarischen Massenaktionen anstrebten. Einige von ihnen probten den Aufstand durch<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Verweigerung des Religionsunterrichts. Der im Herbst 1919 gegr\u00fcndete <em>Bund entschiedener Schulreformer <\/em>vertrat auch sozialistische Ideen; er war aber eher eine \u201aDenkfabrik\u2019 als eine auf Massenaktionen ausgehende Organisation. Der <em>Bund freier Schulgesellschaften<\/em>, der Zusammenschluss der <em>Freien Elternvereinigungen<\/em>, war eine Basisorganisation der Eltern, die die weltliche Schule anstrebten; ihre Organisation war aber v\u00f6llig<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">unterentwickelt, zumal sie von den sozialistischen Parteien bestenfalls ideell unterst\u00fctzt wurden. Ihre<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Wochenzeitschrift war <em>Die freie Schule<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Eher der USPD zuneigend, gab es noch den <em>Verband sozialistischer Lehrer <\/em>(VsL), der auch <em>Vereinigung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen <\/em>genannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref60\">[60]<\/a> BVZ vom 22.8.1922: <em>Von den Elternbeiratswahlen in Westfalen<\/em>. Das Ergebnis war noch schlechter als<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Anfang 1920 und wurde, wie die BVZ anmerkte, von der sozialistischen Presse, die <em>eine starke Werbet\u00e4tigkeit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>f\u00fcr die Wahl sozialistischer Elternbeiratsmitglieder entfaltet hatte<\/em>, vollst\u00e4ndig verschwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref61\">[61]<\/a> BVZ vom 2.5.1922: <em>Der 1. Mai in Bottrop<\/em>. Auch das 2. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1920\/23, erw\u00e4hnte diese<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Demonstration auf Seite 9.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref62\">[62]<\/a> Abschrift des Briefes vom 9.11.1920 im Stadtarchiv Bottrop. Die hier genannten Briefe haben keine eigene<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Signatur, befinden sich alle in der Akte A.II.3 Nr. 112.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref63\">[63]<\/a> Abschrift eines Protokollauszugs im Brief vom 1.12.1920 an die Regierung in M\u00fcnster, Abteilung f\u00fcr Kirchen und Schulwesen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref64\">[64]<\/a> Abschrift des Protokollauszuges der Sitzung der Schuldeputation vom 26.4.1921 und des Briefes an die<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Elternvereinigung vom 18.5.1921 im Stadtarchiv Bottrop.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref65\">[65]<\/a> Brief der Freien Elternvereinigung Bottrop-Eigen vom 27.3., Bearbeitungsvermerk des Schulrates Engberding<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">und Auszug aus dem Protokoll der Sitzung der Schuldeputation vom 8.5.1922.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref66\">[66]<\/a> MErl. vom 28. Juni 1921 \u2013 U III A 1303 -, abgedruckt in Theegarten, Felix: Sammelklassen und<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Sammelschulen, Berlin 1927; S. 18-19. \u00c4hnlich auch der Erlass \u00fcber die Einrichtung weltlicher Schulen vom 12.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Mai 1921: BBF-Scripta Paedagogica Online, Zentralblatt f\u00fcr die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preu\u00dfen,<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">63(1923)11; 241-242.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref67\">[67]<\/a> Der Brief vom 20.11.1922 liegt als offizielle Abschrift im Stadtarchiv vor, ebenso die weiteren Schreiben<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">und Verf\u00fcgungen in dieser Angelegenheit. Die Protokolle der Schuldeputation aus 1922\/24 sind nicht mehr<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref68\">[68]<\/a> Verf\u00fcgung der Regierung in M\u00fcnster an den OB Bottrops vom 25.11.1922 (in Abschrift).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref69\">[69]<\/a> Der Oberb\u00fcrgermeister schrieb der M\u00fcnsterschen Regierung diesen Brief am 20.12.1922. Haenisch war aber<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">nur bis zum 21.4.1921 preu\u00dfischer Wissenschaftsminister, dann ersetzte ihn Dr. Becker f\u00fcr wenige Monate, ehe<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Dr. Boelitz das Amt bis zum 6.1.1925 innehatte. Die Berufung auf Haenisch ist in der Sache wohl richtig, der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">zeitliche Zusammenhang aber falsch.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref70\">[70]<\/a> Das Protokoll der Sitzung ist nicht mehr vorhanden; sein Inhalt wurde aber in sp\u00e4teren Schriftst\u00fccken<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">erw\u00e4hnt, sodass er ziemlich genau bekannt und hier wiedergegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref71\">[71]<\/a> Brief der Elternvereinigung, Auszug aus dem Sitzungsprotokoll der Schuldeputation und der<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Stadtverordnetenversammlung sind im Archiv vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref72\">[72]<\/a> Abschrift des Briefes der Elternvereinigung an die Regierung in M\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref73\">[73]<\/a> Dieser bemerkenswerte Brief vom 15.5.1923 ist als <em>wortgetreue Abschrift <\/em>erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref74\">[74]<\/a> Protokoll-Auszug (11.5.1923) und Brief an M\u00fcnster im Stadtarchiv.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref75\">[75]<\/a> Schreiben des Ministers f\u00fcr Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 20. Februar 1921 an die Regierungen<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">und Provinzialschulkollegien. <em>Die Religi\u00f6se Gesellschaft der Freunde (Qu\u00e4ker) von Amerika <\/em>speiste<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">unterern\u00e4hrte Kinder in den Schulen und sorgte f\u00fcr schul\u00e4rztliche Untersuchungen. In BBF-Scripta Paedagogica<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Online, Zentralblatt f\u00fcr die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preu\u00dfen, 63(1923)5; S. 105-106.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref76\">[76]<\/a> BVZ vom 26.5.1923: <em>Antrag der B.S.P.D. auf \u00dcberlassung von Klassen in der Rheinbabenschule an die<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Kinder der freien Elternvereinigung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref77\">[77]<\/a> Dieser Brief ist in Abschrift vorhanden. Die beiden Eingaben der Eltern an den Minister vom 7.4. und<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">1.5.1923, auf die der Brief ausdr\u00fccklich eingeht, sind nicht mehr auffindbar.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref78\">[78]<\/a> Bekanntmachung vom 4.7.1923 und der Bitte vom 9.7., die Bekanntmachung in der BVZ und im<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Recklingh\u00e4user <em>Volksfreund <\/em>ver\u00f6ffentlichen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref79\">[79]<\/a> 5. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1927\/29; S. 52.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref80\">[80]<\/a> &nbsp;BVZ vom 11.9.1923: <em>Streik der evangelischen Gesamtschulgemeinde <\/em>und BVZ vom 1.10.1923: <em>Der<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><em>Schulstreik der evangelischen Volksschulen<\/em>. Superintendent Meyer besch\u00e4ftigte nat\u00fcrlich auch den Bottroper<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Schulrat, wie der am 19.12.1923 der Regierung klagte.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref81\">[81]<\/a> Protokoll der Sitzung der Schuldeputation vom 10.1.1924 (Auszug).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref82\">[82]<\/a> Protest-Brief der evangelischen Schulgemeinde Eigen an die Schuldeputation \u00fcber den Stadtschulrat<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Engberding.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref83\">[83]<\/a> &nbsp;Das kirchliche Gesetzbuch von Pfingsten 1918, Codex Juris Canonici, hier Kanon 1372, wurde in Schule und<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">Erziehung, 6(1918)4, S. 49-50, mit den canones abgedruckt, die sich mit der Schule besch\u00e4ftigten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref84\">[84]<\/a> Die Trappenstra\u00dfe war 1924 nahezu unbebaut. Dort befand sich au\u00dfer einem Arbeiter-Sportplatz nichts; sie<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\">war die Zugangsstra\u00dfe zum Landabsatz der Rheinbaben-Zeche.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref85\">[85]<\/a> Brief des katholischen Elternbeirats der Overbergschule vom 19.1.1924 an Schulrat Engberding.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref86\">[86]<\/a> Auszug aus dem Protokoll der Sitzung der Schuldeputation vom 25.1.1924.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref87\">[87]<\/a> 5. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1929; S. 52.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref88\">[88]<\/a> 8. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1933; S. 37.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\"><a href=\"#_ednref89\">[89]<\/a> 8. Jahrbuch der Stadt Bottrop, 1933; S. 88 &#8211; 89.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Rudolf Isfort] 12.2011 Erstver\u00f6ffentlichung: Vestischer Kalender 83(2012); S. 117 &#8211; 139 PDF-Download Am 5.1.1924 best\u00e4tigte die Stadt Bottrop der Regierung in M\u00fcnster die am 13.9.1923 erfolgte Gr\u00fcndung der Sammelschule-Eigen und \u2013 Boy. Sammelschulen wurden eingerichtet f\u00fcr die vom Religionsunterricht befreiten Kinder; sie hie\u00dfen darum auch Freie Schulen, was, je nach Betrachter, ein Markenzeichen oder eine &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/r-isfort.de\/?page_id=411\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u2026 schwerer als der Blutbefehl des Herodes: Die Bottroper Sammelschulen\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/411"}],"collection":[{"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=411"}],"version-history":[{"count":15,"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":580,"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/411\/revisions\/580"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/r-isfort.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}